formel 1

von Mr. Yesbo

Villeneuve träumt vom Duell mit Schumacher

Februar 19, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Jacques Villeneuve drängt es zurück in die Formel 1. Der Kanadier wird mit dem neuen Stefan-Team in Verbindung gebracht und träumt vom Duell mit Rückkehrer Michael Schumacher.
Sein einstiger Titel-Rivale Jacques Villeneuve traut Rückkehrer Michael Schumacher in der Formel-1-Saison 2010 sehr viel zu. “Er hat den Biss, er weiß, was er will. Michael fährt sein ganzes Leben lang Autorennen. Er weiß, wie man Meisterschaften gewinnt. Selbst wenn das Auto am Anfang nicht das beste wäre, würde er einen Weg finden, es schneller zu machen”, sagte Villeneuve in einem Interview mit der Online-Ausgabe des Fachmagazins auto, motor und sport.

“Mir scheint er genauso hungrig zu sein wie damals, als er mit der Formel 1 anfing. Ich kann mir sogar vorstellen, dass ihn die Pause noch besser gemacht hat”, sagte Villeneuve. Denn Schumacher werde viele kleine Fehler wohl kein zweites Mal begehen.

Auch Villeneuve, der zuletzt Mitte 2006 für BMW-Sauber in der Königsklasse unterwegs war, drängt es zurück in die Formel 1. Beim Stefan-Team des serbischen Geschäftsmanns Zoran Stefanovic, das auf einen Rückzieher von Campos oder USF1 hofft, stehe er “kurz vor der endgültigen Unterschrift”, wie Stefanovic in einem Interview mit motorsport-total.com erklärte. Villeneuve würde Kollege des Japaners Kazuki Nakajima, den Stefanovic als “ersten Mann” bestätigte.

“Jeder will gegen Schumacher fahren”

Noch einmal gegen Schumacher antreten zu können, wäre für den Weltmeister von 1997 “absoluter Wahnsinn”. “Auch wenn wir nicht immer einer Meinung waren, so steht seine Leistung außer Zweifel: Er war für alle Fahrer im Feld immer die ultimative Herausforderung”, sagte Villeneuve: “Jeder will gegen den Mann fahren, der die meisten Rennen und Titel gewonnen hat.”

Obwohl er selbst noch länger aus der Formel 1 raus war als Schumacher, ist der Kanadier noch von sich überzeugt. “Ich kann einem Team viel bieten”, sagte Villeneuve: “Ich habe Erfahrung, habe Rennen und Meisterschaften gewonnen. Jedes der neuen Teams braucht Erfahrung. Sie müssen ja eine Richtung haben, wo sie hinlaufen sollen.” Dem Stefan-Team würde Villeneuve einiges zutrauen: “Mit dem Material von Toyota könnten sie das beste neue Team werden. Es wäre dann ja gewissermaßen ein neues altes Team. Herr Stefanovic scheint es wirklich ernst zu meinen mit seinem Projekt.”

von Mr. Yesbo

Mercedes verpflichtet Heidfeld als Testfahrer

Februar 5, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Neben Michael Schumacher und Nico Rosberg kommt auch der dritte Fahrer im Mercedes-Rennstall aus Deutschland. Die Stuttgarter bestätigten Nick Heidfeld als Testfahrer.

Nick Heidfeld macht die “deutsche Nationalmannschaft” beim Formel-1-Rennstall Mercedes als Testfahrer komplett. Wie die Stuttgarter am Donnerstag bekannt gaben, übernimmt der Mönchengladbacher das Cockpit hinter den Stammpiloten Michael Schumacher und Nico Rosberg.

“Ich freue mich sehr, dass ich jetzt zum Mercedes-Team gehöre”, sagte Heidfeld, musste aber zugeben: “Natürlich wäre mir ein Platz als aktiver Fahrer lieber gewesen.” Er habe aber erlebt, wie engagiert jeder im Team ist. “Und mir geht es genauso. Ich werde Michael und Nico nach Kräften unterstützen”, meinte der Rheinländer.

Noch kein Sieg in der Formel 1

Der 32-Jährige fährt seit 2000 in der Formel 1 und hat bislang 168 Rennen absolviert. Auf einen Sieg wartet er bei zwölf Podiumsplätzen allerdings vergeblich. Zuletzt saß er drei Jahre im BMW Sauber, ehe sich der Hersteller nach der vergangenen Saison aus der Königsklasse zurückzog. Heidfeld hatte sich zunächst auch Hoffnungen auf einen Stammplatz im Mercedes gemacht, ehe Rekord-Weltmeister Schumacher sich zu seinem Comeback bei den Schwaben entschied.

Nun soll Heidfeld wie seit der vergangenen Woche bereits erwartet als dritter Mann seine Erfahrung ausspielen und im Notfall schnell einspringen können. “Nick Heidfeld als Ersatz- und Testfahrer zu verpflichten, bedeutet für unser Team eine weitere Verstärkung. Während seiner zehn Jahre in der Formel 1 ließen es Umstände oft nicht zu, dass Nick den absoluten Durchbruch schaffte”, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: “Aber Nick kann was, das wird er bei uns einbringen und beweisen.”

Zuletzt hatte es auch Spekulationen gegeben, Heidfeld, der einst im Junior-Team von Mercedes gefördert wurde, könnte für den Rennstall in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) starten. Jetzt bleibt er doch in der Formel 1 – könnte allerdings so gut wie arbeitslos sein, sollten Rosberg und Schumacher von Verletzungen verschont und fit bleiben. Denn nach dem Saisonstart sind in der Formel 1 keine Testfahrten mehr erlaubt.

“Wir werden gut zusammenarbeiten”

Vor dem ersten Rennen 2010 am 14. März in Manama/Bahrain bleiben Heidfeld damit noch drei Testtermine, um den neuen Silberpfeil wenigstens einmal kennenzulernen: In der kommenden und der darauffolgeneden Woche wird jeweils in Jerez geprobt, in der letzten Februar-Woche in Barcelona.

Teamchef Ross Brown setzt jedenfalls auf “Quick Nick”: “Ich bin sicher, dass er zur Entwicklung unseres MGP W01 einen Beitrag leisten wird. Wir werden gut mit ihm zusammenarbeiten.” Davon geht auch Heidfeld aus, der seinen neuen Arbeitsplatz ganz genau einzuschätzen weiß. “Dieses Team hat während des Winters das größte Interesse auf sich gezogen, nicht nur wegen des Comebacks von Michael Schumacher, sondern auch, weil Mercedes-Benz erstmals seit über 50 Jahren wieder mit den Silberpfeilen antritt.”

von Mr. Yesbo

Mercedes plant mit Ruhe und Schumacher

Februar 5, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Um auf die dominanten Test-Fahrten von Ferrari aufzuschließen, setzt Mercedes auch auf die Erfahrung von Michael Schumacher. Die nächsten Tests finden ab Mittwoch in Jerez statt.

Nach den ersten Kilometern eines Werks-Silberpfeils seit 55 Jahren sieht Mercedes-Sportchef Norbert Haug sein Team auf einem guten Weg. Den Fahrplan, um zu den bei den ersten Tests in Valencia scheinbar dominanten Ferrari aufzuschließen, hat “Superhirn” Ross Brawn schon im Kopf und will ihn mit der großen Erfahrung des in die Formel 1 zurückgekehrten Rekordweltmeisters Michael Schumacher einhalten.

“Business as usual”

“Es gibt geplante Entwicklungsschritte, der nächste wird für die Testfahrten nächste Woche in Jerez umgesetzt – business as usual, wie in jedem Jahr mit jedem neuen Formel-1-Auto, nichts Ungewöhnliches”, sagte Haug dem Sport-Informations-Dienst (SID) mit Blick auf die zweite Testrunde ab dem kommenden Mittwoch.

Mehr als 1100 Testkilometer bezeichnete Haug als “sehr erfreulichen Auftakt”. “Ich denke, unsere Zeiten unter Rennbedingungen sahen nicht schlecht aus. Aber klar ist, dass wir uns heute nicht in der Rolle des Dauersiegers von morgen sehen – und auch ganz bewusst nicht sehen wollen”, sagte er. Schumacher hatte erklärt, dass es nicht wichtig sei, gleich die ersten Rennen zu gewinnen. Mit Zuverlässigkeit zunächst gut punkten, dann später in der Saison siegen – so sieht die WM-Rechnung des 41-Jährigen aus.

“Es ist immer schwierig, so früh das Tempo einzuschätzen”

Auch Teamchef Brawn, der Schumacher zu sieben WM-Titeln führte und im vorigen Jahr mit seinem eigenen Team, dem Vorgänger des Mercedes-Werksteams, Fahrer- und Konstrukteursweltmeister war, bezeichnete die ersten Runden von Schumacher und Nico Rosberg als “extrem nützlich”. “Es ist immer schwierig, so früh schon das Tempo einzuschätzen. Aber wir scheinen in einer annehmbaren Position zu sein. Das Auto verhält sich ziemlich so, wie wir es erwartet hatten, mit einigen kleineren Ansatzpunkten, die man immer bei den ersten Tests hat.”

Unter anderem handelte es sich dabei um Probleme mit der Balance des Silberpfeils. “Wir haben die Bereiche identifiziert, in denen wir Verbesserungen vornehmen können, und die werden für Jerez in der nächsten Woche fertig sein”, sagte Brawn.

Silberpfeil-Werksteam und Schumacher mehr denn je in den Medien

Für mehr Aufsehen als das Auto sorgte in Valencia allerdings Schumacher selbst, der fast bei jedem Schritt von Fotografen und Fernsehkameras verfolgt wurde. “Das Interesse der Medien an unserem neuen Silberpfeil-Werksteam und an Michael Schumachers Comeback war nach der Winterpause extrem hoch”, meinte Haug: “Es gab eine umfangreichere Berichtersattung denn je in TV, Zeitungen, Radio und auf den Websites, und das hat uns natürlich gefreut.”

Zumal Schumacher sich laut Haug im Team “auf Anhieb zuhause gefühlt” habe. “Er arbeitet systematisch, konzentriert und hochmotiviert – seine absolute Weltklasse kommt nicht von ungefähr”, erklärte der Schwabe, der aber auch Schumachers Teamkollegen Rosberg “sehr gute Arbeit” bescheinigte. “Wir haben zwei erstklassige Fahrer und müssen ihnen ein erstklassiges Auto geben, dann werden sie sehr erfolgreich sein”, meinte Haug.

Heidfeld dritter Mann bei Mercedes

Zu diesem Duo stößt jetzt als dritter Mann in der deutschen Formel-1-Nationalmannschaft noch der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, den Mercedes am Donnerstag als Ersatzfahrer bestätigte. “Nick hat viel Erfahrung aus zehn Jahren Formel 1 und großes Talent, beides wird er in unser Team einbringen”, sagte Haug über “Quick Nick”: “Sollte der unwahrscheinliche Fall der Fälle eintreten, und einer unserer Stammfahrer für ein Rennen ersetzt werden muss, ist Nick bestens gerüstet, sofort einen guten Job zu machen.”

Ob sich Heidfeld noch vor Saisonstart, nach dem weitere Testfahrten nicht mehr erlaubt sind, allerdings noch selbst mit dem Silberpfeil vertraut machen kann, ist angesicht von nur zwölf weiteren Testtagen offen. “Derzeit ist geplant, Michael und Nico vor der Saison so viele Testkilometer wie möglich zu geben”, sagte Haug.