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Deutsche haben kein Vertrauen mehr zu Banken

März 4, 2010

Fast die Hälfte der Deutschen hat nach der Finanzkrise kein Vertrauen mehr in die Banken. In die deutschen Finanzinstitute verloren 43,1 Prozent der Bundesbürger ihr Vertrauen und in ihren persönlichen Bankberater immerhin noch 41,6 Prozent, wie aus einer am Donnerstag in Berlin veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens GfK im Auftrag der Berliner Agentur “diffferent” hervorgeht. Vor allem die Älteren von 51 bis 65 Jahren trauen den Banken nicht mehr. In dieser Altersgruppe verloren 60,2 Prozent ihr Vertrauen. Dagegen vertrauen trotz Finanzkrise nach wie vor zwei Drittel (65,3 Prozent) der jüngeren Generation von 18 bis 34 Jahren den deutschen Banken.

Die Marken der jeweiligen Banken wurden laut der Studie durch die Krise sehr unterschiedlich in Mitleidenschaft gezogen. Die öffentlichen-rechtlichen Institute stehen dabei an der Spitze. Das Marken-Ranking führen die Sparkassen mit einem für die Untersuchung entwickelten Stärke-Index von 49,3 an, gefolgt von den Volksbanken und Raiffeisenbanken mit einem Wert 42,8. Vor allem die Marken der Privatbanken büßten dagegen bei den Kunden an Attraktivität und Stärke ein. So erreichte die Deutsche Bank den Wert 33,9, die Commerzbank 27,7, die Citibank 24,5 und die HypoVereinsbank 20,8. Die Postbank kam immerhin auf 37,5. Stärker schnitten die Direktbanken ab. Die ING DiBa kam auf 41,0 und die DKB auf 35,4.

In Steueraffäre geht es offenbar um mehr Geld als bekannt

Februar 4, 2010

In der Affäre um deutsche Steuersünder in der Schweiz geht es einem Zeitungsbericht zufolge offenbar um wesentlich mehr Geld als bekannt. Bislang hätten Experten angenommen, dass die von einem Informanten angebotene Datensammlung dem Fiskus 100 Millionen Euro einbringen könnte, berichtet die “Süddeutschen Zeitung”. Tatsächlich hätten die Anleger offenbar weit mehr Steuern hinterzogen als zunächst geschätzt. Die Datensammlung betreffe die Züricher Bank Credit Suisse, die nach eigenen Angaben keine Kenntnis von einem Datenklau habe.

In gut informierten Behördenkreisen hieß es dem Bericht zufolge, es handle sich um einen der größten Komplexe von Steuerhinterziehung durch Deutsche überhaupt. Es solle sich nicht nur um Fälle handeln, die schon mehrere Jahre zurückliegen. Ein Teil der dokumentierten Kontobewegungen solle aus dem Jahr 2008 stammen.

Interne Dokumente der Credit Suisse deuteten darauf hin, dass sich in der Vergangenheit der überwiegende Teil deutscher Credit-Suisse-Kunden, die ihr Vermögen in der Schweiz angelegt hätten, vor dem Fiskus versteckt haben könnte, schrieb die “SZ”. Aus den Unterlagen lasse sich folgern, dass die Bank “historisch bedingt” überwiegend Kunden betreut habe, die ihr Vermögen ganz oder teilweise nicht versteuert hätten.

Diese Kunden wünschten “nur selten” Kontakt zur Bank, wegen der “Entdeckungsgefahr”. Für sie stünden “Diskretion und Bankgeheimnis im Vordergrund”. Ein Sprecher der Credit Suisse sagte der “SZ”, die Bank könne zu den Dokumenten derzeit nichts sagen.

Einem Zeitungsbericht zufolge sollen unterdessen die Wuppertaler Steuerfahnder noch heute grünes Licht für den Ankauf einer CD mit Schweizer Kontodaten von 1500 mutmaßlichen Steuerhinterziehern aus Deutschland bekommen. Wie das “Handelsblatt” unter Berufung auf Finanzverwaltungskreise berichtet, hat auch das nordrhein-westfälische Finanzministerium seine juristischen Prüfungen abgeschlossen. Das Ergebnis: Sollten die Steuerfahnder auf das Angebot verzichten, würden sie sich laut “Handelsblatt” womöglich einer Strafvereitelung im Amt schuldig machen.

Schufa bietet künftig einmal im Jahr kostenlose Auskunft

Februar 4, 2010

Verbraucher können künftig einmal pro Jahr kostenlos bei der Kreditauskunft Schufa ihre gespeicherten Daten abrufen. Möglich ist dies laut Schufa ab 1. April. Interessierte Verbraucher müssen dann nach Angaben eines Sprechers aber jedes Jahr einen neuen Antrag stellen, einen Dauerantrag auf Auskunft soll es nicht geben.

Den Auskunftsantrag können Verbraucher telefonisch, über das Internet oder in einem der Schufa-Zentren stellen. Sie erhalten die Übersicht über die gespeicherten Daten dann direkt online oder per Brief, nicht aber in den Schufa-Büros vor Ort. Unklar ist nach Angaben des Sprechers noch, inwieweit sich die kostenlose Auskunft von den kostenpflichtigen Diensten unterscheiden wird, die die Schufa auch weiterhin – und auch nicht nur einmal jährlich – anbietet.

Mit der kostenlosen Auskunft kommt die Schufa neuen gesetzlichen Pflichten nach, denen zufolge alle Auskunfteien Verbrauchern ab April einmal jährlich kostenlos Auskunft über die gespeicherten Daten geben müssen. Die Schufa speichert Daten zu Konten, Krediten und etwa Mobilfunkverträgen von Verbrauchern. Daraus errechnet sie einen sogenannten Score, der Auskunft über Zahlungskraft und Zahlungsmoral und damit über die Kreditwürdigkeit eines Kunden geben soll.

Schlechte Scores können für Verbraucher, die einen Kredit aufnehmen, einen Miet- oder Handyvertrag abschließen möchten, schwerwiegende Folgen haben. Bei schlechten Werten verlangen Banken höhere Zinsen oder verweigern Kredite sogar komplett.

Verbraucherschützer kritisieren das Verfahren schon lange als oftmals willkürlich. Eine Studie im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums von vergangenem Jahr belegte zudem, dass die gespeicherten Daten der Schufa und anderer Auskunfteien oft falsch sind.

Verbraucherschützer krtitisieren “Wucher” bei Abhebegebühren bei Banken

Januar 31, 2010

Banken und Sparkassen geraten wegen der teils hohen Gebühren fürs Geldabheben an Automaten fremder Institute zunehmend unter Druck. “Was die Banken da betreiben, ist kollektiver Wucher”, sagte der Chef des Verbraucherzentralen-Bundesverbandes (vzbv), Gerd Billen. Die Fremdgebühren an Geldautomaten hätten mit Marktpreisen nichts mehr zu tun. “Hier wird auf dem Rücken der Verbraucher ein Verdrängungswettbewerb geführt.”

Billen forderte das Kartellamt auf, zu prüfen, “ob die Banken verbotene Absprachen getroffen haben”, wie er bild.de sagte. Ein Sprecher des Bundeskartellamts erklärte auf Anfrage von bild.de, dass das Amt sich das Thema “anschaue”. Es lägen Beschwerden von Wettbewerbern und Verbrauchern vor.

Laut einer Untersuchung der Finanzberatung FMH in Frankfurt am Main sind im vergangenen halben Jahr die Gebühren fürs Fremdabheben durchschnittlich um 13 Prozent auf 5,64 Euro pro Auszahlung gestiegen. Zehn Geldhäuser verlangen demnach von Kunden fremder Institute mittlerweile sogar zehn Euro pro Vorgang. Zu diesen Instituten gehören zum überwiegenden Teil Genossenschaftsbanken, aber auch Sparkassen und eine Direktbank. Branchenangaben zufolge schlägt ein Abhebevorgang bei einem Fremdinstitut tatsächlich mit 60 Cent zu Buche.

Billen kritisierte, die Gebühren würden zum Teil 20mal so hoch liegen wie die Kosten. Zweitens würden die Kosten “nur sehr versteckt ausgewiesen”, die Kunden würden “erst auf dem Kontoauszug” Klarheit haben. Drittens würden Geldautomaten teilweise für die Kunden von Konkurrenten komplett gesperrt.

Neue Regeln für Bankkunden treten in Kraft

November 2, 2009

Ab heute treten in Deutschland neue Regeln für Bankkunden in Kraft. So sind Lastschriften ab sofort europaweit möglich. Auch sollen Überweisungen innerhalb der Europäischen Union schneller beim Empfänger ankommen. Dafür entfällt der Abgleich von Kontonummer und Namen des Empfängers, auch ist ein Rückruf von Überweisungen nicht mehr möglich.

Bei einigen Banken müssen Kunden den neuen Regeln zufolge bei Verlust ihrer Bankkarten bis zu 150 Euro des möglichen Schadens selbst tragen, ähnliches gilt für das Onlinebanking. Die neuen Regeln basieren auf einer EU-Richtlinie zum Zahlungsverkehr (SEPA).