Fahrzeug

von Mr. Yesbo

Bund will 2011 Benzin mit höherem Biosprit-Anteil einführen

Juli 15, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Autofahrer sollen nach dem Willen der Bundesregierung ab kommendem Jahr Kraftstoff mit einem höheren Biosprit-Anteil tanken können. Zwei Jahre nach dem Aus der geplanten Biosprit-Verordnung gebe es einen neuen Vorstoß, Benzin mit einem Biosprit-Anteil von bis zu zehn Prozent zuzulassen, sagte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Mittwoch in Berlin. Autofahrer sollen an den Tankstellen demnach aber auch weiterhin normalen Kraftstoff tanken können, der bereits jetzt verpflichtend einen Biosprit-Anteil von bis zu fünf Prozent haben darf. Die Tankstellen sollen den herkömmlichen Kraftstoff “unbefristet” zusätzlich zum neuen Sprit mit dem zehnprozentigen Bio-Anteil verkaufen.

Der neue Kraftstoff mit dem höheren Bio-Anteil solle ab 2011 eingeführt werden, sagte der Sprecher des Umweltministeriums. Die Bundesregierung habe am Mittwoch eine Verordnungsermächtigung beschlossen, die es dem Bundesumweltministerium erlaubt, den Mineralölkonzernen die Einführung des Kraftstoffs mit dem höheren Bio-Anteil zu ermöglichen. Das Umweltministerium werde eine entsprechende Verordnung erlassen. Das Vorhaben müsse aber noch vom Bundesrat gebilligt werden. Mit der Biosprit-Verordnung setzt die Bundesregierung eine EU-Richtlinie um, die von den Mitgliedsstaaten fordert, den Biosprit-Anteil am Kraftstoffverbrauch zu erhöhen.

Ex-Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte vor zwei Jahren die Einführung des E10 genannten Kraftstoffs gestoppt, der bis zu zehn Prozent Bio-Ethanol enthält. Damals hatte es massive technische Bedenken an dem Vorstoß gegeben und drastischen Widerstand von Automobilclubs. Millionen von Fahrzeugen vor allem ausländischer Hersteller drohten nach Angaben der Autoindustrie den neuen Kraftstoff nicht zu vertragen. Befürchtet wurden unter anderem Schäden an Benzinpumpen und Benzinschläuchen. Widerstand regte sich auch deswegen, weil betroffene Autofahrer mit Fahrzeugen, die E10 nicht vertragen, dauerhaft auf das teurere Super Plus als Ersatz ausweichen sollten.

von Mr. Yesbo

Google sammelt private Daten für Street View

Mai 15, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Der Internetriese Google hat eingeräumt, für seinen umstrittenen Dienst Street View in mehr als 30 Ländern persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet zu haben, auch in Deutschland. “Wir bedauern diesen Fehler zutiefst und sind entschlossen, daraus Lehren zu ziehen”, schrieb Google-Manager Alan Eustace in seinem Internet-Blog. Das Verbraucherschutzministerium kritisierte den Fall scharf.

Google hatte bisher erklärt, für seinen Straßenfoto-Dienst Street View lediglich den Namen und die Adresse von Drahtlosnetzwerken (WLAN) zu speichern. Eustace, der stellvertretender Leiter der Google-Forschungsabteilung ist, räumte nun jedoch ein, dass die speziell ausgerüsteten Fahrzeuge, die in mehr als 30 Ländern Fotos von Straßenzügen und Häusern gemacht haben, aus ungesicherten Netzwerken auch private Daten der Internetnutzer gesammelt haben.

Nach Google-Angaben wurden persönliche Daten im Umfang von insgesamt 600 Gigabyte gespeichert. Eustace machte keine Angaben dazu, um welche Art von Daten es sich dabei handelt. Dies könnten beispielsweise E-Mails und andere Informationen sein, die über Netzwerke ohne Passwort verschickt wurden.

Die Speicherung sei wegen eines Programmierfehlers “versehentlich” geschehen, erklärte Eustace. “Das Vertrauen der Menschen zu erhalten, ist für alles, was wir tun, entscheidend, und in diesem Fall haben wir das verfehlt.” Sein Konzern habe die Panne entdeckt, nachdem die Hamburger Datenschutzbehörde eine entsprechende Anfrage gestellt habe. Google werde die Daten “so schnell wie möglich” vernichten und werde dazu Kontakt zu den Behörden der betroffenen Länder aufnehmen. Die Street-View-Fahrzeuge seien einstweilen gestoppt worden.

Es sei “alarmierend”, dass Google offenbar über Jahre hinweg in private Datennetze “eingedrungen” sei, erklärte ein Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums. Der Vorgang sei “ein weiterer Beleg dafür, dass Datenschutz für Google noch immer ein Fremdwort ist”. Der Konzern müsse endlich offenlegen, welche Daten bei Street View erfasst, gespeichert, vernetzt und vermarktet werden – und wie die unzulässig erhobenen Angaben gelöscht werden.

In Deutschland gibt es zahlreiche Widerstände gegen den Straßenfoto-Dienst. Deswegen hatte sich Google mit Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) darauf geeinigt, dass Street View in Deutschland erst gestartet wird, wenn die von Bürgern eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt sind.

von Mr. Yesbo

Toyota muss erneut hunderttausende Fahrzeuge zurückrufen

April 17, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Schwarze Serie für Japans Automobilkonzern Toyota: Einen Tag nach dem weltweiten Verkaufs- und Produktionsstopp der Lexus-Geländewagen hat die Firma am Freitag 600.000 Minivans vom Typ Sienna in den USA sowie 270.000 weitere in Kanada zurückgerufen. Seit Ende 2009 mussten bereits mehr als acht Millionen Toyota-Fahrzeuge in die Werkstätten zurück.

Der Rückruf betrifft die Sienna Minivans von 1998 bis 2010. Dabei handele es sich um Fälle von Korrosion an der Ersatzradbefestigung. “Im schlimmsten Fall kann sich die Befestigung lösen und das Ersatzrad vom Fahrzeug fallen, eine Gefahr für nachfolgende Fahrzeuge”, hieß es in einer Mitteilung des Weltmarktführers. Ob das Problem bereits zu Unfällen geführt habe, wurde nicht erwähnt. Die Firma arbeite an einer Lösung des Problems und schreibe bis dahin die Sienna-Besitzer an, damit sie ihr Auto in einer Werkstatt überprüfen ließen, hieß es.

Die Ankündigung erfolgte nur einen Tag, nachdem Toyota die Geländewagen GX 460 ihrer Luxusmarke Lexus aus dem Verkauf genommen und einen Produktionsstopp verhängt hatte. Die Vierradantrieb-Fahrzeuge sollen einem Verbrauchermagazin zufolge bei hohen Geschwindigkeiten Gefahr laufen, sich zu überschlagen.

Die Probleme sind Teil einer beispiellosen Pannenserie, in deren Verlauf seit Ende 2009 bereits mehr als acht Millionen Autos in die Werkstätten zurückgerufen werden mussten. Ein Problem bei Bremsen und Gaspedalen an anderen Modellen hatte mindestens 97 Schadenersatzklagen wegen Unfällen sowie 138 Sammelklagen gegen den drastisch gesunkenen Wiederverkaufswert der Fahrzeuge zur Folge. Im US-Kongress wurde die Führung des Konzerns wegen einer zu schleppenden Informationspolitik scharf kritisiert. Der Firma droht ein Bußgeld von 16,4 Millionen Euro.

Toyota hatte im Jahr 2008 den US-Konkurrenten General Motors als weltweite Nummer eins im Absatz abgelöst. Beobachter fragen sich mittlerweile, ob die einstige Vorzeigefirma in Sachen Innovation und Sicherheit womöglich ihre Standards vernachlässigte, um an den Spitzenplatz zu gelangen.

von Mr. Yesbo

Im Ausland besondere Verkehrsregeln berücksichtigen

März 24, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Andere Länder, andere Vorschriften – Autofahrer sollten sich vor Fahrten ins Ausland erkundigen, welche Besonderheiten die Straßenverkehrsvorschriften in den jeweiligen Transit- und Zielländern aufweisen.

In Bosnien und Herzegowina müssen Führerscheinneulinge aufpassen. Für Personen unter 23 Jahren, die ihren Führerschein kürzer als ein Jahr besitzen, gilt zwischen 23 Uhr und 5 Uhr früh ein Fahrverbot. Vielen Griechenland-Reisenden ist es schon zum Verhängnis geworden, dass in Griechenland ein in den Kreisverkehr einfahrendes Fahrzeug Vorrang hat. Außerdem ist hier Telefonieren am Steuer nur unter Verwendung einer kabellosen Freisprecheinrichtung (Bluetooth) erlaubt.

Rumänien sieht eigene Bestimmungen für den Fall einer Verkehrskontrolle vor: Der Fahrer ist verpflichtet, im Fahrzeug zu bleiben und mit den Händen am Lenkrad den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten. Auch mitfahrende Personen dürfen die Autotüren nicht öffnen. In der Slowakei sowie in Luxemburg dürfen Navigationsgeräte nicht in der Mitte der Windschutzscheibe platziert werden. Diese müssen am linken unteren Bereich der Windschutzscheiben-Innenseite angebracht werden. In Tschechien ist bei allen Verkehrskontrollen durch die Polizei ein Alkoholtest vorgeschrieben. In Spanien wiederum wird diktiert, dass während des Tankvorgangs sämtliche elektrische und elektromagnetische Geräte, also beispielsweise Mobiltelefone, Radio oder Fahrzeugbeleuchtung, abgeschaltet sein müssen.

Aber auch in Frankreich oder Finnland, Spanien oder Belgien lauern unbekannte Verkehrsregeln – und bei Übertretungen saftige Strafen, zumeist deutlich höher als hierzulande. Der stetige kontrollierende Blick auf den Tacho empfiehlt sich beispielsweise in Belgien. Wer auf den Autobahnen zwischen Antwerpen, Brüssel oder Liège mit Tempo 160 ertappt wird, muss mindestens 200 Euro zücken. Und die Belgier haben, wie inzwischen auch ihre französischen Nachbarn, die Autobahnen mit festinstallierten Kontrollen gespickt. Allerdings gibt es jeweils kurz vor Laser und Linse einen Warnhinweis. Ungewohnt auch dies: In Belgien verliert der vorfahrtsberechtigte Fahrer, der trotz Vorfahrt anhält, sein Vorrecht.

Ungewohnt für deutsche Autofahrer ist sicherlich das differenzierte Tempolimit auf Frankreichs Straßen und Autobahnen. So ist bei Nässe vorgeschrieben: Fuß vom Gas und Licht an. Das Landstraßenlimit von 90 Stundenkilometern sinkt beispielsweise auf 80 km/h.

Mitunter sehr schwer macht es Italien ausländischen Autofahrern. Wenden, Rückwärtssetzen oder Spurwechsel im Mautstellenbereich – derartige Fahrmanöver werden sowohl auf Autobahneinfahrten – vor Beginn der eigentlichen Autobahnstrecke – als auch auf der Autobahn selbst, auf Hilfsspuren, an Notrufsäulen und im Bereich der Autobahnausfahrten vor den Mautstellen besonders streng geahndet. In der Regel werden ein Bußgeld von mehreren Hundert Euro und ein Fahrverbot von mindestens zwei Monaten verhängt. Ist es zu spät, die Fahrspur zu wechseln, keineswegs zurücksetzen – sonst machen Sie sich strafbar. Betätigen Sie die Taste ´Help´, ´Richiesta di Intervento´ oder ´Assistenza´. Das Kontrollpersonal bewirkt dann die Ausgabe eines ´Quittungsstreifens´, den Sie in jedem Fall abwarten und herausziehen sollten. Anschließend können Sie weiterfahren. Anhand des Quittungsstreifens sei sodann die Bezahlung des ausstehenden Betrages bei einem Bediensteten an der nächsten, zur selben Autobahnbetreibergesellschaft gehörenden Zahlstelle, der nächsten als “Punto Blu” bezeichneten Zahlstation oder sogar vom Ausland aus möglich.

Immer wieder zu Ärger zwischen Touristen und der Obrigkeit führt eine andere italienische Spezialität: der Artikel 164 des Codice della Strada. Nach dieser Vorschrift muss jede nach hinten hinausragende Ladung mit einer Warntafel versehen werden – selbst ein eingeklappter Heckträger. Wichtig zu wissen für Surfer oder Wohnmobilisten und für die Polizei ein beliebter Anlass, den Protokollblock zu zücken.

von Mr. Yesbo

Erneuter Vorfall mit unkontrolliert beschleunigendem Toyota

März 9, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Auf einer US-Fernstraße hat es erneut einen Vorfall mit einem unkontrolliert beschleunigenden Toyota gegeben: Der 61-jähriger Fahrer eines Toyota Prius war auf der viel befahrenen Interstate 8 bei San Diego in Kalifornien unterwegs, als er nach Angaben der Autobahnpolizei merkte, wie sein Wagen von alleine immer schneller wurde. Obwohl er schließlich rund 145 Stundenkilometer schnell war, schaffte der erschreckte Fahrer es, die Polizei anzurufen.

Per Lautsprecher wiesen die Polizisten den Mann an, durch wiederholte Betätigung der Handbremse und dann Abschalten des Motors abzubremsen. Als der Toyota langsamer wurde, setzte sich ein Polizeiwagen vor ihn, fuhr in eine Haltebucht und brachte mit der hinteren Stoßstange das Auto endgültig zum Stehen. Der Vorfall wurde just an dem Tag bekannt, als Toyota mit einer technischen Demonstration Vorwürfe entkräften wollte, Probleme mit dem elektronischen Kontrollsystem hätten zu plötzlicher und ungewollter Beschleunigung geführt.

Toyota hatte in den vergangenen Monaten weltweit wegen Schwierigkeiten mit Gaspedalen und Bremsen mehr als acht Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen müssen, darunter sechs Millionen in den USA. Das Problem mit dem klemmenden Gaspedal wollte der Hersteller mit dem Einsetzen eines zusätzlichen Bauteils beheben. In den USA werden mittlerweile 52 Todesfälle mit den technischen Problemen bei Toyota-Fahrzeugen in Verbindung gebracht. Die Zahl der eingegangenen Beschwerden über plötzliche und ungewollte Beschleunigung von Toyota-Autos stieg Medienberichten zufolge auf 3300.

von Mr. Yesbo

Toyota ruft in Deutschland rund 200.000 Autos zurück

Februar 4, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Vom geplanten Rückruf bei Toyota wegen klemmender Gaspedale sind in Deutschland mehr als 200.000 Autos betroffen. Wie eine Sprecherin von Toyota in Köln der Nachrichtenagentur AFP sagte, werden insgesamt 215.796 Autos in die Werkstätten zurückbeordert. Der Rückruf werde in Kürze offiziell erfolgen. Die würden in einem Brief vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) über die Einzelheiten informiert. Kunden, die bereits vorab Fragen hätten, könnten sich bereits jetzt an ihre Händler wenden, sagte die Toyota-Sprecherin.

Toyota hat seit Herbst mit einer Pannenserie vor allem bei Gaspedalen in seinen Autos zu kämpfen, im Januar verschärfte sich die Lage. Zu Jahresbeginn kündigte der japanische Konzern den Rückruf von weltweit knapp 4,63 Millionen Fahrzeugen an, weil Gaspedale drohten, nicht mehr oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückzukehren. Weitere 5,3 Millionen Autos rief Toyota seit Herbst zurück, weil hier die Gefahr bestand, dass sich die Fußmatten mit den Gaspedalen verhaken. Davon wurden 1,1 Millionen im Januar in die Werkstätten zurückbeordert. Am Mittwoch wurde ein weiteres Problem mit den Bremspedalen beim Vorzeigemodell Prius bekannt, dessen Umfang aber noch unbekannt ist.

Der Rückruf von Millionen Toyota-Fahrzeugen wegen technischer Probleme mit den Gaspedalen kostet den japanischen Autohersteller nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag. Die erwarteten Kosten für die Pannenserie gab Toyota mit bis zu 180 Milliarden Yen (rund 1,4 Milliarden Euro) an. Die Summe setze sich aus Reparaturkosten bei den betroffenen Wagen und Verkaufsausfällen zusammen.

von Mr. Yesbo

Rückrufe für Peugeot 107 und Citroën C1 angekündigt

Januar 31, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Im Zusammenhang mit den Gaspedalproblemen des japanischen Toyota-Konzerns hat der französische Autobauer PSA eine Rückrufaktion für die Modelle Peugeot 107 und Citroën C1 angekündigt. Beide Modelle seien in dem mit Toyota gemeinsam betriebenen Werk Kolín in Tschechien montiert worden, teilte ein Firmensprecher mit. Betroffen seien Fahrzeuge, die zwischen Februar 2005 und August 2009 in Kolin gefertigt worden seien, das seien zehn Prozent aller derzeit zugelassenen Peugeot 107 und Citroën C1, insgesamt weniger als 100.000 Autos in Europa.

Toyota montiert in Kolín seinen Aygo, der zu den acht Modellen gehört, die der japanische Hersteller in Europa in die Werkstätten zurückbeordert. Fast alle Bestandteile des AYGO, des Peugeot 107 und des Citroën C1 sind identisch, weshalb sich auch der französische Autobauer PSA an der Rückrufaktion beteiligen muss.