Deutschland

von Mr. Yesbo

Google bei Street-View-Widersprüchen mit Technikproblemen

August 18, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Mit Technikproblemen ist beim Internetkonzern Google die Widerspruchsfrist für den Straßenbilderdienst Street View angelaufen. Hausbesitzer und Mieter können seit heute auch über das Internet Einspruch einlegen, was zunächst aber nicht auf allen Internet-Programmen möglich war, wie Google bestätigte. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) forderte eine Verlängerung der Widerspruchsfrist auf acht Wochen.

Die vergangene Woche angekündigte Online-Funktion für Hausbesitzer und Mieter stehe “ab sofort” auf der Internetseite von Google zur Verfügung, teilte Google Deutschland in Hamburg mit. Mit dem Internet-Werkzeug könnten Verbraucher ihre Immobilie bei dem umstrittenen Straßenbilderdienst unkenntlich machen lassen, bevor Street View wie angekündigt zum Jahresende auch in Deutschland an den Start geht. Daneben könnten Verbraucher nach wie vor per Brief oder E-Mail Widerspruch einlegen.

Die Widerspruchsfrist laufe wie geplant am 15. September um 24.00 Uhr aus, teilte Google mit. Damit hielt Google trotz Kritik von Verbraucherschützern und Politikern an seinem bisherigen Zeitplan fest.

Verbraucherschutzministerin Aigner hatte bereits zu Wochenbeginn eine deutliche Verlängerung der Frist gefordert, um Hausbesitzern und Mietern auch in den Bundesländern genug Zeit für einen Widerspruch zu geben, in denen momentan noch Sommerferien sind. Nun forderte die Ministerin eine Verlängerung von vier auf acht Wochen. “Eine Verdopplung der Frist wäre wünschenswert”, sagte eine Sprecherin von Aigner.

Ein Google-Sprecher bestätigte, dass das neue Widerspruchsformular im Internet in den ersten Stunden nach dem Start “nicht auf allen Internet-Browsern funktioniert” habe. Probleme habe es unter anderem mit dem Internet Explorer von Microsoft gegeben, sagte der Google-Sprecher. Den Browser nutzen zwei Drittel der Internetnutzer. Am Nachmittag erklärte das Unternehmen den Fehler für behoben.

Politiker von FDP und SPD sprachen sich erneut für klare Gesetze für Internet-Dienste wie Street View aus. Es müsse dafür gesorgt werden, dass Unternehmen sich vor Veröffentlichung von Daten wie bei Street View künftig “in vielen Fällen” erst die Genehmigung von Verbrauchern einholen müssen, sagte FDP-Rechtsexperte Christian Ahrendt “Handelsblatt Online”. SPD-Medienexperte Siegmund Ehrmann erklärte, die Widerspruchsrechte von Verbraucher müssten “besser abgesichert” werden.

von Mr. Yesbo

Aigner kritisiert Street-View-Widerspruchsfrist als zu kurz

August 16, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat die vierwöchige Widerspruchsfrist für den umstrittenen Straßenbilderdienst Street View von Google als zu kurz kritisiert. Vor allem für Bundesländer, in denen derzeit Ferien seien, halte sie “eine Verlängerung für zwingend erforderlich”, sagte Aigner am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Sie werde deswegen weiter mit Google über eine Ausdehnung der Frist verhandeln, sagte die Ministerin.

Der US-Internetkonzern Google will Mietern und Hausbesitzern in Deutschland ab dieser Woche ermöglichen, bis 15. September mit einer speziellen Anwendung Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser einzureichen. Allerdings nannte der Konzern auch am Montag auf Anfrage keinen genauen Termin, ab wann die Widersprüche möglich sein werden. Widersprüche per Brief oder E-Mail können nach Angaben des Unternehmens bereits eingereicht werden.

Google hatte angekündigt, Street View noch in diesem Jahr für die 20 größten deutschen Städte zu starten. Mit Street View können Internet-Nutzer sich in Fußgängerperspektive durch die Straßen von Städten bewegen und Rundum-Panoramen der Straßenzüge betrachten. Der Dienst ist bei Datenschützern umstritten, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät.

von Mr. Yesbo

Klare Regeln für Street View

August 14, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Verbraucherschützer haben von der Bundesregierung klare Datenschutz-Regeln für Internet-Straßenbilderdienste wie Google Street View gefordert. Das Recht auf Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Fotos bei solchen Diensten, auf denen Wohnhäuser, Menschen oder Autos mit Nummernschildern zu sehen sind, müsse gesetzlich verankert werden, forderte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Google wollte unterdessen noch immer nicht mitteilen, wann genau ab kommender Mieter und Hausbesitzer Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Immobilien über das Internet einlegen können.

Ob ein Widerspruchsrecht für die Veröffentlichung von Bildern bei Internet-Diensten wie Google Street View grundsätzlich besteht, ist “nach geltender Rechtslage strittig”, erklärte der vzbv. Die gesetzliche Verankerung eines Widerspruchsrechts sei deshalb nötig. “Bisher betrachtet Google dies eher als Kulanz”, erklärte der vzbv. Auch Politiker der Regierungskoalition und anderer Parteien hatten in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit Street View gesetzliche Regelungen zum besseren Schutz der Privatsphäre gefordert. Daneben müsse klargestellt werden, dass Unternehmen, die in Deutschland Daten sammeln, auch deutschen Datenschutzrecht unterliegen, forderte der vzbv.

Google hatte diese Woche angekündigt, seinen umstrittenen Bilderdienst Street View noch in diesem Jahr zunächst für die 20 größten deutschen Städten zu starten. Mit Street View können Internet-Nutzer sich in Fußgängerperspektive durch die Straßen von Städten bewegen und dabei Rundum-Panoramen der Straßenzüge betrachten. Street View gibt es bereits in 23 Ländern.

Der Dienst ist bei Datenschützern umstritten, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät. Google bot Mietern und Hausbesitzern in Deutschland deswegen an, deren Häuser unkenntlich zu machen. Ab der kommenden Woche können Mieter und Hausbesitzer in den betroffenen 20 Städten für vorerst vier Wochen – bis zum 15. September – vorab Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen ihrer Gebäude einzulegen. Wann genau diese Einspruchsmöglichkeit über die Google-Internetseite möglich sein wird, wollte der Konzern wie bereits in den vergangenen Tagen nicht bekannt geben.

Der vzbv riet Mietern und Hausbesitzern, sie sollten “bei der aktuell hitzigen Debatte eine kühlen Kopf bewahren und sich nicht verunsichern lassen”. Letztlich gehe es um die Frage, ob sie wollten, dass bei Google künftig eine Straßenansicht ihres Hauses öffentlich verfügbar sei. Wollten sie dies nicht, sollten sie einfach widersprechen.

von Mr. Yesbo

Verbände rufen zu Widerstand gegen Google Street View auf

August 11, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Nach dem Verband der Hauseigentümer hat auch der Deutsche Mieterbund (DMB) dazu aufgerufen, Widerspruch gegen das Street-View-Projekt von Google einzulegen. Ebenso wie Datenschützern ist den Verbänden die von dem Internetkonzern dafür eingeräumte Frist von noch vier Wochen viel zu kurz. Politiker der Opposition warfen der Regierung vor, sich von Google überrumpeln zu lassen.

“Ich empfehle allen Hauseigentümern und Mietern, die nicht wollen, dass ihr Haus, ihr Garten, ihre Wohnung über Google Street View im Internet vermarktet wird, Widerspruch einzulegen”, erklärte DMB-Direktor Lukas Siebenkotten. Ebenso wie das Bundesministerium für Verbraucherschutz und weitere Verbände stellte der DMB dafür auf seiner Internetseite Musterbriefe bereit.

Der Eigentümerverband “Haus & Grund Deutschland” verwies darauf, dass Haus- und Wohnungseigentümer ein Recht darauf haben, dass Bilder ihrer Häuser geschwärzt werden, so dass diese nicht bei Google Street View erscheinen. Verbandspräsident Rolf Kornemann kritisierte in der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” zudem die Höhe, aus der die Google-Fotos gemacht wurden: “Hecken und Zäune, die als Sichtschutz gedacht sind, wurden so umgangen.”

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar wandte sich im Sender N24 gegen die Absicht von Google, das von dem Unternehmen versprochene Internet-Werkzeug für Widersprüche nach vier Wochen abzuschalten. Zudem sei unklar, auf welchem Weg danach Widerspruch eingelegt werden könne. Der für Google in Deutschland zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar forderte Google auf, die gesetzte Vier-Wochen-Frist zu verlängern.

Vorsichtig äußerte sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). “Wir müssen sehr sorgfältig darauf achten, wann Quantität in Qualität umschlägt und aus etwas Normalem, der Blick auf eine Häuserfassade mit Klingelschildern und Briefkästen, ein weltweit möglicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen werden kann”, sagte er den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Er kenne zwar noch keine Details. “Aber ich begrüße das Widerspruchsrecht, das Google einräumt”, fügte der Minister hinzu.

“Die Bundesregierung hätte längst eine solide gesetzliche Grundlage zum Schutz der Privatsphäre im Internet schaffen müssen”, erklärte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann. Er warf Google zugleich vor, die Menschen mit dem Vorhaben zu überrumpeln.

von Mr. Yesbo

Deutsche Post startet Online-Brief

Juli 15, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Verbraucher können künftig elektronische Briefe sicher über das Internet verschicken. Die Deutsche Post startete am Mittwoch ihren neuen Online-Brief, der technisch einer E-Mail gleicht, aber “genauso verbindlich, vertraulich und verlässlich” sein soll wie herkömmliche Briefe auf Papier, wie der Konzern in Bonn mitteilte. Das Porto für den “E-Postbrief” soll demnach wie bei normalen Briefen 55 Cent kosten.

Verbraucher können sich ab sofort kostenlos eine Adresse für den neuen elektronischen Briefversand bei der Post sichern, wie der Konzern mitteilte. Dies sei über eine spezielle Internetseite der Post möglich. Das Online-Brief-Konto werde dann nach einer persönlichen Identifizierung in einer Post-Filiale freigeschaltet. Für die Identifizierung sei der Personalausweis oder ein Reisepass nötig. Bei den Adressen für den Online-Brief handle es sich um E-Mail-Adressen, bestehend aus dem Vor- und Nachnamen sowie der Endung “@epost.de”.

Die Deutsche Post bietet damit als erstes Unternehmen in Deutschland einen solchen Online-Brief an. Online-Briefe sollen den rechtssicheren Briefverkehr über das Internet ermöglichen, etwa zwischen Verbrauchern und Behörden oder Unternehmen für den Versand offizieller Schreiben oder von Rechnungen. Die Bundesregierung muss hierfür aber noch die Regularien festlegen. Diese treten voraussichtlich im kommenden Jahr in Kraft. Verschicken und empfangen können Nutzer den Online-Brief der Post damit schon jetzt, wirklich rechtssicher ist der E-Postbrief aber erst ab dem kommenden Jahr.

Nutzer des Online-Briefs könnten künftig wählen, ob die Internet-Briefe elektronisch zugestellt oder von der Post ausgedruckt und durch einen Briefträger übermittelt werden, teilte die Deutsche Post mit. Der Preis bleibe dabei der gleiche. Auch sei es möglich, besonders wichtige Dokumente künftig als Einschreiben zu verschicken oder Farbausdrucke von Briefen zu machen. Solche Zusatzleistungen kosteten allerdings extra.

Mit dem E-Postbrief bringe die Post “das Briefgeheimnis ins Internet”, erklärte der fürs Briefgeschäft des Konzerns verantwortlich Vorstand, Jürgen Gerdes. Bei dem Verfahren wird die Information verschlüsselt übermittelt. Dadurch soll verhindert werden, dass Dritte die Information mitlesen oder manipulieren können – was bei herkömmlichen E-Mails nicht gewährleistet ist. Durch die einmalige Identifizierung der E-Postbrief-Teilnehmer in einer Filiale bestehe zudem Gewissheit über die Identität von Absender und Empfänger.

Die Deutsche Post hatte ihren Online-Brief von langer Hand vorbereitet. Dabei kooperiert sie zunächst mit einer Gruppe anderer Unternehmen und der Bundesregierung, die zusammen ein “De-Mail” genanntes Verfahren für den Versand sicherer elektronischer Briefe entwickelten. Jedoch verabschiedete sich die Post aus dem Projekt.

Der Online-Brief der Wettbewerber aus dem De-Mail-Projekt wird erst im kommenden Jahr starten. Zu den beteiligten Unternehmen gehören die Deutsche Telekom und die E-Mail-Anbieter GMX und Web.de. Dort können sich Verbraucher bislang nur Adressen für den Internet-Briefversand reservieren. Die Telekom hatte bereits angekündigt, Nutzern “eine Anzahl” von Online-Briefen kostenlos gewähren zu wollen.

von Mr. Yesbo

Mission “Vierter Stern” beginnt gegen Australien

Juni 13, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Für das DFB-Team um Trainer Joachim Löw beginnt mit dem Gruppenspiel gegen Australien die WM erst richtig. Deutschland will mit einem Sieg in die Mission “Vierter Stern” starten.

Jubiläum für Joachim Löw, Bewährungsprobe für die neue deutsche Fußball-Generation: Nach über vier Wochen Vorbereitung hat das lange Warten endlich ein Ende. Die deutsche Nationalmannschaft will mit einem gelungenen Turnierauftakt frühzeitig die Weichen für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft stellen, an deren Ende am 11. Juli der vierte Stern stehen soll.

Die Zuversicht, gut in die Endrunde in Südafrika zu starten und nach 1954, 1974 und 1990 zum vierten Mal den Titel nach Deutschland zu holen, ist beim Vize-Europameister vor dem ersten Vorrundenspiel am heutigen Sonntag (20.30 Uhr/ZDF und Sky live) in Durban gegen Australien sehr groß.

“Das ist die beste Nationalmannschaft, in der ich je gespielt habe. Es gibt mehr Qualität als noch vor der WM 2006 und der EM 2008. Wir haben viel mehr spielerische Typen und spielen nicht mehr typisch deutsch. Wir wollen mit einem Sieg starten. Man spürt, dass die junge Mannschaft sehr hungrig und gut drauf ist”, sagte Kapitän Philipp Lahm am Freitag im Trainingsquartier Velmor Grande.

Jubiläum für Löw

Auch Löw, der am Sonntag zum 50. Mal als Bundestrainer auf der Bank sitzen wird, demonstrierte Selbstvertrauen. “Wir hätten nicht mehr tun können. Meine Vorstellungen wurden sehr gut umgesetzt. Ich habe ein gutes Gefühl und bin sehr optimistisch”, betonte Löw im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Ein Hauch von Unsicherheit ist vor dem Abflug am Samstagvormittag von Lanseria nach Durban aber offensichtlich doch noch vorhanden, zumal Löw den jüngsten Kader seit 76 Jahren in ein großes Turnier schickt. “Man weiß vor so einer WM natürlich nicht, wozu die Mannschaft fähig sein wird. Das Potenzial hat sie auf jeden Fall, auch für die Zukunft”, sagte der DFB-Coach dem SID. Bei einer WM gäbe es aber “viele Unwägbarkeiten. Das ist ein ganz schmaler Grat. Aber ich habe volles Vertrauen in diese Mannschaft.” Das hat auch Vize-Kapitän Bastian Schweinsteiger: “Unsere jungen Spieler vermitteln einen starken Eindruck, da kann etwas Großes entstehen.”

Sieg wichtig fürs Selbstvertrauen

Das Durchschnittsalter der DFB-Auswahl liegt bei nicht einmal 25 Jahren. Auch deshalb sein ein Sieg “sehr wichtig”, verdeutlichte der Bundestrainer: “Das gibt der Mannschaft mit Blick auf das zweite Spiel mehr Ruhe und Selbstbewusstsein. Ansonsten gerät man schon unter Druck.”

Den defensivstarken “Aussies” will Löw ein 4-2-3-1-System entgegensetzen. “Wir müssen viel über außen spielen, weil es in der Mitte extrem eng wird. Die Außenbahnen müssen offensiv besetzt sein und wir müssen mit hohem Tempo spielen. Wenn wir behäbig aufbauen, stehen die Australier sofort wieder in ihrer Grundordnung”, umriss er die Marschrichtung.

Auch seine “Doppel-Sechs” mit Sami Khedira und Bastian Schweinsteiger forderte er deshalb auf, “immer wieder offensiv zu werden. Ansonsten haben wir mit vier, fünf offensiven Spielern gegen neun defensive Australier wenig Chancen.” Zumal der Gegner in der Abwehr “fast perfekt” spielen würde: “Sie haben unter diesem Trainer in 27 Spielen 17 oder 18 Mal zu null gespielt. Das gibt es weltweit nicht so oft. Sie spielen zudem sehr körperbetont.”

Auch deutsche Tugenden gefragt

Deshalb seien neben spielerischer Klasse auch die deutschen Tugenden gefragt. “Leidenschaft und Kampf setze ich voraus. Der kommende Weltmeister muss vom Kampf beseelt sein, aber er wird natürlich auch gut und mit Tempo Fußball spielen müssen”, meinte Löw.

Zu seinen personellen Planungen wollte sich der Bundestrainer auch am Freitag noch nicht äußern. Er überlege noch, “welche Spieler gegen diese Australier prädestiniert sind”. Außerdem wolle er sich “nicht zu früh” festlegen: “Es kann immer etwas passieren. Ich will auch noch den letzten Eindruck abwarten. Oft ist es eine Entscheidung aus dem Gefühl heraus.”

Nach derzeitigem Stand gibt es aber nur eine offene Position – die auf der rechten offensiven Außenbahn. Piotr Trochowski und Thomas Müller sind die Kandidaten. “Abwarten. Beide habe eine gute Vorbereitung hingelegt”, meinte Löw dazu. Auch bei seinem zuletzt formschwachen Torjäger Miroslav Klose wolle er noch das Abschlusstraining abwarten. Dennoch ist davon auszugehen, dass der WM-erprobte Münchner Stürmer in Durban auflaufen wird.

von Mr. Yesbo

Kosten für Lebensunterhalt im Mai um 1,2 Prozent gestiegen

Juni 11, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Mai gestiegen. Im vergangenen Monat mussten die Verbraucher für ihren Lebensunterhalt 1,2 Prozent mehr ausgeben als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Berufung auf endgültige Zahlen mit. Im April hatte die Inflationsrate bei 1,0 Prozent gelegen, im März bei 1,1 Prozent und damit erstmals seit über einem Jahr über der Ein-Prozent-Marke. Im Vergleich zu April stiegen die Preise im Mai um 0,1 Prozent. Die endgültigen Zahlen bestätigten vorherige Schätzungen des Bundesamtes.

Wie in den Vormonaten stiegen auch im Mai die Preise für Mineralölprodukte besonders kräftig, teilten die Statistiker mit. Bereits seit März 2010 müssen die Verbraucher demnach steigende Energiepreise hinnehmen. Besonders stark habe sich der Preisanstieg bei Mineralölprodukten (plus 17,9 Prozent) auf die Teuerungsrate ausgewirkt. Auch Strom verteuerte sich um 2,9 Prozent. Die binnen Jahresfrist rückläufigen Preise für Gas (minus 9,3 Prozent) sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (minus 12,0 Prozent) konnten den Preisanstieg bei den anderen Energieprodukten demnach nicht ausgleichen.

Für Nahrungsmittel mussten Verbraucher im Mai 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat zahlen. Teurer wurden binnen Jahresfrist dem Bundesamt zufolge vor allem Obst (plus 6,2 Prozent) und Gemüse (plus 4,2 Prozent). Der Preisanstieg bei Speisefetten und -ölen von 6,4 Prozent sei weiterhin von der Preisentwicklung bei Butter (plus 20,2 Prozent) geprägt. Die Preise für Nahrungsmittel lagen demnach im Mai 2010 den dritten Monat in Folge über dem Vorjahresniveau.

von Mr. Yesbo

115 Millionen Euro Bußgelder gegen Brillenglashersteller

Juni 11, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Die Verbraucher in Deutschland haben jahrelang zu viel für Brillen bezahlt: Die fünf führenden Brillenglashersteller hierzulande haben sich verbotenerweise über Preise abgesprochen und damit “den Wettbewerb in diesem Markt über Jahre fast vollständig zum Erliegen gebracht”, wie das Bundeskartellamt erklärte. Die Firmen – darunter Rodenstock, Zeiss und Essilor – und der auch beteiligte Verband der Augenoptiker müssen daher ein Bußgeld von insgesamt 115 Millionen Euro zahlen.

Die fünf Firmen erhöhten ihre Preise gegenüber den Augenoptikern “regelmäßig in abgestimmter Form”, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Leidtragender sei letzten Endes der Verbraucher gewesen, an den diese Preissteigerungen weitergereicht worden seien.

Die Unternehmen sprachen sich nach den Ermittlungen des Kartellamtes in zwei Gesprächskreisen ab. Vertreter der Hersteller trafen sich demnach seit Mitte 2000 regelmäßig im sogenannten HERRZ-Kreis, benannt nach den Anfangsbuchstaben der Firmen Hoya Lens, Essilor, Rupp+Hubrach, Rodenstock und Zeiss. Sie vereinbarten Preiszuschläge, Konditionen, Rabatte und Boni für die Augenoptiker.

Im Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) gab es zudem einen “Arbeitskreis Preisstrukturen”, in dem die Hersteller ihre Unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) gegenüber den Optikern absprachen. Viele Optiker richten sich beim Verkaufspreis von Brillengläsern nach diesen UVP der Hersteller. Laut Kartellamt wurden “zumindest bei Treffen im Jahr 2005″ Kalkulationen der Optiker offen gelegt und Änderungen für die kommenden drei Jahre abgestimmt.

Das Kartellamt stützt seine Erkenntnisse auf Durchsuchungen bei den Unternehmen und beim ZVA Mitte 2008. Der Anfangsverdacht habe sich nicht auf Hinweise eines Kronzeugen gestützt, betonte die Behörde. Im Lauf des Verfahrens arbeiteten einige Unternehmen aber eng mit den Ermittlern zusammen – der Firma Rodenstock etwa gewährte das Amt daher eine “erhebliche” Reduktion des Bußgeldes. Auch Hoya Lens, Zeiss und der ZVA erreichten mit Kooperation eine geringere Strafzahlung.

Die Unternehmen können gegen die Bußgeldbescheide noch Einspruch einlegen. Zwei Firmen und der ZVA haben sich aber schon bereiterklärt, das Verfahren einvernehmlich zu beenden, wie das Kartellamt erklärte.

von Mr. Yesbo

Fall Bögerl: 50 Hinweise nach Phantombild-Veröffentlichung

Juni 3, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Nach Veröffentlichung eines Phantombildes im Entführungsfall Maria Bögerl haben sich bei der Polizei rund 50 Hinweisgeber aus der Bevölkerung gemeldet. Ob diese Hinweise die Ermittler auf eine konkrete Spur führen können, werde derzeit ermittelt, sagte ein Polizeisprecher in Heidenheim. Die Behörden hatten am Dienstag das Phantombild eines 30 bis 40 Jahre alten Mannes veröffentlicht, den Staatsanwaltschaft und Polizei im Zusammenhang mit der Entführung der Bankiersfrau Bögerl vom 12. Mai als Zeuge suchen.

Der Mann auf dem Phantombild soll am Nachmittag des Tattages in Heidenheim-Nietheim gesehen worden und auch als Anhalter unterwegs gewesen sein. Mit einem weiteren Unbekannten könnte er sich zudem vormittags unweit der Wohnung des Opfers in Heidenheim-Schnaitheim aufgehalten haben. Die beiden Männer könnten möglicherweise neue Hinweise in dem Entführungsfall geben, hieß es bei den Ermittlern.

Die 54-jährige Maria Bögerl war aus dem Haus der Familie in ihrem eigenen Auto entführt worden. Der Wagen wurde später im Hof des Klosters Neresheim gefunden. Kurz danach hatte sich der Entführer beim Ehemann des Opfers gemeldet und 300.000 Euro Lösegeld gefordert. Der Bankier legte das Geld dann zwar wie gefordert an einem mit einer Deutschland-Flagge markierten Platz an der A 7 ab. Doch das Lösegeld wurde nicht abgeholt. Seither gab es keinen Kontakt und auch kein Lebenszeichen mehr von der Frau.

Auch ein verzweifelter Appell der Familie in der ZDF-Sendung “Aktenzeichen XY” erbrachten bislang keinen Durchbruch. Bei der Ermittlungskommission “Flagge” gingen in dem mysteriösen Fall bislang 1860 Hinweise ein, aus denen sich mehr als 1000 Spuren ergaben. Davon wurden nahezu 800 bislang bearbeitet.

von Mr. Yesbo

Angespielt – Neue Titel für PC und Konsolen

Juni 3, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Viele sehen Deutschlands Chancen auf den Sieg bei der Fußball-WM durch die Verletzung von Michael Ballack sinken. Auf dem virtuellen Rasen des dazugehörigen Videospiels von Electronic Arts scheinen die Chancen dagegen größer. Denn die digitalisierte Form des “Capitano” Ballack tritt zu den Partien in zehn nachgebildeten WM-Stadien an.

Die virtuelle WM lässt sich bei der gelungenen Simulation mit jeder der 32 qualifizierten Mannschaften in den Originalgruppen des realen Vorbilds gewinnen. Hat sich das favorisierte Land nicht qualifiziert, lässt sich die Qualifikation auf der Konsole nachholen mit einem von insgesamt 199 National-Teams. Zum Einsatz kommt bei “FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010″ die gute Spielmechanik der Fußball-Simulation “FIFA 10″. An Steuerung und Spielbarkeit lässt sich kaum etwas aussetzen. Viele Kicker sehen ihren realen Vorbildern sehr ähnlich.

Wer frei von Höhenangst ist, turnt in “Prince of Persia: Die vergessene Zeit” von Ubisoft durch Persien. Um das Königreich vor dem Untergang zu bewahren, meistert der Spieler akrobatische Sprungeinlagen in bewährter Manier und setzt sich in manchen Situationen gegen ganze Heerscharen von Gegnern zur Wehr. Misslingt eine der teils sehr schwierigen Geschicklichkeitspassagen, lässt sich die Zeit für ein paar Sekunden zurückdrehen. Dies geht allerdings nicht beliebig oft. Darüber hinaus gefriert der Spieler Wasserfontänen und nutzt sie als Klettergerüst. Zwischendurch gilt es immer wieder, kleinere Rätseleinlagen zu lösen. Freunde des Prinzen kommen voll auf ihre Kosten.

Wer es gerne gruselig mag, greift in Microsofts “Alan Wake” zu Taschenlampe und Leuchtmunition. In der Rolle eines unter einer Schreibblockade leidenden Schriftstellers durchlebt der Spieler in der Dunkelheit einen Albtraum nach dem anderen. Dessen Frau verschwindet, er leidet unter Gedächtnisverlust und Schatten-Zombies lauern ihm im Dunkeln auf. Seine wichtigste Waffe zur Verteidigung ist eine Taschenlampe, denn die Schattenwesen fürchten das Licht. Das Spiel von Licht und Schatten sorgt für eine dichte Atmosphäre und reichlich Spannung. Die Welt von Bright Falls erinnert sehr an die Mysterie-Serie “Twin Peaks”, inklusive schrulliger Charaktere. Das Gruselabenteuer zieht den Spieler sofort in den Bann.

Rockstars “Red Dead Redemption” lässt Cowboy-Träume in einer offenen Westernwelt wahr werden. Die Entwickler der beliebten Actionreihe “Grand Theft Auto” haben das Spielfeld einfach in den Wilden Westen zu Anfang des 20. Jahrhunderts verlegt. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Ex-Banditen John Marston, um Bandenchef Bill Williamson das Handwerk zu legen. Wer das erste Mal auf dem Pferd durch das fiktive New Austin reitet, wird vermutlich zunächst innehalten und die imposante Weitsicht sowie die tolle Atmosphäre genießen. Spielerisch bietet der Titel gewohnt abwechslungsreiche Action in GTA-Manier.

Rennspielfreunde können sich zurzeit gleich an mehreren Titeln erfreuen. In Sonys leicht zugänglichem Arcade-Rennspiel “Mod Nation Racers” steht die Kreativität im Mittelpunkt. Herzstück ist ein hervorragender Streckeneditor. Damit lassen sich ohne Vorkenntnisse sehr schnell abwechslungsreiche Strecken erstellen. Das Anlegen von Steigungen oder richtigen Bergen geht leicht von der Hand. Auch die Fahrer und ihre Untersätze lassen sich umfangreich modifizieren. Dank Online-Unterstützung gibt es reichlich Nachschub.

Rasanter geht es in Activisions sehr gutem Rennspiel “Blur” zur Sache – dank zahlreicher auf dem Asphalt liegenden Extras. Sie geben dem eigenen Wagen beispielsweise einen Nitroschub oder legen alle Konkurrenten im Rennen lahm. Die Power-Ups sind effektreich in Szene gesetzt. Vor allem der Mehrspieler-Modus ist gelungen. Disney Interactive’s “Split/Second: Velocity” bietet ähnlich hohes Tempo und tolle Drifts. Füllt sich eine Anzeige durch Drifts oder Windschatten-Fahren auf, lassen sich Gebäudeteile an der Strecke sprengen, um vorausfahrende Kontrahenten zu behindern oder auszuschalten. Das Ganze ist leicht zugänglich und grafisch hübsch in Szene gesetzt.

Wii-Besitzer sollten sich unbedingt das Jäger-Epos “Monster Hunter Tri” ansehen. Das Action-Rollenspiel erfordert Einarbeitung, belohnt aber mit fordernden Kämpfen in einer detailreichen Fantasywelt. Ebenfalls einen Blick wert ist das Action-Rollenspiel “Nier” von Square Enix mit epischer Story, aber nur durchschnittlicher Grafik.

von Mr. Yesbo

Lena Meyer-Landrut gewinnt den Eurovision Song Contest

Mai 30, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Lena Meyer-Landrut hat am Samstagabend für Deutschland den 55. Eurovision Song Contest in Oslo gewonnen. Ihr Titel “Satellite” gewann 246 Punkte. Auf den zweiten Platz kam die Türkei mit 170 Zählern vor Rumänien, das 162 Punkte erreichte. Deutschland erhielt aus neun Ländern die Höchstzahl von zwölf Punkten.

Meyer Landrut sagte, es sei ein wahnsinnig tolles Gefühl gewesen, dass bei ihrem Auftritt in der Halle in Oslo plötzlich alle gejubelt, mitgemacht und sich gefreut hätten. Das sei unglaubliches und einschneidendes Erlebnis in ihrem Leben gewesen, dass sie nie vergessen werde, auch wenn sie nicht gewonnen hätte. “Ich hab’ das alles noch gar nicht richtig realisiert”, sagte sie. “Es ist echt gerade noch ein Schockzustand, weil ich wirklich nicht damit gerechnet habe.” Sie wolle erst einmal den Moment genießen. Sie dankte Stefan Raab, der die Castingsendung für den Vorausscheid in Deutschland moderiert hatte, und den Zuschauern, die sie damals ins Rennen für den Eurovision Song Contest geschickt hatten. “Ihr seid schuld”, sagte sie.

Für Deutschland ist es in der Geschichte des Wettbewerbs nach 28 Jahren der zweite Sieg nach Nicoles “Ein bisschen Frieden” von 1982. 25 Länder standen im Finale in der Osloer Telenor Arena. Meyer-Landrut ging auf dem 22. Startplatz ins Rennen. Während ihres Auftritts brandete in der Halle mehrfach Jubel auf.

Die Finalwertungen jedes Landes setzten sich jeweils zur Hälfte aus dem Televoting und einer Jurywertung zusammen. Zuschauer aus 39 Ländern konnten per Telefon und SMS abstimmen. Für den Teilnehmer des eigenen Landes durften die Zuschauer nicht stimmen. Erstmals war die telefonische Abstimmung bereits ab Beginn der Sendung möglich.

von Mr. Yesbo

Deutsche und spanische Polizei fassen Zahlungskartenbetrüger-Bande

Mai 29, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Die deutsche und die spanische Polizei haben eine Bande von Zahlungskarten-Betrügern gefasst. Der Kopf der Bande und die acht übrigen Mitglieder seien im spanischen Valencia gefasst worden, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Freitag mit. Die Bande aus Rumänien hatte demnach schon 2006 ahnungslose Kunden in Deutschland ausgespäht. Die Kriminellen manipulierten laut BKA vor allem Zahlungsterminals in Baumärkten und Gärtnereien. Damit erbeuteten sie demnach allein in Deutschland 4,4 Millionen Euro. Kriminelle kopieren beim sogenannten Skimming EC- oder Kreditkarten und greifen die Geheimnummer ab, um die Konten der Betroffenen dann leerzuräumen.

Bereits 2006 war die Polizei den Angaben zufolge den Tätern auf der Spur. 2008 und 2009 seien dann mehrere Täter in Deutschland festgenommen worden. Eine Spur führte dabei demnach nach Spanien, wo das BKA mit der Spanischen Nationalpolizei zusammenarbeitete. Die dortigen Ermittlungen hätten dann zu einer großangelegten Durchsuchung geführt, bei der am Mittwoch die Bandenmitglieder festgenommen worden seien und die Werkstatt zur Herstellung der Manipulationstechnik ausgehoben worden sei. Die Bande war den Erkenntnissen zufolge auch Spanien weiterhin aktiv.

von Mr. Yesbo

Aigner erwartet Start von Googles Street View nicht in diesem Jahr

Mai 25, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Der Internetriese Google wird nach Ansicht von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) seinen Straßenfoto-Dienst Street View in diesem Jahr noch nicht in Deutschland starten. Es habe bereits eine fünfstellige Zahl von Bürgern Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser eingelegt, und jede Woche würden es mehr, sagte Aigner den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Dienstagsausgaben). Das werde den Start verzögern. Aufgrund der Welle von Widersprüchen vermute sie, dass der von Google Ende 2010 geplante Start des Projektes wohl verschoben werden müsse.

Google habe zugesichert, vor der Freischaltung von Street View alle Widersprüche umzusetzen und generell auf allen Bildern die Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich zu machen, sagte Aigner der WAZ. Zugleich forderte Aigner erneut eine “lückenlose Aufklärung” von Verstößen durch Google gegen den Datenschutz im Zuge der Erfassung von W-LAN-Netzen in Wohngebieten. Google hatte für Street View persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet, auch in Deutschland.

von Mr. Yesbo

DIW-Chef fordert Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25 Prozent

Mai 18, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat angesichts der defizitären Staatsfinanzen eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf bis zu 25 Prozent zur Diskussion gestellt. “Eine Erhöhung des Normalsatzes von 19 Prozent auf 25 Prozent brächte jedenfalls dauerhaft über 50 Milliarden Euro Einnahmen”, sagte Klaus Zimmermann der in Erfurt erscheinenden “Thüringer Allgemeine”. Das Bundesfinanzministerium äußerte sich ablehnend.

Zimmermann sagte, 50 Milliarden Euro seien der Betrag, “der mindestens benötigt wird, um das strukturelle Defizit der öffentlichen Haushalte, das auch bei passabler Konjunkturentwicklung bleibt, zu decken”, sagte der Instituts-Chef. Die Mehrwertsteuer sei einfach zu erheben und ergiebig. “Ohne Steuererhöhungen wird es kaum gehen”, sagte Zimmermann.

Ein solcher Schritt wäre nicht hilfreich und wenig zielführend, sagte dagegen der Parlamentarische Staatssekretär im Finanzministerium, Steffen Kampeter (CDU), dem Sender NDR Info. “Ein brutaler Anstieg der Mehrwertsteuer würde den Konsum in Deutschland zusammenbrechen lassen.” Die Staaten der Welt forderten von Deutschland aber genau das Gegenteil, “nämlich dass wir unseren Konsum stabilisieren, um die Weltwirtschaft zu stabilisieren”. Entscheidend seien nicht einzelne Maßnahmen, sondern ein Gesamtkonzept, um die Staatsverschuldung zu reduzieren.

von Mr. Yesbo

Ermittlungen gegen Lidl wegen verseuchtem Käse

Mai 15, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Die Staatsanwaltschaft Heilbronn hat nach einem Bericht des “Spiegel” im Zusammenhang mit den Todesfällen durch verseuchten Käse Ermittlungen gegen Verantwortliche des Discounters Lidl eingeleitet. Ihnen werde ein möglicher Verstoß gegen das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch vorgeworfen, berichtete das Nachrichtenmagazin. Demnach solle untersucht werden, ob der Discounter den Käse des österreichischen Herstellers Prolactal verkauft hat, obwohl dieser mit Listerien verseucht war. Diese Bakterien können schwere Infektionskrankheiten auslösen. Laut “Spiegel” starben seit Herbst in Deutschland und Österreich mindestens sieben Menschen.

Lidl hatte am Tag nach einer Warnung der Europäischen Union am 22. Januar “aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes” vor dem Verzehr des Käses gewarnt und zwei Käsesorten zurückgerufen. Drei Wochen später riet der Discounter in einer weiteren Mitteilung, den Käse auf keinen Fall zu essen. Nach dem ersten Rückruf hatte aber ein Hesse noch den Käse gegessen und war an den Folgen gestorben, berichtete das Blatt. Ein Sprecher der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch sagte dem “Spiegel”, es zeige sich hier, wie wenig das Verbraucherinformationsgesetz wirke. Wirksame Gesetze hätten sichergestellt, dass die Bevölkerung sofort und unmissverständlich gewarnt worden wäre.

von Mr. Yesbo

Deutschen Flughäfen droht ab Montag Schließung wegen Asche

Mai 15, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Flughäfen in Deutschland droht nach einem Pressebericht wegen der Vulkanasche aus Island ab Montag erneut die Schließung. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen bestätigte der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” Hinweise des Deutschen Wetterdienstes, wonach von Montag an mit einer erhöhten Konzentration von Vulkanasche im deutschen Flugraum zu rechnen sei. Es sei dann mit einer Sperrung einiger oder aller deutschen Flughäfen von Montag 20 Uhr an bis zum Mittwoch zu rechnen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Luftfahrtkreise.

Trifft die Prognose der Meteorologen zu und bleibt das Wetter in den nächsten Tagen unverändert, werden Vertreter der deutschen Fluglinien an diesem Sonntag über ihr weiteres Vorgehen entscheiden, sagte ein Sprecher der DFS. Passagieren, die nächste Woche einen Flug von einem deutschen Flughafen antreten wollen, rät die Behörde in Langen daher, die aktuellen Internet-Informationen ihrer Fluggesellschaft abzufragen. Im April hatte der isländische Vulkan Eyjafjöll fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt.

von Mr. Yesbo

Google sammelt private Daten für Street View

Mai 15, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Der Internetriese Google hat eingeräumt, für seinen umstrittenen Dienst Street View in mehr als 30 Ländern persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet zu haben, auch in Deutschland. “Wir bedauern diesen Fehler zutiefst und sind entschlossen, daraus Lehren zu ziehen”, schrieb Google-Manager Alan Eustace in seinem Internet-Blog. Das Verbraucherschutzministerium kritisierte den Fall scharf.

Google hatte bisher erklärt, für seinen Straßenfoto-Dienst Street View lediglich den Namen und die Adresse von Drahtlosnetzwerken (WLAN) zu speichern. Eustace, der stellvertretender Leiter der Google-Forschungsabteilung ist, räumte nun jedoch ein, dass die speziell ausgerüsteten Fahrzeuge, die in mehr als 30 Ländern Fotos von Straßenzügen und Häusern gemacht haben, aus ungesicherten Netzwerken auch private Daten der Internetnutzer gesammelt haben.

Nach Google-Angaben wurden persönliche Daten im Umfang von insgesamt 600 Gigabyte gespeichert. Eustace machte keine Angaben dazu, um welche Art von Daten es sich dabei handelt. Dies könnten beispielsweise E-Mails und andere Informationen sein, die über Netzwerke ohne Passwort verschickt wurden.

Die Speicherung sei wegen eines Programmierfehlers “versehentlich” geschehen, erklärte Eustace. “Das Vertrauen der Menschen zu erhalten, ist für alles, was wir tun, entscheidend, und in diesem Fall haben wir das verfehlt.” Sein Konzern habe die Panne entdeckt, nachdem die Hamburger Datenschutzbehörde eine entsprechende Anfrage gestellt habe. Google werde die Daten “so schnell wie möglich” vernichten und werde dazu Kontakt zu den Behörden der betroffenen Länder aufnehmen. Die Street-View-Fahrzeuge seien einstweilen gestoppt worden.

Es sei “alarmierend”, dass Google offenbar über Jahre hinweg in private Datennetze “eingedrungen” sei, erklärte ein Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums. Der Vorgang sei “ein weiterer Beleg dafür, dass Datenschutz für Google noch immer ein Fremdwort ist”. Der Konzern müsse endlich offenlegen, welche Daten bei Street View erfasst, gespeichert, vernetzt und vermarktet werden – und wie die unzulässig erhobenen Angaben gelöscht werden.

In Deutschland gibt es zahlreiche Widerstände gegen den Straßenfoto-Dienst. Deswegen hatte sich Google mit Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) darauf geeinigt, dass Street View in Deutschland erst gestartet wird, wenn die von Bürgern eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt sind.

von Mr. Yesbo

Serverpanne sorgt für Störungen im deutschen Internet

Mai 14, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Offenbar hat der Ausfall mehrerer Großserver bei einem der zentralen Internetdienstleister in Deutschland am Mittwoch bundesweit zu Störungen geführt. Das Problem sei gegen 13.30 Uhr entdeckt worden, teilte die Domain-Registrierstelle Denic in Frankfurt am Main mit. Der Fehler sei zwar inzwischen behoben, es könne jedoch noch immer zu Störungen kommen.

Die Großserver der Denic registrieren und verwalten – vereinfacht gesagt – die Adressen aller Internetseiten mit einer .de-Endung. Fallen sie aus, können Webbrowser auf Computern diese nicht finden – und Suchanfragen laufen ins Leere. Dies war am Mittwoch über einen längeren Zeitraum der Fall.

Laut Denic wurde beim Aufrufen von Internetseiten mit der .de-Endung am Mittwoch über mehrere Stunden fälschlicherweise mit “Domain existiert nicht” geantwortet, obwohl die Internetadressen existieren. “Damit waren diese Domains nicht erreichbar”, teilte die Denic mit.

Die Registrierstelle setzte nach Bekanntwerden der Störung nach eigenen Angaben “unmittelbar ein Notfallteam” ein, das den Fehler “lokalisiert” und dann nach und nach behoben habe. Laut Denic sollte ab 15.45 Uhr wieder ein “korrekter Service gewährleistet” gewesen sein. Allerdings räumte die Registrierstelle ein, dass es auch nach diesem Zeitpunkt möglicherweise weiter Probleme gegeben habe.

“Wir bedauern diesen Vorfall. Der Fehler ist identifiziert und das Problem behoben”, teilte die Denic mit, machte aber keinen genauen Angaben zur Ursache und Umfang des Problems. Weitere Details sollten “nach einer eingehenden Analyse” mitgeteilt werden. Ein Denic-Mitarbeiter sagte “Spiegel Online”, der Fehler sei nicht durch einen gezielten Angriff von Hackern ausgelöst worden.

Eine Sprecherin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte die Panne. Zu Ausmaß und Ursache der Störungen könne die Behörde jedoch ebenfalls keine Angaben machen. Wie der Domainanbieter Domainfactory aus Ismaning bei München mitteilte, fielen am Nachmittag zeitweise sämtliche sechs sogenannten Nameserver der Domain-Registrierstelle Denic in Frankfurt am Main aus. Die Denic habe das Problem nach knapp einer Stunde wieder beheben können.

von Mr. Yesbo

Griechenland erhält 110 Milliarden Euro Notkredite

Mai 3, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben ein beispielloses Rettungspaket für Griechenland geschnürt. Das hoch verschuldete Land soll in den kommenden drei Jahren Notkredite von bis zu 110 Milliarden Euro erhalten. Deutschland muss bis zu 22,4 Milliarden Euro tragen.

Das Hilfspaket umfasst bis zu 80 Milliarden Euro von den Euro-Staaten und weitere 30 Milliarden Euro vom IWF, wie der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, nach einem Krisentreffen in Brüssel mitteilte. Das ist fast das Dreifache der 45 Milliarden Euro, die die Euro-Länder und der IWF Griechenland vor drei Wochen in Aussicht gestellt hatten.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) verteidigte die Hilfszusage von 22,4 Milliarden Euro allein aus Deutschland: “Es geht nicht um ein Schnäppchen für den deutschen Haushalt”, sagte er. Vielmehr wende die Entscheidung Schaden von der Gemeinschaftswährung ab. Wenn das Bundeskabinett die Hilfen am Montag billigt, sollen Bundestag und Bundesrat sie bis Freitag im Eilverfahren verabschieden.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy berief für den kommenden Freitag einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der 16 Euro-Länder ein. Es gehe darum, den Entscheidungsprozess abzuschließen und erste Lehren aus der Krise zu ziehen, erklärte Van Rompuy.

Im Gegenzug für die Hilfen muss die Regierung in Athen einen drakonischen Sparplan im Umfang von 30 Milliarden Euro umsetzen. Geplant sind Einschnitte bei den Renten sowie bei den Zulagen von Staatsbediensteten und eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 21 auf 23 Prozent. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou sprach von “großen Opfern” für die Bevölkerung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würdigte den griechischen Sparwillen: “Es handelt sich um ein sehr anspruchsvolles Programm”, sagte die Kanzlerin in Bonn. Mit Blick auf das Gesamtpaket fügte sie hinzu: “Ich glaube, dass es die einzige Möglichkeit ist, die Stabilität des Euro sicherzustellen.” Während der Sitzung der Euro-Finanzminister wurde erneut Kritik an der zögerlichen deutschen Haltung laut. “Ich habe beinahe die Geduld verloren”, sagte Juncker unter Verweis auf den wochenlangen Einigungsprozess.

von Mr. Yesbo

Deutsche nicht zufrieden mit Bildungspolitik

Mai 1, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Kinder in Bayern bekommen nicht zur selben Zeit Ferien wie Kinder in Bremen oder Niedersachsen. Manche Bundesländer starten früher in die freie Zeit als andere. Außerdem entscheiden die Bundesländer für sich, was Kinder lernen sollen. Viele Deutsche aber finden das nicht gut. Sie sind mit der Bildungspolitik in unserem Land unzufrieden. Das haben Forscher in einer Umfrage herausgefunden.

Zur Bildung gehören nicht nur die Schulen für Kinder. Auch in Hochschulen wird gelernt. Junge Leute machen dort ein Studium, um für ihren späteren Beruf fit zu sein. Sie studieren dort zum Beispiel Medizin oder lassen sich zum Lehrer ausbilden. Die Politiker in den einzelnen Bundesländern entscheiden über die Schulen und Hochschulen. Deswegen lernen Kinder in Baden-Württemberg nach anderen Regeln als Kinder in Bremen oder Hessen.

Viele Deutsche finden das nicht gut. Nur etwa jeder Dritte meint, dass es richtig ist, dass die Bundesländer über die Bildung bestimmen. Viele andere denken, die Politiker für ganz Deutschland sollten auch mitsprechen dürfen. In unserem Land gibt es verschiedene Regierungen. Die Regierung für ganz Deutschland entscheidet Dinge, die überall gelten sollen. Die Regierungen der einzelnen Bundesländer überlegen, was für ihr Land wichtig ist. Viele Deutsche meinen auch, dass die Politiker zurzeit zu wenig für die Bildung tun.