Fast jeder siebte Deutsche armutsgefährdet
November 27, 2009 in Allerlei von Mr. Yesbo
In Deutschland ist fast jeder Siebte von Armut betroffen. Im Jahr 2007 waren durchschnittlich 15 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Damit blieb der Wert im Vergleich zum Jahr 2006 unverändert. Vor Berücksichtigung der staatlichen Sozialleistungen lag die Quote im Jahr 2007 sogar bei 24 Prozent.
Als armutsgefährdet galt im Jahr 2007 ein Bürger mit einem Einkommen von weniger als 913 Euro monatlich. Für eine Familie mit zwei Kindern unter 14 Jahren belief sich dieser Grenzwert auf 1917 Euro monatlich. Als armutsgefährdet wird jemand eingeschätzt, wenn er zum Zeitpunkt der Erhebung arm ist. Der Begriff Armutsgefährdung soll verdeutlichen, dass sich dies etwa durch eine neue Arbeitsstelle wieder ändern kann.
Besonders oft waren allein Erziehende von Armut betroffen. In Haushalten mit einem allein erziehenden Elternteil lag bei mehr als jeder dritten Person (36 Prozent) eine Armutsgefährdung vor. In Haushalten mit Kindern lag die Quote bei 13 Prozent.
In Haushalten ohne Kinder waren 17 Prozent aller Personen armutsgefährdet. Besonders betroffen waren hier allein lebende Menschen: 30 Prozent der allein lebenden Frauen und 28 Prozent der allein lebenden Männer verfügten 2007 über ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Etwa jeder fünfzehnte Erwerbstätige (sieben Prozent) war im Jahr 2007 trotz Arbeit armutsgefährdet. Bei Arbeitslosen stieg die Quote um fünf Prozentpunkte auf 56 Prozent.
