"Geh doch mal rauf da"- der Berliner Fohlen Blo

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Nachdem wir Berliner Fohlen (gemeinsam mit Block B und den Berliner Borussen und mit Unterstützung der Spreeborussen) unseren Unmut über das Plakat der Gruppe “Crimark” äußerten, bezogen dann auch das Fanprojekt und Blog1900 Stellung.

Das Fanprojekt entschuldigte sich und verweist zu Recht auf seine gute und jahrelange Arbeit gegen Rassismus und Rechtsradikalismus. Erinnert sei hier nur an die diesjährige Bildungsfahrt nach Auschwitz.

Bei den Freunden der Ultras hört sich die Stellungnahme aber alles andere als selbstkritisch an:

“Innerhalb der Nordkurve gibt es seit Jahren gute Kontakte zur Fanszene von Union Berlin. Dem auf dem Spruchband genannten Fanclub CRIMARK wurde vor kurzem ein Zaunfahnen-Verbot durch den eigenen Verein auferlegt. Als Begründung hierfür wird vom Verein eine rechte Tendenz innerhalb der Gruppe und (angeblich politisch-motivierte) Übergriffe einzelner Gruppen-Mitglieder auf Fans anderer Vereine genannt. Auch findet die Gruppe Erwähnung in einem Bericht des Verfassungsschutzes. Die Hintergrund-Recherche basiert hierbei allerdings größtenteils auf Informationen der linksorientierten, leider äußerst semi-seriösen Plattform INDYMEDIA.”

Okay, hierzu zunächst Folgendes: Die Gruppe “Crimark” leugnet in keinster Weise ihre rechte Gesinnung. Und bei aller Kritik, die auch ich am Verfassungsschutz übe, steht eine Gruppierung nicht im Bericht des Amtes, weil sie Äpfel geklaut hat. Zur Hintergrundrecherche bedurfte es hierbei auch nicht nur der genannten Plattform sondern vielleicht der Lektüre diverser Zeitungen (Märkische Allgemeine, Potsdamer Neueste Nachrichten). Zudem hätten Nachfragen bei Fans des SV Babelsberg 03 gereicht, um sich über die tatsächlich vorgekommenen Übergriffe zu informieren.

“Bei einem Generalverdacht gegen eine ganze Fangruppe läuten unsere Alarmglocken. Wir sind gegen die Vergabe von Stadionverboten nach dem Gießkannenprinzip, wir sind gegen die Belegung von ganzen Gruppen mit Stadtverboten und wir sind eben auch gegen Verbote ganzer Gruppen, nur weil einzelne Mitglieder über die Stränge schlagen.
Mit unserem Spruchband prangern wir genau DAS an. Wir wollen uns in keinster Weise mit Nazis solidarisieren. Die finden wir genauso Scheiße, wie jeder andere, klardenkende Mensch!”

Es geht hier nicht um einen Generalverdacht gegen irgendeine Gruppe, sondern um den begründeten und durch Fakten untermauerten Verdacht gegen eine Gruppe, die nicht nur mit dem Nazionalsozialismus kokettiert oder sympathisiert. Einer der führenden Köpfe dieser Aushilfsfaschos ist 2009 von einem Gericht verurteilt worden, weil er den Hitlergruß gezeigt hat. Und das, liebe Ultras, ist in meinen Augen kein “über die Stränge schlagen” mehr.
Seid Ihr in Eurer Selbstherrlichkeit und in Eurer Abneigung gegen jedwede Kritik, gerade von staatlicher Seite, so verblendet, dass bei Euch permanent irgendwelche “Alarmglocken läuten”? Auch ich bin gegen willkürliche Stadionverbote. Auch ich bin gegen Sanktionen gegen Unbeteiligte. Aber, ganz ehrlich: wenn in meinem Fanclub auch nur irgendein Arschloch ist, der rechtes Gedankengut pflegt und verbreitet, dann beschwere ich mich nicht über Sanktionen gegen meine ganze Gruppe. Sowas gehört nicht ins Stadion. Sowas gehört nicht zu Borussia – weder von Einzelnen, noch von Gruppierungen. Ihr HABT Euch mit Nazis solidarisiert und mit dem Plakat habt Ihr die ganze Kurve in eine Art Sippenhaft genommen, sich mit diesem Pack gut zu stellen!
Ich unterstelle Euch nicht, rechts zu sein. Eher werfe ich Euch Eure Verbissenheit vor, sich grundsätzlich gegen Maßnahmen und Kritik von Behörden und Verbänden zu stellen, nach dem Motto: “der Feind meines Feindes ist mein Freund!”

“Bei den uns bekannten Mitgliedern von CRIMARK konnten wir keine rechten Tendenzen feststellen. (Rechte) Politik hat in unseren Gesprächen und gemeinsamen Erlebnissen nie eine Rolle gespielt. Für uns hat sich vor allem eins gezeigt: UNION BERLIN steht für CRIMARK an erster und einziger Stelle.”

Mag ja sein, dass Ihr, bei Kaffee und Schwarzwälder-Kirsch-Torte zusammen gesessen habt und Euch über Fußball, Musik und Belletristik unterhalten habt. Aber immerhin konntet Ihr Euch ja über die zitierte “semi-seriöse Plattform” informieren. Leider haben Eure “Alarmglocken” da offensichtlich versagt.

Und nun, wo es ein wenig Kritik gibt, kommt das Totschlagargument:

“Die Ultrà-Szene Mönchengladbach ist und bleibt unpolitisch!”

Unpolitisch. Unpolitisch! UNPOLITISCH!!! Je öfter ich dieses Wort höre, desto schlechter wird mir.

Unpolitisch steht auf dem Besen mit dem Ihr Kritik unter den großen Teppich kehrt. Unpolitisch steht auf der großen Decke, die Ihr über Euch zieht, damit man ja nichts von draußen mitbekommt, denn dann müsste sich ja Kritik auch stellen. Man müsste sich mit “normalen” Fans auseinandersetzen, die diese Aktion genauso scheiße finden, wie z.B. Pyrospiele im vollbesetzten Block.

Statt blinde Solidarität mit ominösen Gruppierungen zu zelebrieren wären Aktionen gegen Fremdenhass und Rassismus, gegen Homophobie und Gewalt mal schön gewesen. Wäre auch keine politische Aktion gewesen, keine Angst. Solche Aktionen erachte ich in Zeiten des NSU-Prozesses, Diskussionen um die NPD und täglichen rechten Übergriffen auf Ausländer, Homosexuelle und Andersendenkende als Selbstverständlichkeit. Aber mit diesem Wunsch überfordere ich Euch vielleicht.

Die Aktion vom vergangenen Samstag war, ist und bleibt ganz großer Mist. Und Ihr habt damit Euch und uns einen Bärendienst erwiesen. Uns, die als Nicht-Ultras in Euren Augen vielleicht nicht zur Avantgarde der Fankultur zählen. Die keine “Allesfahrer” sind und von Euch belächelt werden. Aber wir sind mindestens genauso leidenschaftlich und fanatisch, mindestens ebenso Fans wir Ihr. Und nun müssen wir uns mit Fragen und Kritik herumschlagen, warum in unserer Kurve mit Nazis sympathisiert wird. Schönen Dank auch!

Wie oft habe ich Euch Ultras gelobt. Für Eure Kreativität und Euren Support. Für einfallsreiche, witzige und aussagekräftige Choreos. Für Euren Kampf gegen Eventuisierung und Kommerzialisierung. Für Euren Einsatz gegen willkürliche und rigide Sanktionen und Eingriffe der Polizei. Heute bin ich beschämt durch das Plakat und wütend über diese Art der “Stellungnahme”.

In diesem Sinne,

Patte

Liebe Gemeinde,

als Jupp Heynckes am vergangenen Samstag im Park verabschiedet wurde, war ich stolz. Stolz, dass diese Legende ein Borusse war, ist und bleibt. Und stolz auf die Fans, die ihm diesen wunderbaren, emotionalen Abschied bereitet haben, ohne dabei kitschig zu werden.

Heute schäme ich mich. Ich schäme mich als Borusse für die Spackos, die auf einem Plakat zur Solidarität mit einer Gruppierung namens “Crimark” auffordern. Ich schäme mich für “mein” Fanprojekt, dass keine Probleme oder Bedenken hatte, dieses Plakat auf facebook zu veröffentlichen. Ich schäme mich, dass man in Zeiten, in denen man erfreulicherweise vermehrt Plakate gegen Homophobie und Rassismus in den Stadien sieht, eine Ansammlung von rechtsradikalen Subjekten unterstützt. wird. Von Borussen!!!! In unserem Stadion!!! In unserer Kurve!!!

Nur mal zur Info:

Bei “Crimark” handelt es sich um eine Gruppe aus dem Raum Potsdam, der eine Nähe zum 1.FC Union nachgesagt wird. Auffällig wurden die Brüder aber vornehmlich bei Angriffen auf Fans des SV Babelsberg 03. Der Name “Crimark” setzt sich zusammen aus “Crime” und “Mark” (super kreativ, natürlich). Boss der Spackos soll ein gewisser Paul K. sein. Ein Herzchen, dass noch bis 2014 bundesweites Stadionverbot hat. 2009 hat der Vogel vor Gericht zugegeben, den Hitlergruß gezeigt zu haben, zudem soll er Kontakte zum Neonazi-Netzwerk “Spreelichter” pflegen (Quelle: Märkische Allgemeine Zeitung).

Die Hilfsnazis haben mehrfach Fans von Babelsberg 03 bedroht und eingeschüchtert, was auch durch das Fanprojekt des Klubs bestätigt wurde.

Zu schlechter Letzt wird diese Gruppierung im letzten Verfassungschutzbericht des Landes Branenburg als “rechtsextrem” eingeschätzt.

Dies mal so nebenbei liebes Fanprojekt, an wen Ihr Euch da ranasselt. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke.

Und da ich nicht daran glauben, dass sich das Fanprojekt (mit dem ich sonst nur positive Erfahrungen gemacht habe) mit den Leuten, die das Plakat an den Zaun geklatscht haben und schon gar nicht mit der dort erwähnten Nazibande gemein macht. Von daher wäre eine Klarstellung mehr als wünschenswert.

In diesem Sinne,

Patte

Liebe Gemeinde,

das wars….die Saison 2012/2013 ist zuende. Bayern wurde Meister (Glückwunsch), der BVB Zweiter, Fürth und (trotz katastrophaler Rückrunde dennoch ein wenig überraschend) Fortuna Düsseldorf steigen ab, das Projekt konnte sich in die Relegation asseln, wo wir jetzt alle quasi gezwungen sind, dem 1.FC Kaiserslautern die Daumen zu drücken – denn so nah dran, Hopp mit seinem Milliardentöfftöff loszuwerden waren wir nie und werden wir auch wohl nie mehr sein.

Unsere Jungs verabschiedeten sich durchaus achtbar, zu Beginn sogar hochspektakulär aus der Spielzeit. Den erfolgsverwöhnten Bayern haben wir zumindest in der Anfangsphase der Partie aber mal gehörig die Hosen voll gemacht. Dante leistete sich seinen ersten Bock in dieser Saison ausgerechnet gegen uns. Hanke konnte mit einem Tor “Tschüß” sagen und Jupp Heynckes weinte ehrliche Tränen, als ihm bewusst wurde, wer ihm an diesem 18.Mai solch einen Abschied geschenkt hat.

Was in sportlicher Hinsicht bleibt, ist ein achter Platz. Wie schon des Öfteren geschrieben wurde, können wir wunderbar darüber streiten, ob und wieviel mehr denn nun drin gewesen ist. Unstrittig ist, dass diese Platzierung verdient ist. Es war eine Saison der Findungsphase. Im letzten Jahr wäre sie womöglich bejubelt worden, nach dem Beinahe-Abstieg 2011. Doch zu unstet waren die Leistungen der Mannschaft, zu unkonstant war jeder einzelne Spieler (bis auf wenige Ausnahmen). Es ist sicherlich schade, sich nicht für Europa qualifiziert zu haben. Zu frisch sind noch die Eindrücke aus den Partien gegen Marseille, Istanbul und Rom. Doch in den entscheidenden Momenten zeigte das Team eben Nerven (übrigens, eine Parallele zur Vorsaison, als man mit Platz drei die direkte Champions League-Qualifikation vor Augen hatte).

Was bleibt? Der Umbruch in der Mannschaft wurde möglicherweise ein wenig unterschätzt. Spieler wie Xhaka und de Jong brauchten fast eine gesamte Spielzeit, um sich an Tempo und Taktik in der Bundesliga zu gewöhnen. Spieler wie Jantschke oder Nordtveit konnten ihre teilweise überragenden Leistungen der letztjährigen Spielzeit nicht wiederholen und bei Arango oder Herrmann zeigte sich gegen Ende der Saison ein zunehmender Kräfteverschleiß. Ter Stegen zahlte einige Male Lehrgeld, Mlapa wirkte oft zu verkrampft und ob Rupp wirklich das Zeug hat, in der Bundesliga zu bestehen, darf bezweifelt werden.

Doch es gab auch positive Ansätze. Younes etwa hat Spaß gemacht, Dominguez ließ nach kurzer Anlaufphase zumindest sportlich Dante vermissen, Hrgota explodierte in Mainz und zeigte, dass er durchaus Ansätze hat, zu einem “neuen Sverkos” zu werden. Stranzl zeigte sich als Führungsspieler auf und neben dem Platz und Brouwers lieferte zuverlässig ab, wann immer er gebraucht wurde.

Wenn nun neben Max Kruse noch ein zentraler, gestandener Mittelfeldspieler, ein weiterer Offensiver, sowie ein Mann für den Rechtsverteidigerposten geholt werden, kann es in der neuen Saison durchaus was werden mit Europa. Laßt uns optimistisch auf die neue Saison schauen und, wie in den letzten Jahren, auf das Händchen und Gespür von Maxi bauen – und Lulu vertrauen. Bei aller Kritik und allem (durchaus auch berechtigtem Nörgeln) in dieser Saison: Platz acht ist in Ordnung!

Am Ende der Woche steigt ja nun das Finale in der Champions League zwischen IHHH und BÄÄÄH. Kein Tag vergeht ohne dass wir medial daran erinnert werden, dass wir als Deutsche uns doch gefälligst freuen sollen auf das “Megaevent” (wenn ich das Wort höre, bekomme ich rote Pickel und gelb-schwarzen Ausschlag im südlichen Bereich). In Berlin gibt es Public Viewing und ich werden von Leuten vollgehipstert, die mit Fußball so wenig zu tun haben, wie die FDP mit sozialpolitischer Kompetenz oder wie Beck´s mit Bier. Aber nun sind sie alle Dortmund-Fans bzw Bayern-Fans (obwohl es hier deutlich weniger sind). Sie alle mögen den Klopp ja sooooo sehr und hoffen, dass Götze (oder Reus oder Robben oder war es Messi????????) fit fürs Finale werden.

Euch sei gesagt:

Geht Kacken! Ihr ödet mich an mit Eurem Pseudofandasein. Geht mal schön auf diverse Public Viewing Veranstaltungen, hoffentlich gibt es da auch Club Mate und Latte Macchiato mit lactosefreier Ziegenmilch für Euch. Malt Euch schwarz-gelbe oder rot-weiße Fahnen auf Eure biologisch und ethisch fair behandelten Wangen. Und schaut Euch das Spiel an. Aber geht mir nicht aufn Sack mit Eurer via Bild und Sky gesteuerten Hysterie.

Denn wenn der Hype ums Finale “Wir gegen Uns” (AM ARSCH!!) abgeebbt ist, dann werdet Ihr wieder teils amüsiert, teils herablassend, teils verachtend auf uns blicken. Wie wir mitleiden, wenn Borussia sich zu einem 1:0 gegen Augsburg würgt. Wie wir fiebern, wenn die letzten Minuten anbrechen. Wie wir diskutieren und jubeln, starr auf das Geschehen auf dem Rasen blicken. Wenn wir uns Woche für Woche im Stadion oder im Hops versammeln, um mit unserer Liebe und Leidenschaft (und bei Rene und mir auch mit unserer Angst) zu, mit und um Borussia nicht allein zu sein. Wenn ein Kerl wie Howie einfach nur da sitzt, und, teils verwundert und gerührt, auf ie um ihn herum sitzenden Borussen blickt. Wenn Tim es nicht mit ansehen kann, wenn der Gegner tatsächlich einen Abstoß bekommt. Wenn Mario trotz Knieschmerzen vor Freude hüpft, um ein Tor zu bejubeln. Dann werdet Ihr spätestens merken, dass Euch etwas fehlt: Liebe, Leidenschaft und Herzblut.

Klar, das benötigt man nicht, um sich Fußballspiele anzuschauen. Aber die Leute, die sich einfach und ehrlich auf das Spiel am Samstag freuen (denn natürlich ist es was Besonderes, wenn zwei Teams aus der Bundesliga um den begehrtesten europäischen Pokal spielen) brauchen sich nicht eventkreischend und effektheischend zu benehmen. Diese Leute, die den Sport “nur” mögen, benötigen keine Fanmeile, um sich dort selbst zu beweihräuchern. Und sie benötigen kein mediales Trommelfeuer.

In diesem Sinne,

Patte

Liebe Gemeinde,

Stille lag über dem Hops, als der Schlußpfiff gegen die Lizenzerschleicher aus dem Ruhrgebiet ertönte. 0:1 gegen die Zwegat-Connection. Trotz einer ansprechenden Leistung, zumindest im kämpferischen Bereich. Letztlich war das Spiel ein Spiegelbild der Saison. Viele gute Ansätze, einige Unzulänglichkeiten und Unstimmigkeiten. Man könnte nun sagen, Lulu hatte von Anfang an Recht, als er vor Saisonbeginn sagte, man stehe vor einer “äxtrem” schwierigen Saison. Auch das man vor Beginn der Spielzeit kein klares Saisonziel ausgegeben hat, schien durchaus richtig gewesen sein.
Man kann aber auf der anderen Seite auch sagen, dass man dies als Alibi nutzte, um etwaige Schwierigkeiten begründen zu können.

Vielleicht sollten wir aber den Blick einmal auf das Große Ganze richten, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich zum wiederholten Male wiederhole. Aber ist es nicht wirklich so, dass wir vor der Saison eine qualitativen Aderlass hatten, den kaum eine Bundesligamannschaft wegsteckt? Ist es nicht so, dass wir nach der letzten Saison Erwartungen hatten, die möglicherweise kaum erfüllbar waren? Ist es nicht so, dass man trotz der Neuzugänge bzw. der Transfersummen, die für sie ausgegeben wurden, von Beginn an eine Saison des Übergangs erwarten musste? Klar, läuft es rund, winkt die Teilnahme am Europapokal. Läuft es aber mies, spielen wir gegen den Abstieg.

Kritik wird laut. An den Spielern, vor allem aber am Trainer. Das Herausnehmen eines Stürmers gilt als “Politikum”, obwohl man vor geraumer Zeit durchaus Alternativen forderte. Der Trainer wird als “eindimensional” kritisiert, obwohl er durchaus verschiedene Systeme probiert hat. Oft wirkte es in der Tat ein wenig planlos, wenn man Favres Aufstellungen ansah. Aber ist das noch eindimensional, wenn ein Coach (zu viel?) probiert? Natürlich kann man Favre kritisieren. Man kann ihm vorwerfen, oft zu durchsichtig gewechselt zu haben. Man kann kritisieren, dass oft der Mut zu fehlen schien und das Spiel sehr “verwalterisch” gewirkt hat. Das ist besonders bitter, weil es wahrscheinlich selten wieder so einfach wird, sich international zu qualifizieren.

Aber dass wir nun, nachdem vor Jahresfrist alles rosarot schien, alles in Frage stellen, ist eigentlich mal wieder typisch für die Schnelllebigkeit unserer Zeit. De Jong spielt nicht – Favre raus. Xhaka spielt nicht – Favre raus. Xhaka spielt – Favre raus. Ring spielt nicht – Favre raus. Cigerci im Kader – Favre raus. Hanke spielt – Favre raus. Hanke bekommt keinen neuen Vertrag – Favre raus. Kappa bleibt beim gelben Postbankbalken – Favre raus.

Wäre ja auch einfacher, wenn man den Trainer einfach feuern könnte, sich einen Motivations- und Rethorikguru aus Bochum holt und die Mannschaftsaufstellung per Facebookabstimmung vornimmt.

Mal im Ernst: wir haben zwei Jahre der Extreme hinter uns. 2010/2011 spielten wir unter unseren Verhältnissen. 2011/2012 spielten wir über unseren Verhältnissen. In dieser Saison spielen wir sicher nicht schönen und erfolgreichen Fußball – aber wir bewegen uns in sicheren Gefilden. Und auch wenn es viele nicht mehr hören können: Aber wer nach dieser Saison die handelnden Personen so dermaßen in Frage stellt, der hat anscheinend die letzten 12 Jahre verpasst.

Ich bin auch enttäuscht, vermutlich keine Euroleaguespiele auf Kabel1 schauen zu können. Und ich teile auch die Meinung, dass man versäumt hat, geiler auf die europäischen Fleischtöpfe zu sein. Aber können wir nicht auch einfach mal ruhig und sachlich analysieren? Können wir es nicht einfach mal lassen, nur schwarz-weiß zu malen?

- Der Stamm der Mannschaft bleibt zusammen, wird mit Max Kruse erheblich verstärkt.
- Jungs wie Amin Younes und Granit Xhaka machen Hoffnung auf mehr in der kommenden Saison
- Spieler wie besagter Xhaka, aber auch Dominguez und de Jong werden sich in der kommenden Spielzeit sicher (noch) besser in der Bundesliga zurechtfinden.
- Es kommen viele Talente nach: Julian Korb, Sven Michel, Kevin Holzweiler, Nico Brandenburger, die Mickels-Brüder, um nur einige zu nennen.
- Wirtschaftlich stehen wir top da und können auch ohne internationale Einnahmen Spieler holen, die unsere Hoffnungen efüllen können, bald wieder unser Geld in den Kneipen dieser Welt versaufen zu können.

Von daher: laßt uns diese Saison anständig beenden und nach einer kritischen aber fairen(!) Analyse hoffnungsvoll auf die neue Spielzeit schauen. Samstag gehts zu den Tuchelbrüdern aus der Pfalz. Da kann der Klopp-Klon mal wieder seine Matchpläne ausgraben und an Schirientscheidungen rumtucheln. In der Woche darauf kommt der FC Bayern. Da darf Marcel Reif sich schonmal prophylaktisch aufgeilen und der Eventmob aus dem Szenebezirk kann schonmal die Jutebeutel um die Schulter hängen, um ihn mit Pseudofußballwissen zu füllen, damit man beim Hipstertreff nicht nur mit den engsten Hosen sondern auch mit angelesenem Wissen glänzen kann.

Laßt uns aufm Teppich bleiben.

In diesem Sinne,

Patte

Liebe Gemeinde,

die Bundesligasaison ist auf der Zielgeraden, einige Entscheidungen sind gefallen, andere stehen noch aus.

Für uns die Frage: Europa oder nicht?

Es ist ja nicht so, als können wir mit der neuerlichen Enttäuschung in einem Ausäwrtsspiel nicht umgehen. Aber das 1:3 bei der Söldnertruppe in Wolfsburg ist in vielerlei Hinsicht bitter.

Zum Einen war es eine blöde und unnötige Niederlage, weil eineinhalb Eigentore einfach mal bekackt sind und weil wir chancenmäßig mindestens ein Remis hätten mitnehmen können. Zum Anderen ist Wolfsburg so mit das Unsympathischste in der Liga. Und zum Dritten ist da eben der Kampf um die internationalen Plätze.

Klar, noch ist alles drin. Aber wir haben mit Bayern., Mainz und den am morgigen Freitag angeasselt kommenden Schalkern mit Sicherheit das schwerste Restprogramm.

Was tun also? Frisches Blut wäre sicherlich eine Maßnahme. Jantschke, Arango und auch Herrmann wirken überspielt. Vielleicht wären hier Korb, Younes und Wendt (Mlapa) hier eine Alternative? Vielleicht sollte auch de Jong wieder von Anfang spielen?

Fragen, die Lulu beantworten muss. Zudem sollte unser Coach die Mannschaft in jedem Fall mutig und offensiv einstellen. Drei Spiele vor Schluß gibt es nichts mehr zu verlieren, warum also nicht alles auf Attacke setzen?

Mit den königsblauen Lizenzerschleichern kommt ein Team mit Rückenwind in den Park. Doch auch die Nord-Essener sind zu packen. In der Offensive hat sich ein Huntelaar gegen außer Rand und Band befindliche Hamburger wohl aus der Krise geschossen. Doch die Abteilung Verteidigung ist jetzt auch nicht das, was man in der Bundesliga als Spitze bezeichnen kann.

Es gilt für unsere Jungs,in den verbleibenden Spielen alles an Hingabe und Leidenschaft, an Kampf und Einsatz, an Willen und Gier zu geben. Mit spielerischer Verwaltermentalität ist nix (mehr) zu holen.

Und natürlich gilt es auch für uns, die Fans, alles, was da ist, in die Waagschale zu schmeissen. Auch und gerade Neu-Fohlen Robert ist ja durchaus erpicht, es den Gelsenkirchenern Barock-Bankrotteuren zu zeigen. Als Ruhrpottborusse wäre ein Sieg gegen Kellers Kinder ein inneres Rodeo für den Mann, der auch gern als Ralf Richter von Friedrichshain bezeichnet wird.
Norbert will seinen neu erworbenen Posten als Reiseleiterin der Fohlen mit Trips nach Paris, London oder Madrid festigen und fiebert auch daher einem Sieg gegen das russische Oligarchenteam entgegen.

Und sonst so?

Bayern und der BVB im Champions League Endspiel und plötzlich entdecken sie alle ihre Liebe zum Fußball. Menschen, die sich sonst halb mokierend, halb abfällig über uns Fußballfans äußern, sitzen nun gebannt in ihrer Shishabar oder ihrem Szenecafe und hängen Marcel Reif an den Lippen. In einigen Wochen werden sie dann wieder ins Horn “Fußballfans=Prolls=Gewalttäter” stoßen. Lachhaft dieser Hype.

Uli Hoeneß fühlt sich schlecht und schläft kaum noch durch, der arme Kerl.Und der Boulevard umschwärmt den kriminiellen Bayernpräsidenten wie Motten das Licht.

In NRW gibt es ein verschäftes Rauchverbot. Demnach darf man auch nicht mehr in dafür ausgewiesenen Räumen rauchen. Da fragt sich doch der tolerante Nichtraucher: Habt Ihr von Rot-Grün noch alle Lampen an??? Diese Bevormundung und Gängelung geht mir langsam aufn Sack. Dann bin ich nämlich auch für das Verbot von Autos in geschlossenen Ortschaften, denn der Benzingestank und Abgasrauch ist gesundheitsschädlich. Also, Ihr grünen Umerzieher und roten Oberlehrer: ran an die Autofahrer!!

Doch egal, wie schlimm sich der arme kleine Uli fühlt, was für Verbote noch kommen und wieviel Szenefans wir noch ertragen müssen. Morgen abend gilt es: Und wir alle tun unser Übriges dazu, dass die Punkte gegen die knappen Knappen im Park bleiben. Und wir zeigen, dass es eben auch Fußball neben dem Bayern und Dortmundhype gibt. Vielleicht nicht solch eventmäßig zu vermarktenden Fußball, sicher nicht solch erfolgreichen Fußball. Aber dafür ist unsere Leidenschaft mit der einzig wahren Borussia echt und wahrhaftig!!!

In diesem Sinne,

Patte Klinkert

Liebe Gemeinde,

zugegeben, ein 1:0 klingt mager. Doch der Sieg am vergangenen Freitag gegen Augsburg ist durchaus anders zustande gekommen, als beispielsweise der Erfolg gegen Greuther Fürth. Unsere Jungs waren griffig, bissig, suchten die Zweikämpfe und versuchten immer wieder schnell nach vorn zu spielen. Und auch, wenn (noch) nicht alles gelingen wollte, so ist das Ergebnis knapper, als es das Spiel aussagt.

Nun sind es also nur noch vier Spiele bis zum Saisonende und der Kampf um einen Europa League-Platz wird spannend bis zum Schluß. Und der geilste Club der Welt hat wahrlich noch alle Chance, auch wenn es das Restprogramm in sich hat. Seltsam spielende Wolfsburger, unberechenbare Schalker, blöd zu spielende Mainzer und trotz Feierlaune heisse Bayern warten noch. Das restprogramm für Borussia läuft also unter dem bewährten Swingermotto: “Alles kann nichts muss”!

Natürlich fahren wir in die Stadt der Radkappen und rechnen uns auch dort was aus. Schließlich wird auch mal wieder eine Abordnung der Berliner Fohlen live und in Farbe am Start sein. Doch, und hier höre ich schon Ronny unken, zwei Siege in Serie gab es in dieser Saison noch nicht. Doch die Mannschaft von Dieter Hecking gewann zwar zuletzt mit 3:0 bei leblosen Bremern, doch gerade in der heimischen Werkstatt lief bei den vergangenen Reparaturen nicht alles rund. Und die Tatsache, dass unsere Jungs am 31.Spieltag vor der hochgelobten und hochbezahlten Truppe der beiden Bundesligasöldner Hecking und Allofs (ganz im Ernst: diese beiden Vereinswechsel von Nürnberg bzw.Bremen zu Golfhausen haben aufgrund der damaligen und heutigen sportlichen Situation ein ekliges Geschmäckle) sollte uns noch mehr Mut geben, als wir ohnehin an den Tag legen dürfen.

Borussia hat alles in der eigenen Hand und es scheint, als sollte rechtzeitig vor dem Saisonende auch der Mut zurückgekehrt sein. Sowohl bei Lulu, der gegen Augsburg durchaus überraschend in Quantität und Qualität rotierte, als auch bei der Mannschaft, die gegen die durchaus starken Bayernschwaben mit Mumm agierte. Und wir haben ja auch durchaus personell noch Varianten. Wer sagt denn, dass man nicht Xhaka und davor Younes, Mlapa, Herrmann und de Jong spielen lassen kann? Arango wirkte in letzter Zeit ein wenig überspielt. Doch auch herrmann könnte vielleicht mal eine Pause vertragen.

Wie dem auch sei: auch wenn es viele schon nicht mehr hören können, für Leute wie mich, die die Tabelle immer noch von unten lesen, ist die Möglichkeit, den Europapokal zu erreichen, ein herrlicher Zustand. Nun gilt es also am Samstag, beim “Betriebssportkombinat Personenkraftwagen”, alles zu geben. Sowohl auf der Wiese, als auch im Stadion und natürlich auch im heimischen Hops vor der Leinwand.

Und sonst so??? Uli Hoeneß ist ein Steuerhinterzieher. Keine Sorge, ich werde nun nicht auf den armen und so sozial engagierten Bayernpräsidenten eindreschen. Vielmehr wundere ich mich über einen Teil der Reaktionen. Hoeneß, der nie einen Hehl aus seiner Sympathie für die CDU/CSU gemacht hat, der gern und oft mit erhobenem Zeigefinger auf andere zeigte, steht nun am Pranger der Öffentlichkeit und schon kommen reflexartig einige Amigos aus der christlich-demokratischen Union (und in ihrem Gefolge die Büttel der willfährigen Bouelvard-Lappen), um auf Mitleid zu machen. Ganz nach dem Motto: “Och Gott, der Uli”. Am Arsch, Ihr Räuber!!! Gerade Leute wie “der Uli” waren und sind es doch, die am liebsten jeden Hartz-IV-Empfänger ins Arbeitslager schicken wollen, der sich mal schnell 5 Euro dazu verdient, indem er Oma Wuttke die Einkaufstasche in die Wohnung trägt. Leute, wie “der Uli”, diese reichen und einflußreichen Trickser und Täuscher legen ein Gerechtigkeitsempfinden an den Tag, das entweder an das schlimmer Mafiagangster erinnert (“mir kann keiner was”), gern aber auch an kleine Kinder (“die anderen machen das doch auch…”). Uli Hoeneß, der Mann, der so gern als moralische Instanz der Bundesliga dagestanden hat, ist ein Steuerbetrüger und gehört dafür bestraft. Allein, mir persönlich fehlt der Glaube an eine gerechte Strafe. Der Staat wird sich wahrscheinlich dann doch lieber weiter dem Arbeitslosen annehmen, der unrechtmäßiger Weise Geld einsteckt, als prominenten Steuersündern, die unrechtmäßiger Weise Geld verstecken.

Mario Götze geht zu den Bayern. Und die Bundesliga heult auf. “Der Fußball verliert seine Seele” (goal.com) und ähnliche Krokodilstrüänen werden geweint. Hallo???? Jemand zuhause???? Der gute Mario hat eine Ausstiegsklausel beim Lizenzschummler. Hat irgendjemand im letzten Jahr nach ner verlorenen Seele gesucht, als eben diese Dortmunder Marco Reus geholt haben? Also macht mal n bißchen halblang. So ist nun mal das Geschäft. Und wenn Ihr Euch nach Fußballromantik sehnt, dann paßt lieber auf, dass dieser Sport nicht vollends zum Event wird und Leute wie wir aus den Stadien vertrieben werden.

In diesem Sinne,

Patte Zaluskowski

Liebe Gemeinde,

Ja, das Spiel unserer Jungs am Samstag war schlecht, gruselig, furchtbar, nicht vergnügungssteuerpflichtig, lahm, schauderbar, ängstlich, zaudernd. Ja, der Sieg war glücklich, unverdient, erstochert, schmeichelhaft. Ja, die Gesten von Oscar Wendt und Marc-André ter Stegen in Richtung Publikum waren ungeschickt, unglücklich, unklug, unprofessionell.

Und Ja, die Beiden haben in der Sache vollkommen Recht damit!!!

Mal im Ernst, natürlich habe ich als Fan das Recht, schlechte Leistung und mangelnde Einsatbereitschaft entsprechend zu honorieren. Aber einen einzelnen Spieler meiner Mannschaft herauspicken und auszupfeifen ist unfair, schäbig und eines Borussen unwürdig. Die Tatsache, dass sich Wendt während und nach dem Spiel beim Publikum entschuldigt hat, zeigt, dass er wahrscheinlich mehr Anstand hat, als einige Pfeifen auf der Tribüne.

Ist doch wahr. Möglicherweise haben einige von diesen Spaten mit den Pfiffen gegen Wendt auch den letzten Rest Verstand und Kurzzeitgedächtnis aus ihrem Hirn geblasen. Es ist ziemlich genau zwei Jahre her, da waren wir näher an Aue und Duisburg, als an Schalke und Leverkusen. Und hier widerspreche ich auch gern dem Hipsterkommentator von “11Freunde”: Die Lage der Borussia aktuell ist untrennbar mit dem Beinahe-Abstieg 2011 verbunden. Wir absolvieren aktuell die zweite Saison hintereinander ohne Abstiegsangst. Wir spielen im zweiten Jahr hintereinander um den Einzug in den Europapokal. Wann hatten wir das zum letzten Mal?

Natürlich, auch ich fand die Mannschaft gegen Fürth schlecht, bin an Wendts Unzulänglichkeiten verzweifelt. Mir war die von Beginn an greifbare Verunsicherung im Team schleierhaft. Aber einen Spieler des eigenen Teams auspfeifen? Vermutlich können das nur Leute, die vor eben zwei Jahren nicht im Park waren. Wahrscheinlich pfeifen die auch ihren Bäcker aus, wenn die Brötchen zu hart sind und buhen den Sänger in ihrem Lieblingsmusical aus, wenn er mal einen Ton nicht trifft.

Und komme mir keiner mit: “ich hab bezahlt, ich will wat sehen….” Denn das stimmt nur zum Teil. Schaue ich mir Spiele meiner Borussia an, so hoffe ich dass sie gewinnen und erwarte, dass sie kämpfen und sich zerreissen. Ich kenne eigentlich keinen leidenschaftlichen Fan, gleich welcher Mannschaft, der im Stadion oder vorm TV von seiner Mannschaft unterhalten werden will. Natürlich wäre es auch mir lieber, wenn wir jeden Gegner mit fünf Buden ausm Park vertreiben und auswärts stets 3:0 gewinnen. Aber wer das wirklich erwartet, der sollte vielleicht besser mit René ins Playstation-Trainingslager gehen.

Ich habe schon Spieler und Mannschaften mit meiner Raute auf der Brust gesehen, die ohne Herz und Leidenschaft, die ohne Mumm und Ehre über diverse Plätze dieser Republik gelatscht sind. Pfiffe und Kritik habe ich da vollkommen verstanden. Was aber in den Hundehirnen einiger Leute am Samstag vorgegangen sein mag, erschliesst sich mir nur sehr bedingt. Unser ehemalige holländischer Weltklassetrainer (nein, Kning, ich rede nicht von Jos Luhukay), blaffte einmal eine Reporterin an: “Wenn du guten Fußball sehen willst, musst du zu den Amateuren gehen!”. Nun, ganz so weit gehe ich nicht. Aber wenn das Publikum tolle, spannende, actionreiche Unterhaltung für die ganze Familie sehen will, dann sollten sie vielleicht lieber in den Heidepark und nicht in den Borussiapark gehen. Und, mal ehrlich, was wäre denn gewesen, wenn unsere Jungs ein Feuerwerk an fußballerischer Leichtigkeit, gewürzt mit technischen Finessen und taktischer Flexibilität abgebrannt hätten, und ein Sonntagsschuss hätte das Spiel zugunsten der Fürther entschieden? Wie hätte er dann wohl reagiert, der Eventmob?

Es war ein grauenvolles Gewürge am Samstag und richtig, spielerische Leichtigkeit geht uns in dieser Saison fast gänzlich ab. Dies hat mit Sicherheit mehrere Gründe. Doch wer wirklich meint, einen Spieler zum Sündebock für private, berufliche und/oder sexuelle Unzufriedenheit machen zu müssen, ist im Park fehl am Platz. Fachliche Gründe können diese Pfeifen nicht gehabt haben. Wer in den letzten Jahren mit Borussia gefiebert und gelitten hat, der kann sauer ob bestimmter Darbietungen sein, kritisch mit der Arbeit der Verantwortlichen, aber der pfeift und buht die Jungs nicht aus.

In diesem Sinne,

Patte

Liebe Gemeinde,

gestern, ich verbrachte grad meinen Spätdienst damit, Tabellen anzufertigen und mit Inhalten zu füllen, dachte ich, mich streift der Hauch der Geschichte. In Rom stieg weißer Rauch auf und gleichzeitig klingelte vibrierend mein Handy und auf dem Display erschien sein Name (sein Wille geschehe usw…): Kning! “Endlich”, dachte ich mir, “endlich bekommt der Mann den Posten, den er verdient. Endlich beruft ihn der große Manitu als seinen Stellvertreter. Habemus Kning”. Und während ich mir unseren Alt-Internationalen bereits in schicken roten Schuhen vorstellte, schlug mir die Realität aber mal eine Backpfeife. Nix wars mit “Habemus Kning”, stattdessen dribbelte da ein 76-jähriger Jungspund aus Argentinien auf den Balkon und Kning hielt am Telefon eine Lobrede auf Jos Luhukay.

Ist vielleicht aber auch besser so…..was soll denn unser Mann aus Neuss statt mit Wein, Weib und Gesang mit Weihrauch, Knaben und Gebet? Denn schließlich kann so ein Job als Chefpope auch ganz schön belastend für die Beziehung sein.

Und damit sind wir auch schon bei unserem nächsten Gegner. Denn bei Hannover 96 spielt sich grad ein Beziehungsdrama ab, wie es schon einige in der Weltgeschichte gegegeben hat. Elizabeth Taylor und Richard Burton. Lady Diana und Prinz Charles. Dieter Bohlen und Thomas Anders. Angela Merkel und Roland Koch. Angela Merkel und Norbert Röttgen. Angela Merkel und Christian Wulff. Angela Merkel und, aber lassen wir das.

Bei den Niedersachsen scheint die Ehe zwischen Mirko Slomka und Jörg Schmadtke nun wohl endgültig vor dem Aus zu stehen. Insider wollen erfahren haben, dass die Beiden in Trainingslagern bereits in getrennten Betten schlafen.

Mit dem Spiel gegen die Jungs aus einer der langweiligsten Städte der Welt beschliessen wir nicht nur den 26.Spieltag, sondern wir empfangen auch einen unmittelbaren Tabellennachbarn, der nur einen Punkt hinter uns liegt. Letztlich verhält es sich so, wie vor dem Spiel gegen Bremen am vergangenen Wochenende. Es ist so eng im Kampf um Europa. Da kann ein zunächst als Enttäuschung empfundener Punkt gegen Werder doch ein Schritt nach vorn sein, während eine Niederlage kein echter Rückschritt sein muss.

Doch natürlich wollen wir gewinnen gegen 96. Das Team um Jan Schlaudraff, dem ehemaligen Aachener und Münchener, ist nicht nur die schwächste Auswärtsmannschaft, sondern sie spielen auch in der AWD-Arena. Mal ehrlich, moralisch ganz unten. Wer im Stadion des Königs der Drückerkolonnen, Carsten Maschmeyer, spielt, der kann meiner Meinung auch gleich im “Moskau Inkasso Stadion” oder in der “Hells Angels Softeisdiele” kicken. Allein also deswegen wäre ein Sieg sehr schön.

Aber auch, weil sich so ein wenig Enttäuschung breit macht. Klar wäre eine erneute Europapokalteilnahme ein Traum. Natürlich ist die Chance hierzu auch da. Aber, liebe Freunde, sind wir doch einmal ehrlich. Borussia befindet sich in einer Saison des Umbruchs. Da kann der Bouelvard noch so sehr auf etwaige Ablösesummen beharren. Für Maxi Eberl und Lulu gilt es in dieser Saison eine Basis zu schaffen, die es uns in den kommenden Jahren ermöglicht, wirklich dauerhaft um die Plätze 4-7 zu spielen. Vielleicht auch mal mehr. Wer wirklich und ernsthaft daran geglaubt hat, das sowohl Spektakel, als auch Tabellenstand aus der letzten Saison beliebig wiederholbar seien, der glaubt auch daran, dass die FDP eine soziale Ader oder die CDU ein modernes Familien- und Gesellschaftsbild hat.

Für meine Begriffe befinden wir uns nach zwei Spielzeiten der Extremen (sowohl positiv, als auch negativ) genau da, wo wir hingehören – eben im Mittelfeld der Bundesliga. Da gibt es dann eben mal überraschende Siege wie in Hannover oder in Frankfurt und vermeintlich ernüchternde Unentschieden wie gegen Bremen.

Will also sagen: ruhig bleiben. Generell und auf Sicht sehe ich uns auf einem guten Weg und wer weiß, wenn uns am Sonntag wirklich ein Sieg gelingt, belegen wir vielleicht auch mal wieder einen der begehrten internationalen Plätze.

Überhaupt wären drei Punkte für den geilsten Club der Welt allein schon aus Anstandsgründen anständig. Schließlich feiert Ralph am Spieltag seinen 33.Geburtstag. Mario hat extra ein Werk von Ralphs Namensbase Clara Schumann einstudiert. Gemeinsam mit Ronny und Pascal wird er “Quatre Polonaises pour le pianoforte” zum Besten geben. Tim, Noppes, Howie und Rene werden dieses Stück dann mit eben dieser Polonäse auch visuell zu einem Genuss machen. Extra für den Topfmanager Maschmeyer hat Stephie sich dessen Ehefrau angenommen: Veronica Ferres, neben Christine Neubauer, Katja Riemann und Sergio da Silva Pinto die schlechteste Schauspielerin hierzulande. Stephie wird in einem epochalen Akt alle drei Gesichtsausdrücke darstellen, mit denen Frau Ferres solche Gefühlsregungen und Zustände wie Liebe, Trauer, Wut, Überraschung, Glück, Freude, Hass, Depression oder Enttäuschung zeigen kann. Momo hat gemeinsam mit Dave in mühevoller Kleinarbeit eine Kette aus Jägermeisterdeckeln angefertigt, die sie Ralph umhängen werden, sodass unser Glückskind dann aussieht, wie der Bürgermeister von Schöneberg. Und das Geburtstagskind selbst zeigt uns, dass es in Berlin eben doch auch immer noch Futschi statt Hugo, immer noch ne Molle statt Tannenzäpfchen mit Sternfruchtgeschmack, und immer noch Schrippen statt Wecken geben kann.

Nichtsdestotrotz sind wir Berliner Fohlen, gemeinsam mit den Hopsborussen natürlich geladen wie ein Elektrozaun, der freilaufendes Pferdelasagne bewacht. Von sonntäglicher Ruhe kann beim Anpfiff hoffentlich keine Rede sein, wenn wir unsere Jungs supporten. Nach dem Spiel läuft zwar der Tatort, aber wenn dieses ehemalige “Aushängeschild des deutschen Fernsehens” mit Til Schweiger den schlechtesten Schauspieler nach Klaus-Jürgen Wussow und Tom Cruise beschäftigt, dürften ab 20.15 Uhr wohl ohnehin nur noch enghosige, modebebrillte Hipster das Hops frequentieren. Wer wirklich mal ein filmisches und cinematographisches Meisterwerk sehen will, sollte am Samstagabend lieber ins Babylon-Kino pilgern, wenn der Film “Matchday” von den Jungs und Mädels von Block B dort seine internationale Premiere feiert. Inge bringt sogar seinen eigenen roten Teppich mit und Rene will sich angeblich sogar rasieren.

In diesem Sinne also,

AUF GEHTS JUNGS………

Patte

Liebe Gemeinde,

so gaaaaanz allmählich biegen wir in die Zielgerade der Saison 2012/2013 und für unsere Borussia geht es nunmehr tatsächlich noch um den Einzug ins internationale Geschäft.

Nach dem Sieg bei der Eintracht in Frankfurt stehen nun zwei Heimspiele in Folge an. Mit Bremen und Hannover kommen da zwei zwar unangenehme aber dennoch auch lösbare “Kaliber” in den Park.

Doch kurz ein Blick zurück. Nach dem schwer erkämpften Erfolg in Frankfurt lamentierte deren Trainer Armin Veh über die vermeintliche Destruktivität unserer Jungs. Hierzu zwei Anmerkungen: Zum Einen fand ich das Spiel der Borussia in der ersten Hälfte alles andere als destruktiv, während man sich in Durchgang zwei (meiner Meinung nach wenigstens anfangs ohne große Not) zu sehr in die Defensive drängen ließ. Zum Anderen, lieber Armin, möchte ich ihre Vorwürfe mit einer Replik meines geschätzten Schmusi kontern, der Ihnen ganz sachlich und fundiert entgegenhält: “ÄTSCHIBÄTSCHI!!!!!!!!!!!”

Damit aber genug vom Rumgetuchel des Vehwechen. Wenden wir uns unserer Partie gegen Werder am Samstagabend zu.

Von der Hops-VIP-Lounge, auch Sofa, genannt vernehme ich schon Tinas glockenhelle Stimme: “Bremen hat ne Krise…..”. Und in der Tat haben die Jungs von der Weser schon deutlich bessere Zeiten erlebt. Und ein bißchen bekommt man als Außenstehender den Eindruck, dass so langsam aber sicher auch am “Denkmal” von Thomas Schaaf gerüttelt wird. Als leidgeprüfter Borusse weiß ich aber, dass so eine Krise auch gern dann vorbeigeht, wenn alles sich gegen einen verschworen zu haben scheint.

Wir sollten also vorsichtig sein und die Norddeutschen erst nehmen. Denn trotz der Krise haben die einige recht gute Jungs in ihren Reihen, allen voran Marko “Kosmonautovic” (O-Ton René), bei dem aber auch oft Genie und Wahnsinn einhergehen.

Bis auf den gelbgesperrten Fußballgott Thorben Marx sind bei Lulus Jungs alle Mann an Bord. Auch ist Juan Arango endlich wieder einsatzfähig und so darf man neben der Besetzung der Mittelfeldzentrale auch gespannt darauf sein, ob Lulu Younes in der Startelf läßt, was ich persönlich begrüßen würde; auch und vor allem in heimischen Park.

Letztlich können wir in den nächsten beiden Spielen nämlich in der Tat die Voraussetzungen schaffen, auch im kommenden Jahr wieder europäisch spielen zu können. Zu schön waren doch die Touren nach Istanbul, Marseille oder Rom. Wie schön war es doch, Fußballeuropa zu zeigen, wie amtlicher Support funktioniert, ohne sich zu benehmen wie ne offene Hose.

Mit zwei Siegen (ich wage gar nicht dran zu denken) könnten wir uns im Kampf um die Plätze dort vorne schön breit machen und wer weiß, vielleicht geht ja in dieser verrückten Spielzeit (was den nicht vorhandenen Abstiegskampf und das Rennen um Europa angeht) ja auch noch was in Richtung Platz vier. Obwohl……ich will da jetzt nicht zu vermessen sein….

Die Berliner Fohlen und die Hopsborussen werden hoffentlich in voller Mannschaftsstärke am Samstag am Start sein. Der ein oder andere wird sich vielleicht vorher noch die Konferenz ansehen. In jedem Fall wird Ronny ab spätestens 17.30 Uhr Platzverweise im Raucherraum erteilen, bis dahin sollten etwaige Dortmunder oder Schalker Event-Fans ihre Brause ausgetrunken haben. Howie will endlich wieder Pfeffis mit der prophetischen Ines trinken, um anschließend dem Torschluck zu huldigen. Schmusi, mit dem man auch gern mal beim Einkaufen ein Schwätzchen nach Hausfrauenart halten kann, hofft neben dem Einsatz vom “kleenen Younes” auch auf Filip Daems, dessen Routine unser Routinier aus Wittenau so schätzt. Und Momo kann nach langer Zeit endlich mal wieder ein Spiel der Elf vom Niederrhein wahrhaftig sehen und muss sich nicht mit kryptischen Livetickern oder grenzdebilen Arbeitskollegen herumschlagen.

Und sonst so? Da blickt man am Wochenende gebannt dem Derby entgegen…..alle warten drauf und können es kaum erwarten, wenn diese beiden Traditionsclubs aufeinander treffen. Ein von heissen Duellen und unzähligen Randnotizen geschwängertes Aufeinandertreffen. Nahezu niemand kann sich der Aura, die dieses Duell umweht, entziehen. Das 103.Sachsenderby zwischen Erzgebirge Aue und Dynamo Dresden verspricht auch in der aktuellen Auflage einiges an Spannung und Dramatik.
Der Bundespräsidentenpfarrer Joachim Gauck hat aber mal richtig den Arsch voll Ärger. Da siehste mal, Achim, wer die Tugendwächterinnen des Gutmenschentums kritisiert, bekommt nen #Sturm voll Scheiße. Ich persönlich möchte den #Aufschrei-Netzwerkerinnen zutweeten: “Atmet mal ganz locker durchs Dirndl und beschäftigt Euch doch mal mit den wirklichen, realen Problemen, anstatt irgendwelche Pseudodebatten zu entfachen, die am eigentliche Thema aber mal sowas von vorbeigehen.”
Das Projekt hat Tim Wiese nun offenbar vollends aus dem Kader geschmissen….Mensch Timmy…..aber da kannste die Zeit nun nutzen, dir mal die Teams anzusehen, die wirklich in der Champions League spielen.

Ob aber nun Frauen, die zwitschern, Torhüter, die einen zwitschern, ob Derby oder nicht, übermorgen gilt es für unsere Jungs im Park und für uns im Hops, alles dafür zu tun, dass wir die drei Punkte behalten und weiter dafür arbeiten, nach Europa zu kommen. Denn nicht nur Gregor will mal an den Sandstrand von Tenriffa oder in Kopenhagen telefonieren.

In diesem Sinne,

Patte Borowka

Liebe Gemeinde,

nach dem kämpferisch starken Auftritt gegen die gelb-schwarze Koalition des Grauens, steht nun die nächste schwere Prüfung bevor. Unsere Jungs müssen am Freitag bei Eintracht Frankfurt antreten. Die Mannschaft von Trainer Armin “ich hab sowas von keinen Bock auf Euch Reporter” Veh ist die Überraschung der Saison. Nicht glorios aber gnadenlos effizient und schwer zu spielen, so präsentiert sich aktuell die ehemals “launische Diva vom Main”. Ähnlich wie wir in der letzten Spielzeit surfen die Hessen auf einer Welle, die sie auch Rückschläge verarbeiten läßt.

Und eben solch einen Rückschlag würden wir den Frankfurtern gern verpassen. Denn bei allem Respekt vor der bisherigen Saisonleistung, auch die Hessen haben ihre Schwächen. Eine besondere Rolle spielt hierbei der ehemalige Borusse Anderson, der gemeinsam mit Zambrano, jetzt nicht unbedingt die sicherste und spielstärkste Innenverteidigung der Liga darstellt. “YOUNES”, höre ich hier einige wieder zwischen Friedrichshain und Neuss rufen……gemach, Freunde der gepflegten Pop-Hysterie….gemach….

Natürlich machte Amin Younes gegen den BVB ein gutes Spiel und wir alle haben uns beim Ausgleichstreffer natürlich für “den Kleenen” gefreut. Doch ist der Quirl auf zwei Beinen jetzt nicht der Allheilsbringer. Wer Favre kennt, weiß, dass er Talente (zu?) behutsam aufbaut und der Schweizer tut gut daran, auch wenn unsere Ungeduld manchmal Oberhand über das Fachwissen und die Vernunft gewinnt. In Frankfurt sind Herrmann und Arango wieder mit dabei, Luuk de Jong durfte von Beginn an spielen. Natürlich kann Favre Younes wieder hinter die Spitze stellen und Herrmann auf die rechte Mittelfeldposition. In meinen Augen wäre dies die einzige denkbare Lösung, die den kleinen Deutsch-Libanese in die Startelf spülen würde.

Denn Younes im rechten Mittelfeld wäre Favre, so vermute ich, eine Ecke zu defensivschwach. Hier hat wohl Lukas Rupp, der gegen die Bananenschwenker aus Köln-West endlich mal gut spielte, wohl die Nase vorn. Klar, kann man nun einwenden, die Offensivpositionen variieren bei Favre ohnehin. Numerisch beginnt Herrmann hinter den Spitzen, um dann mit Arango die Flügel zu bearbeiten usw. Doch wird unser Lulu dieses Risiko in der Hauptstadt der Geldverbrenner und Investmentbetrüger eingehen?

Man darf auf jeden Fall gespannt sein und ich bin sicher, dass das Quartett de Jong/Arango/Herrmann/Younes sicher noch ordentlich Betrieb machen wird – ob nun schon am Freitag bleibt abzuwarten.

“Und was ist mit Hanke”, höre ich es vom Halensee her rufen……..Nun zugegebeben, etwas überraschend kam sie schon, die Bekanntgabe des Nicht-Verlängerns des Vertrages mit Mike Hanke. Wobei die Betonung auf “Bekanntgabe” liegt. Denn wenn man, wie von beiden Seiten betont, seit September verhandelt, bzw nicht (mehr) verhandelt, dann kommt diese Schlußfolgerung, nämlich das Arbeitsverhältnis zu beenden, nicht unbedingt aus dem Nichts. Abgesehen davon bleibt bei mir immer noch die Frage bestehene, warum Hanke nicht zum Ende des vergangenen Jahres das, laut eigener Aussage “unterschriftsreife” Vertragspapier mit seinem Wilhelm versehen hat.

Für Hanke als Typ tut es mir leid. Er hat immer alles gegeben und ich bin sicher, er wird sich auch die restliche Saison für Borussia reinhängen. Doch sportlich hat es sich abgezeichnet. Schon im Winter hat man mit Igor de Camargo einen ähnlichen Spielertypen abgegeben. Und in meinen Augen hat man Hanke auch nur behalten, weil der Markt nichts Adäquates hergegeben hat, sprich: einen schnellen, spielstarken und möglichst noch torgefährlichen Stürmer.

Das man nun in diversen Foren und auf sozialen Netzwerken Krokodilstränen weint gehört genauso zum Geschäft, wie das Beenden der Zusammenarbeit eben auch. Man hätte Hanke auch hängen lassen können und im Sommer rauswerfen können. Man hätte noch bis April/Mai warten können, in der Hoffnung, ein “unbelasteter” Mike macht noch die ein oder andere Hütte. Borussia entschied sich für die jetzt bekanntgegebene Lösung – man kann dies gut oder schlecht finden, sie ist aber in jedem Fall ehrlich und fair. Denn alle Beteiligten wissen nun, woran sie sind und Hanke (und sein , huppsa, ach so überraschter Berater) haben nun genug Zeit sich einen neuen Klub zu suchen. Doch natürlich werden in den nächsten Tagen und vielleicht auch Wochen, die Schmierlappen vom Boulevard wieder die ein oder andere Blendgranate zünden, um eine “Good Boy, Bad Club” Geschichte zu konstruieren. Den Leuten, deren IQ höher ist, als der eines Springerjournalisten (und das sind Gotttseidank sehr, sehr viele) sollte das egal sein. Und wer weiß, vielleicht können wir am 24.März dem “Iron Mike” ja die ein oder andere Behausung in Berlin anbieten, wenn sich denn die Gerüchte über ein Engagegement bei der Berliner Hertha bestätigen sollten.

Und sonst so? Spielen grad mit den Bayern und den Dortmundern die Doofen gegen die ganz Doofen…..der “deutsche Clasico”, wie findige Boulevardbüttel getitelt haben……mal abgesehen davon, dass der Clasico in Spanien durch die Vielzahl von Wettbewerben und die Dominanz von Baca und Real mittlerweile ein “Permantico” (O-Ton Sven) geworden ist, frag ich mich bei solchen “Schlagzeilen”, ob es in deutschen Redaktionsstuben nur noch Pferdelasagne mit Psychopharmakapasta gibt. Aber nun gut…..Bayern gegen Dortmund ist das Viertelfinale des DFB-Pokals und es treffen die momentan besten Teams Deutschlands aufeinander….das ist alles……und hat nichts mit Klassikern, Clasicos oder Klassenfahrten zu tun.

Peer Steinbrück ist mal wieder in einem Fettnapf verschwunden. Ich mein, natürlich hat der Mann recht, wenn man sieht, dass die Wahlen dort von einem Komiker und einem senilen und notgeilen Mafioso gewonnen werden, von “Clowns” zu sprechen aber bitte, Peer…..schonmal was von Diplomatie gehört? Und abgesehen davon, die Merkel geht mir auf die Nerven wie ein eingeklemmter Zehnagel aber wie wäre es denn mal, liebe SPD, wenn Ihr mal mit Inhalten und Programmatik anfangen würdet? Wer nur pöbelt, der fliegt irgendwann aus der Kneipe.
Die Bahn gibt zu, sich bei ihrem legendären und zukunfstweisenden Projekt “Stuttgart 21″ kräftig verzockt zu haben. Falls noch irgendwer einen Beweis brauchte, dass die sogenannten Topunternehmen Deutschlands von Spielern, Nichtskönnern und Laiendarstellern geführt werden: Bitteschön…..aber der Kunde (Entschuldigung, wir als Nutzer der Bahnen sind keine Kunden sondern Transportgut) fängt das finanzielle Desaster schon auf, wetten?

Ungeachtet aber dessen, wer mit welchem Verkehsrmittel ins Hops kommt, wer sich mit klassischer oder moderner Musik heiß macht und wer sich vielleicht auch als Clown verkleiden möchte, wenn wir, gestärkt durch Sebastians “Bayern-Chili” unsere Plätze einnehmen: am Freitag wird angefeuert, supportet, unterstützt! Tim kommt extra in langer Hose. Rene hat sich den alten Ballontrainingsanzug von 1988 ausm Schrank geholt, da er beim Fortschritt Friedrichshain inzwischen als Otto Rehhagel reüssiert. Schmusi bringt mit Hilfe von Ralph einen 4-Liter-Bembel, gefüllt mit feinem hessischem “Stöffsche” mit. Ronny und Ralph treten in der Halbzeit als Heinz Schenk und Lia Wöhr auf, Vande unterstützt die Beiden als “Blauer Bock”.
Oder hab ich das jetzt verwechselt? Egal, andere verwechseln links und rechts, wieder andere halten Oliver Pocher für lustig und RTL2 für nen Fernsehsender und noch andere denken, ihre Haartolle ist ein Heiligenschein. Von daher schließe ich heute mit einem hessischen Sprichwort, welches da lautet: “Wenns vonne klemmt un hinne zieht, weißte manschmol gaa net, wies dir blüht. Un wie isch des Lebe deut, gehts de Mensche wie de Leut”

AUF GEHTS GLADBACH, KÄMPFEN UND SIEGEN!!

In diesem Sinne,

Patte