Google

von Mr. Yesbo

Google macht Skype bei Internettelefonie Konkurrenz

August 27, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Internetnutzer können künftig über Google telefonieren. Zunächst wird der Dienst aber nur für US-Nutzer freigeschaltet, wie Google mitteilte. Somit dürfte das Angebot nur in den Vereinigten Staaten zur einer Herausforderung für den weltweiten Vorreiter Skype werden, der seine Video- und Audiotelefonate von Computer zu Computer gratis anbietet.

Der Dienst steht allen Nutzern des Gratis-Maildienstes GoogleMail zur Verfügung. Sie sehen seit Mittwoch eine Schaltfläche auf ihrer E-Mail-Seite, mit der sie Telefonate starten können. Notwendig ist für die Telefonate lediglich ein Plugin für den Internetbrowser, nicht ein eigenes Programm wie bei Skype. Auch in Deutschland ist das Symbol in GoogleMail zu sehen, der Dienst soll aber vorerst hierzulande nicht an den Start gehen.

Deutsche Nutzer des Google-Maildienstes können den Dienst lediglich kurz ausprobieren, wie ein Google-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Sie müssen dafür in den GoogleMail-Einstellungen die Sprache US-Englisch wählen. Jeder deutsche Nutzer hat dann ein Guthaben von zehn US-Cent. Damit kann er etwa fünf Minuten lang einen Festnetz-Anschluss in Deutschland anrufen.

Für US-Nutzer sollen die Anrufe im eigenen Land und nach Kanada gratis sein. Für Anrufe in zahlreiche andere Länder, auch nach Europa, soll die Minute zwei Cent kosten. Der Konkurrent Skype ist seit Jahren auch in Deutschland stark vertreten. Mit Skype können Nutzer kostenlos andere Nutzer des Dienstes über den Computer anrufen, auch Video-Telefonate sind möglich. Für Telefonate auf Festnetze werden Gebühren fällig.

von Mr. Yesbo

Facebook-Nutzer können Standorte von Freunden verfolgen

August 19, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Facebook-Nutzer in den USA können ab sofort noch genauer verfolgen, wo ihre Onlinefreunde sich gerade aufhalten. Das soziale Netzwerk schaltete die Funktion Facebook Places frei, bei der Internethandys auf Knopfdruck in Echtzeit den aktuellen Standort mitteilen. Facebook betonte aber, die Nutzern könnten ihre Daten genau kontrollieren.

Wer Facebook Places nutzen will, muss das Apple-Handy iPhone oder ein anderes bestimmtes Smartphone besitzen. Wenn der Dienst freigeschaltet wird, liest das Gerät auf Knopfdruck über den eingebauten GPS-Empfänger den aktuellen Standort aus. Facebook schlägt dann bekannte Orte wie etwa Restaurants, Cafés oder Hotels vor, in denen die Nutzer virtuell einchecken können. Sie können aber auch neue Orte eingeben. Wenn der Places-Nutzer die Information freigibt, können seine Onlinefreunde sehen, wo er sich gerade aufhält.

“Man kann mit dem Mobiltelefon in Echtzeit mitteilen, wo man mit wem ist”, sagte Places-Produktmanager Michael Eyal Sharon bei der Vorstellung des Dienstes. Dies ermöglicht es Nutzern laut Facebook etwa auch zu entdecken, wenn ihre Freunde bei der selben Veranstaltung oder am selben Urlaubsort sind.

Places ist zunächst nur in den USA verfügbar, soll künftig aber für alle derzeit 500 Millionen Facebook-Nutzer weltweit zu nutzen sein. Es ist der erste standortbezogene Dienst von Facebook. Diese Dienste gelten angesichts der zunehmenden Verbreitung von Smartphones als zukunftsträchtig: Sie ermöglichen Nutzern beispielsweise auch, nahegelegene Restaurants, Bankfilialen oder Geschäfte zu finden.

Heftige Kritik hatte sich kürzlich Google eingehandelt, als der Internetriese die Funktion Buzz startete, die soziale Netzwerke in den E-Mail-Dienst GoogleMail einbettet. Viele Daten der Google-Nutzer und auch ihr Standort waren plötzlich automatisch freigegeben. Google reagierte auf die Kritik und änderte die Einstellungen leicht.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg versicherte gleich zum Start des neuen Dienstes, die Facebook-Nutzer hätten die Kontrolle über den Schutz ihrer Daten: Sie könnten genau festlegen, wie die Informationen über ihren Standort verwendet und veröffentlicht würden und wer sie sehen könne. Facebook stellte Entwicklern aber zugleich ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem sie Anwendungen entwickeln können, die sich Places zunutze machen – wenn der Nutzer dem zustimmt.

von Mr. Yesbo

Google bei Street-View-Widersprüchen mit Technikproblemen

August 18, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Mit Technikproblemen ist beim Internetkonzern Google die Widerspruchsfrist für den Straßenbilderdienst Street View angelaufen. Hausbesitzer und Mieter können seit heute auch über das Internet Einspruch einlegen, was zunächst aber nicht auf allen Internet-Programmen möglich war, wie Google bestätigte. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) forderte eine Verlängerung der Widerspruchsfrist auf acht Wochen.

Die vergangene Woche angekündigte Online-Funktion für Hausbesitzer und Mieter stehe “ab sofort” auf der Internetseite von Google zur Verfügung, teilte Google Deutschland in Hamburg mit. Mit dem Internet-Werkzeug könnten Verbraucher ihre Immobilie bei dem umstrittenen Straßenbilderdienst unkenntlich machen lassen, bevor Street View wie angekündigt zum Jahresende auch in Deutschland an den Start geht. Daneben könnten Verbraucher nach wie vor per Brief oder E-Mail Widerspruch einlegen.

Die Widerspruchsfrist laufe wie geplant am 15. September um 24.00 Uhr aus, teilte Google mit. Damit hielt Google trotz Kritik von Verbraucherschützern und Politikern an seinem bisherigen Zeitplan fest.

Verbraucherschutzministerin Aigner hatte bereits zu Wochenbeginn eine deutliche Verlängerung der Frist gefordert, um Hausbesitzern und Mietern auch in den Bundesländern genug Zeit für einen Widerspruch zu geben, in denen momentan noch Sommerferien sind. Nun forderte die Ministerin eine Verlängerung von vier auf acht Wochen. “Eine Verdopplung der Frist wäre wünschenswert”, sagte eine Sprecherin von Aigner.

Ein Google-Sprecher bestätigte, dass das neue Widerspruchsformular im Internet in den ersten Stunden nach dem Start “nicht auf allen Internet-Browsern funktioniert” habe. Probleme habe es unter anderem mit dem Internet Explorer von Microsoft gegeben, sagte der Google-Sprecher. Den Browser nutzen zwei Drittel der Internetnutzer. Am Nachmittag erklärte das Unternehmen den Fehler für behoben.

Politiker von FDP und SPD sprachen sich erneut für klare Gesetze für Internet-Dienste wie Street View aus. Es müsse dafür gesorgt werden, dass Unternehmen sich vor Veröffentlichung von Daten wie bei Street View künftig “in vielen Fällen” erst die Genehmigung von Verbrauchern einholen müssen, sagte FDP-Rechtsexperte Christian Ahrendt “Handelsblatt Online”. SPD-Medienexperte Siegmund Ehrmann erklärte, die Widerspruchsrechte von Verbraucher müssten “besser abgesichert” werden.

von Mr. Yesbo

Google startet Widerspruchsfrist gegen Street View

August 17, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Hausbesitzer und Mieter können bei Google nun auch über das Internet Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser bei Street View einlegen. Die vor Tagen vom US-Konzern angekündigte Online-Funktion stehe “ab sofort” auf der Internetseite von Google zur Verfügung, teilte Google Deutschland am Dienstag in Hamburg mit. Mit dem Internet-Werkzeug könnten Hausbesitzer und Mieter ihre Immobilie bei dem Straßenbilderdienst unkenntlich machen lassen, bevor Street View wie angekündigt zum Jahresende auch in Deutschland an den Start geht. Daneben könnten Verbraucher nach wie vor per Brief oder E-Mail Widerspruch einlegen.

Ein Google-Sprecherin sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Widerspruchsfrist laufe wie geplant am 15. September um 24.00 Uhr aus. Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) fordert eine deutliche Verlängerung, um Hausbesitzern und Mietern auch in den Bundesländern genug Zeit für einen Widerspruch zu geben, in denen momentan noch Sommerferien sind.

Google hatte vergangene Woche angekündigt, Street View noch dieses Jahr für die 20 größten deutschen Städte zu starten. Mit Street View können sich Internet-Nutzer in Fußgängerperspektive durch die Straßen von Städten bewegen und Rundum-Panoramen der Straßenzüge betrachten. Der Dienst ist bei Datenschützern umstritten, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät.

Weitere Informationen im Internet unter http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/

von Mr. Yesbo

Aigner kritisiert Street-View-Widerspruchsfrist als zu kurz

August 16, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) hat die vierwöchige Widerspruchsfrist für den umstrittenen Straßenbilderdienst Street View von Google als zu kurz kritisiert. Vor allem für Bundesländer, in denen derzeit Ferien seien, halte sie “eine Verlängerung für zwingend erforderlich”, sagte Aigner am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Sie werde deswegen weiter mit Google über eine Ausdehnung der Frist verhandeln, sagte die Ministerin.

Der US-Internetkonzern Google will Mietern und Hausbesitzern in Deutschland ab dieser Woche ermöglichen, bis 15. September mit einer speziellen Anwendung Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser einzureichen. Allerdings nannte der Konzern auch am Montag auf Anfrage keinen genauen Termin, ab wann die Widersprüche möglich sein werden. Widersprüche per Brief oder E-Mail können nach Angaben des Unternehmens bereits eingereicht werden.

Google hatte angekündigt, Street View noch in diesem Jahr für die 20 größten deutschen Städte zu starten. Mit Street View können Internet-Nutzer sich in Fußgängerperspektive durch die Straßen von Städten bewegen und Rundum-Panoramen der Straßenzüge betrachten. Der Dienst ist bei Datenschützern umstritten, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät.

von Mr. Yesbo

Street View: Länder und Datenschützer fordern “Lex Google”

August 15, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Die Debatte um den umstrittenen Internetdienst Google Street View ebbt nicht ab: Während Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” eine schnelle Gesetzesänderung ablehnte, drängen Bundesländer und Datenschützer auf klare Regeln. Bei dem Internetkonzern gingen offenbar schon viele Widersprüche gegen die Veröffentlichung von Häusern in seinem Bilderdienst ein.

Google hatte angekündigt, seinen umstrittenen Bilderdienst Street View noch in diesem Jahr zunächst für die 20 größten deutschen Städte zu starten. Der Konzern geht von einer fünfstelligen Zahl an Widersprüchen gegen die Abbildung von Gebäuden aus, berichtet die “Berliner Zeitung” mit Berufung auf einen Unternehmenssprecher. Google hatte zugesagt, Widersprüche gegen die Veröffentlichung von Häuser-Fotos im Internet zu berücksichtigen und die Abbildungen unkenntlich zu machen.

“Wenn sich das Unternehmen aber nicht an seine Zusagen hält, hätte ich wenig in der Hand”, sagte Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar der “Süddeutschen Zeitung”. Caspar mahnte deshalb ein rasche Reform des Bundesdatenschutzgesetzes an. Der Staat müsse “Regeln schaffen, die einen wirksamen Datenschutz möglich machen”. Street View ist bei Datenschützern umstritten, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät.

Auch in den Bundesländern wächst der Druck auf die Bundesregierung. Der Plan von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU), Google zur Einhaltung von Regeln zu zwingen, “wird ohne gesetzliche Regelung scheitern”, sagte Hamburgs Justizsenator Till Steffen (Grüne) der “Frankfurter Rundschau”. Auf Initiative Hamburgs habe der Bundesrat bereits einen Gesetzentwurf für sogenannte Geodatendienste vorgelegt, der unter anderem eine Unkenntlichmachung von Auto-Kennzeichen und ein Widerspruchsrecht für Betroffene vorsieht.

Bundesinnenminister de Maizière betonte hingegen, es gehe “um mehr als Google View”. Deswegen halte er einen einzelfallbezogenen Gesetzentwurf des Bundesrates, eine Art “Lex Google”, für unzureichend. “Der Blick auf die Risiken und Sorgen, die wir ernst nehmen, darf die vorhandenen Chancen und Vorteile nicht außer Acht lassen”, sagte der CDU-Politiker der “F.A.S.”

Ähnlich äußerte sich Aigner. Zugleich zeigte sie Verständnis für die Bedenken. Die Bundesregierung sei sich einig, dass das Datenschutzrecht ans Internet-Zeitalter angepasst werden müsse, sagte sie der Zeitung.

von Mr. Yesbo

Klare Regeln für Street View

August 14, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Verbraucherschützer haben von der Bundesregierung klare Datenschutz-Regeln für Internet-Straßenbilderdienste wie Google Street View gefordert. Das Recht auf Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Fotos bei solchen Diensten, auf denen Wohnhäuser, Menschen oder Autos mit Nummernschildern zu sehen sind, müsse gesetzlich verankert werden, forderte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Google wollte unterdessen noch immer nicht mitteilen, wann genau ab kommender Mieter und Hausbesitzer Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Immobilien über das Internet einlegen können.

Ob ein Widerspruchsrecht für die Veröffentlichung von Bildern bei Internet-Diensten wie Google Street View grundsätzlich besteht, ist “nach geltender Rechtslage strittig”, erklärte der vzbv. Die gesetzliche Verankerung eines Widerspruchsrechts sei deshalb nötig. “Bisher betrachtet Google dies eher als Kulanz”, erklärte der vzbv. Auch Politiker der Regierungskoalition und anderer Parteien hatten in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit Street View gesetzliche Regelungen zum besseren Schutz der Privatsphäre gefordert. Daneben müsse klargestellt werden, dass Unternehmen, die in Deutschland Daten sammeln, auch deutschen Datenschutzrecht unterliegen, forderte der vzbv.

Google hatte diese Woche angekündigt, seinen umstrittenen Bilderdienst Street View noch in diesem Jahr zunächst für die 20 größten deutschen Städten zu starten. Mit Street View können Internet-Nutzer sich in Fußgängerperspektive durch die Straßen von Städten bewegen und dabei Rundum-Panoramen der Straßenzüge betrachten. Street View gibt es bereits in 23 Ländern.

Der Dienst ist bei Datenschützern umstritten, weil er nach deren Ansicht private Details über das Wohnumfeld von Menschen verrät. Google bot Mietern und Hausbesitzern in Deutschland deswegen an, deren Häuser unkenntlich zu machen. Ab der kommenden Woche können Mieter und Hausbesitzer in den betroffenen 20 Städten für vorerst vier Wochen – bis zum 15. September – vorab Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Aufnahmen ihrer Gebäude einzulegen. Wann genau diese Einspruchsmöglichkeit über die Google-Internetseite möglich sein wird, wollte der Konzern wie bereits in den vergangenen Tagen nicht bekannt geben.

Der vzbv riet Mietern und Hausbesitzern, sie sollten “bei der aktuell hitzigen Debatte eine kühlen Kopf bewahren und sich nicht verunsichern lassen”. Letztlich gehe es um die Frage, ob sie wollten, dass bei Google künftig eine Straßenansicht ihres Hauses öffentlich verfügbar sei. Wollten sie dies nicht, sollten sie einfach widersprechen.

von Mr. Yesbo

Verbände rufen zu Widerstand gegen Google Street View auf

August 11, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Nach dem Verband der Hauseigentümer hat auch der Deutsche Mieterbund (DMB) dazu aufgerufen, Widerspruch gegen das Street-View-Projekt von Google einzulegen. Ebenso wie Datenschützern ist den Verbänden die von dem Internetkonzern dafür eingeräumte Frist von noch vier Wochen viel zu kurz. Politiker der Opposition warfen der Regierung vor, sich von Google überrumpeln zu lassen.

“Ich empfehle allen Hauseigentümern und Mietern, die nicht wollen, dass ihr Haus, ihr Garten, ihre Wohnung über Google Street View im Internet vermarktet wird, Widerspruch einzulegen”, erklärte DMB-Direktor Lukas Siebenkotten. Ebenso wie das Bundesministerium für Verbraucherschutz und weitere Verbände stellte der DMB dafür auf seiner Internetseite Musterbriefe bereit.

Der Eigentümerverband “Haus & Grund Deutschland” verwies darauf, dass Haus- und Wohnungseigentümer ein Recht darauf haben, dass Bilder ihrer Häuser geschwärzt werden, so dass diese nicht bei Google Street View erscheinen. Verbandspräsident Rolf Kornemann kritisierte in der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” zudem die Höhe, aus der die Google-Fotos gemacht wurden: “Hecken und Zäune, die als Sichtschutz gedacht sind, wurden so umgangen.”

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar wandte sich im Sender N24 gegen die Absicht von Google, das von dem Unternehmen versprochene Internet-Werkzeug für Widersprüche nach vier Wochen abzuschalten. Zudem sei unklar, auf welchem Weg danach Widerspruch eingelegt werden könne. Der für Google in Deutschland zuständige Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar forderte Google auf, die gesetzte Vier-Wochen-Frist zu verlängern.

Vorsichtig äußerte sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). “Wir müssen sehr sorgfältig darauf achten, wann Quantität in Qualität umschlägt und aus etwas Normalem, der Blick auf eine Häuserfassade mit Klingelschildern und Briefkästen, ein weltweit möglicher Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen werden kann”, sagte er den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Er kenne zwar noch keine Details. “Aber ich begrüße das Widerspruchsrecht, das Google einräumt”, fügte der Minister hinzu.

“Die Bundesregierung hätte längst eine solide gesetzliche Grundlage zum Schutz der Privatsphäre im Internet schaffen müssen”, erklärte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann. Er warf Google zugleich vor, die Menschen mit dem Vorhaben zu überrumpeln.

von Mr. Yesbo

Ministerin Aigner kündigt mehr Datenschutz im Internet an

Mai 30, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat nach dem Streit mit den Internetdiensten Google und Facebook neue Richtlinien für Datenschutz und Privatsphäre im Internet angekündigt. “Die Bundesregierung ist dabei, gemeinsam an Eckpunkten für besseren Verbraucherschutz im Netz zu arbeiten,” sagte Aigner. Ein erster Gesetzesentwurf könne “im Herbst” vorgelegt werden. Ihren Protest gegen die Datenpannen bei Google und die Verwendung der Kundendaten bei Facebook bezeichnete Aigner als “Etappen-Sieg der Internet-Nutzer über Weltkonzerne und deren Lobbyisten”.

Aigner verwies gegenüber dem “Focus” zudem darauf, dass am Montag “weltweit großer ‘Facebook-Kündigungstag’” sei. Sie unterstütze EU-Forderungen, Internetdaten schneller zu löschen und IP-Adressen zu verschleiern. Bei Internetsuchmaschinen wie Google wäre zudem die Verkürzung der Speicherdauer auf sechs Monate ein Fortschritt. “Die Anonymisierung muss soweit gehen, dass es deutlich erschwert wird, Nutzerprofile zu erstellen und zu vermarkten”, sagte Aigner.

von Mr. Yesbo

Facebook laut Google mit Abstand beliebteste Internetseite

Mai 30, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Das soziale Netzwerk Facebook ist laut einer Erhebung des Internetriesen Google die mit Abstand beliebteste Website: Monatlich besuchen rund 540 Millionen weltweit Menschen die Seite, das ist mehr als ein Drittel der gesamten Internetgemeinde. Über das Portal Facebook.com werden so pro Monat ungefähr 570 Milliarden verschiedene Seiten angeschaut, mehr als acht Mal so viele wie bei Yahoo.com, das auf dem zweiten Platz landete. Das Netzwerk Facebook hat weltweit 400 Millionen Mitglieder, davon rund neun Millionen in Deutschland.

Facebook sieht sich derzeit jedoch wachsender Kritik seitens Datenschützern und Politikern ausgesetzt. Am Mittwoch kündigte das Unternehmen als Reaktion darauf überarbeitete Datenschutzeinstellungen an. So sollen auf den Profilseiten künftig deutlich weniger Informationen für alle zugänglich sein. Zusätzlich will Facebook neue Optionen hinzufügen, mit denen Nutzer externe Anwendungen und Websites Dritter einfacher deaktivieren können.

von Mr. Yesbo

Aigner erwartet Start von Googles Street View nicht in diesem Jahr

Mai 25, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Der Internetriese Google wird nach Ansicht von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) seinen Straßenfoto-Dienst Street View in diesem Jahr noch nicht in Deutschland starten. Es habe bereits eine fünfstellige Zahl von Bürgern Widerspruch gegen die Veröffentlichung von Bildern ihrer Häuser eingelegt, und jede Woche würden es mehr, sagte Aigner den Zeitungen der WAZ-Gruppe (Dienstagsausgaben). Das werde den Start verzögern. Aufgrund der Welle von Widersprüchen vermute sie, dass der von Google Ende 2010 geplante Start des Projektes wohl verschoben werden müsse.

Google habe zugesichert, vor der Freischaltung von Street View alle Widersprüche umzusetzen und generell auf allen Bildern die Gesichter und Kfz-Kennzeichen unkenntlich zu machen, sagte Aigner der WAZ. Zugleich forderte Aigner erneut eine “lückenlose Aufklärung” von Verstößen durch Google gegen den Datenschutz im Zuge der Erfassung von W-LAN-Netzen in Wohngebieten. Google hatte für Street View persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet, auch in Deutschland.

von Mr. Yesbo

Google sammelt private Daten für Street View

Mai 15, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Der Internetriese Google hat eingeräumt, für seinen umstrittenen Dienst Street View in mehr als 30 Ländern persönliche Nutzerdaten aus drahtlosen Computernetzwerken aufgezeichnet zu haben, auch in Deutschland. “Wir bedauern diesen Fehler zutiefst und sind entschlossen, daraus Lehren zu ziehen”, schrieb Google-Manager Alan Eustace in seinem Internet-Blog. Das Verbraucherschutzministerium kritisierte den Fall scharf.

Google hatte bisher erklärt, für seinen Straßenfoto-Dienst Street View lediglich den Namen und die Adresse von Drahtlosnetzwerken (WLAN) zu speichern. Eustace, der stellvertretender Leiter der Google-Forschungsabteilung ist, räumte nun jedoch ein, dass die speziell ausgerüsteten Fahrzeuge, die in mehr als 30 Ländern Fotos von Straßenzügen und Häusern gemacht haben, aus ungesicherten Netzwerken auch private Daten der Internetnutzer gesammelt haben.

Nach Google-Angaben wurden persönliche Daten im Umfang von insgesamt 600 Gigabyte gespeichert. Eustace machte keine Angaben dazu, um welche Art von Daten es sich dabei handelt. Dies könnten beispielsweise E-Mails und andere Informationen sein, die über Netzwerke ohne Passwort verschickt wurden.

Die Speicherung sei wegen eines Programmierfehlers “versehentlich” geschehen, erklärte Eustace. “Das Vertrauen der Menschen zu erhalten, ist für alles, was wir tun, entscheidend, und in diesem Fall haben wir das verfehlt.” Sein Konzern habe die Panne entdeckt, nachdem die Hamburger Datenschutzbehörde eine entsprechende Anfrage gestellt habe. Google werde die Daten “so schnell wie möglich” vernichten und werde dazu Kontakt zu den Behörden der betroffenen Länder aufnehmen. Die Street-View-Fahrzeuge seien einstweilen gestoppt worden.

Es sei “alarmierend”, dass Google offenbar über Jahre hinweg in private Datennetze “eingedrungen” sei, erklärte ein Sprecher des Bundesverbraucherschutzministeriums. Der Vorgang sei “ein weiterer Beleg dafür, dass Datenschutz für Google noch immer ein Fremdwort ist”. Der Konzern müsse endlich offenlegen, welche Daten bei Street View erfasst, gespeichert, vernetzt und vermarktet werden – und wie die unzulässig erhobenen Angaben gelöscht werden.

In Deutschland gibt es zahlreiche Widerstände gegen den Straßenfoto-Dienst. Deswegen hatte sich Google mit Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) darauf geeinigt, dass Street View in Deutschland erst gestartet wird, wenn die von Bürgern eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt sind.

von Mr. Yesbo

Datenschutz ist Verbraucherschutz

Mai 1, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Die Unternehmen in Deutschland sollten Datenschutz nach Ansicht des Datenschutz-Vorstandes der Deutschen Telekom, Manfred Balz, nicht nur als lästige Pflicht begreifen. “Wenn Kundendaten nicht ausreichend geschützt und dadurch missbraucht werden können, werden die Kunden im Alltag belastet oder gar geschädigt”, sagte Balz am Freitag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. “Datenschutz ist gelebter Verbraucherschutz und damit Teil unseres Geschäfts”, sagte er zum zweiten Datenschutz-Bericht, den die Telekom ihren Aktionären auf der Hauptversammlung am Montag vorlegt.

Die Diskussion um den Umgang mit persönlichen Daten beim Straßenfotodienst Google Street View oder dem soziale Netzwerk Facebook habe gezeigt, dass Unternehmen durch Offenheit über den Umgang mit Daten die Verbraucher in die Lage versetzen müssten, selbst über die Preisgabe ihrer Daten zu entscheiden. Dabei sei allerdings “eine ausgewogene Balance” notwendig, sagte Balz der AFP. “Freiheit findet nicht im rechtsfreien Raum statt, Sicherheit ist nicht gleich Bevormundung”, hob er hervor. An die Politik richtete er die Forderung, die notwendige Ausgewogenheit mit “entsprechenden Rahmenbedingungen und Spielregeln” zu ermöglichen.

Die Telekom habe “aus der Vergangenheit gelernt”, sagte Balz in Bezug auf die Datenaffäre des Konzern. Das Unternehmen hatte in den Jahren 2005 und 2006 die Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten der Telekom, Angehörigen des Betriebsrats, Journalisten, aber auch von Dritten wie Verdi-Chef Frank Bsirske ausgespäht, die mit dem Konzern nicht unmittelbar zu tun haben. “Jetzt nutzen wir unsere Erfahrungen, um Vorreiter im Datenschutz zu werden”, kündigte Balz an. Das Unternehmen stelle sich interner wie externer Kritik: 2009 habe die Telekom den Datenschutz in ihrem Unternehmen mehr als 450 Mal intern und mehr als 100 Mal extern prüfen lassen.

von Mr. Yesbo

Aigner und Google legen Streit um Street View bei

Mai 1, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Der Internetkonzern Google und Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) haben ihren Streit um den Straßenfoto-Dienst Street View beigelegt. Das Unternehmen habe zugesagt, das neue Angebot in Deutschland erst zu starten, wenn die von Bürgern eingereichten Widersprüche vollständig umgesetzt seien, teilte Aigner am Freitag in Berlin nach einem Gespräch mit Konzernvertretern mit. Bevor der Dienst im Internet freigeschaltet werde, müssten die betreffenden Wohnungen, Häuser und Gärten vollständig unkenntlich gemacht werden. Zudem habe sich Google bereit erklärt, auch Sammelwidersprüche von Städten und Gemeinden mit den Unterschriften von Bürgern zu akzeptieren.

Nach Ansicht von Verbraucherministerin Aigner hätten Kommunen damit zum Beispiel die Möglichkeit, in Rathäusern vorformulierte Widerspruchslisten auszulegen und gebündelt weiterzuleiten, in die Eigentümer und Mieter von Immobilien ihre Adresse und Unterschrift eintragen könnten. “Privates muss privat bleiben”, erklärte Aigner.

Ein Google-Sprecher sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP, das Unternehmen habe wiederholt bekräftigt, dass Widersprüche noch vor dem Start von Street View in Deutschland berücksichtigt würden. Mit dem noch für dieses Jahr geplanten Start des neuen Dienstes habe “dies nichts zu tun”. Es werde “keine zeitliche Verschiebung” geben, sagte der Sprecher.

Derzeit lässt Google in Deutschland Straßen und Häuser fotografieren, um Street View auch hierzulande starten zu können. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos auch Privatgebäude zeigen und dies Dieben oder Einbrechern in die Hände spielen könnte. Außerdem sind Menschen und Autos zu sehen, die sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen auf den Straßen befanden.

von Mr. Yesbo

Google beendet Selbstzensur in China

März 24, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Im Streit über Hackerangriffe und Zensurbestimmungen in China hat der US-Internetriese Google seine selbst auferlegten Beschränkungen für beendet erklärt. Seit Montagabend bietet Google seine Dienste in China unzensiert an, indem Nutzer von google.cn auf Google-Server im Sonderverwaltungsgebiet Hongkong umgeleitet werden. Dennoch wurden die umgeleiteten Inhalte von der “Great Firewall of China” blockiert. Auf politischer Ebene sandte Peking versöhnliche Signale aus: Das Außenministerium kündigte Gespräche mit den USA auf Führungsebene an.

Unterdessen können Nutzer auf dem chinesischen Festland trotz der Umleitung auf die Adresse google.com.hk Seiten mit sensiblen Worten wie “Falun Gong” oder “Tibet-Aufstand” nicht aufrufen. Das legt nahe, dass auch die über Hongkong aufgerufenen Inhalte der großen chinesischen “Zensur-Firewall” unterliegen.

Google hatte im Januar nach mutmaßlichen Hackerangriffen aus China damit gedroht, sich vom chinesischen Markt zurückzuziehen. In China herrscht eine strenge Internetzensur. Auf viele ausländische Seiten wie das Facebook-Netzwerk und das Video-Portal YouTube können chinesische Internetnutzer nicht zugreifen.

Laut Einschätzung der chinesischen Regierung hat Googles Entscheidung zur Beendigung der Selbstzensur keine Auswirkungen auf die ohnehin angespannten Beziehungen zu den USA. Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Qin Gang sagte, es handele sich “vornehmlich” um eine wirtschaftliche Angelegenheit. Er sehe daher zunächst nicht die Notwendigkeit für Konsequenzen, es sei denn die Entscheidung werde “politisiert”. Peking hatte zuvor gewarnt, falls Google auf die vorgeschriebene Zensur verzichte, müsse der Konzern mit Konsequenzen rechnen.

Die zweite Runde der strategischen und wirtschaftlichen Gespräche mit den USA fänden Ende Mai in Peking statt, erklärte Qin. Für die USA nehmen demnach Außenministerin Hillary Clinton und Finanzminister Timothy Geithner teil, die chinesischen Delegation wird von Vize-Ministerpräsident Wang Qishan und dem Regierungsberater Dai Bingguo geleitet.

Das Weiße Haus erklärte, es sei “enttäuschend”, dass Google keine Einigung mit Peking erzielen konnte, und verwies auf die Meinungsfreiheit. Jedoch seien die Beziehungen zwischen den USA und China “reif genug, um solche Unterschiede auszuhalten”.

Der US-Internetkonzern setzt darauf, weiter auf dem lukrativen chinesischen Markt präsent zu sein, wo er deutlich hinter der chinesischen Suchmaschine Baidu zurückliegt.

von Mr. Yesbo

Bundestages untersucht Internet

März 4, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Eine Gruppe von Abgeordneten des Bundestages und von Experten soll die Auswirkungen des Internets auf die Gesellschaft untersuchen. Union, FDP, SPD, Grüne und Linke beschlossen im Parlament einstimmig die Einsetzung einer Enquêtekommission zu dem Thema. Die Kommission soll die Veränderungen untersuchen, die der Wandel zur “digitalen Gesellschaft” mit sich bringt.

Im Fokus sind dabei die Bereiche Kultur und Medien, Wirtschaft und Umwelt, Bildung und Forschung, Verbraucherschutz, Recht und Innen sowie Gesellschaft und Demokratie. Dabei geht es unter anderem um die Medienkompetenz, Grundrechte, Internet in der Verwaltung und Urheberrecht.

Im Antrag für die Enquêtekommission hieß es, das Internet sei die freiheitlichste und effizienteste Informations- und Kommunikationsform der Welt. Es trage maßgeblich zur Entwicklung einer globalen Gemeinschaft bei. Die digitale Gesellschaft biete neue Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen, neue Chancen für die demokratische Weiterentwicklung, für die wirtschaftliche Betätigung und für die Wissensgesellschaft. Dabei sei das Internet “nicht länger nur eine technische Plattform, sondern entwickelt sich zu einem integralen Bestandteil des Lebens vieler Menschen, denn gesellschaftliche Veränderungen finden maßgeblich in und mit dem Internet statt”.

Das Internet war in den vergangenen Monaten mehrfach in den Fokus der Regierungspolitik gerückt. Umstritten waren etwa die von der großen Koalition beschlossene und nun wieder ausgesetzte Sperrung des Zugangs zu Internetseiten mit Kinderpornografie, bei der die Seiten nicht geschlossen, sondern nur für den Zugriff aus Deutschland blockiert wurden. Eine Debatte ist auch um den Straßenbilder-Dienst Street View des Internetriesen Google entbrannt, gegen den einzelne Minister mit rechtlichen Schritten vorgehen wollen. Die Wirtschaft hatte die Regierung dafür heftig kritisiert.

Der Bundestag muss die Enquêtekommission auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder einsetzen. In den Gremien sitzen neben Abgeordneten auch Experten. Sie sollen umfangreiche und bedeutsame Themen untersuchen. Enquêtekommissionen beschäftigten sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit ethischen Fragen in der Medizin, dem demografischen Wandel und der Aufarbeitung des DDR-Unrechts.

von Mr. Yesbo

Google will Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge testen

Februar 11, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Der US-Internetkonzern Google will ein eigenes Netz mit Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen aufbauen. In den USA sollten an mehreren Orten testweise ultraschnelle Breitbandverbindungen verlegt und getestet werden, teilte das Unternehmen mit. Google will demnach Leitungen mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde bauen. Das sei “mehr als hundert Mal schneller” als der heutige Internetzugang der meisten US-Internetnutzer.

Nach Angaben des Unternehmens sollen zunächst 50.000 bis zu einer halben Million Nutzer in den Genuss der Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge kommen.

von Mr. Yesbo

Microsoft untersucht neue Sicherheitslücke im Internet Explorer

Februar 4, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Der Softwareriese Microsoft prüft eine neue Sicherheitslücke in seinem Internet Explorer (IE). Die Lücke im Browser des Unternehmens öffne Angreifern möglicherweise den Zugang zum Computer der Nutzer, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Betroffen sind demnach vor allem Computer mit dem älteren, aber noch weit verbreiteten Betriebssystem Windows XP. Auf den Betriebssystemen Windows Vista und Windows 7 schütze hingegen der standardmäßig aktivierte “geschützte Modus” vor Angriffen über die Sicherheitslücke.

Hingewiesen auf die Lücke wurde Microsoft von einer Computersicherheitsfirma. Microsoft prüft die Lücke nun und wird nach eigenen Angaben bei Bedarf eine Aktualisierung für seine Nutzer bereitstellen. Im Internet Explorer des Softwareriesen war erst kürzlich eine Sicherheitslücke entdeckt worden. Diese hatten unter anderem Hacker aus China für Angriffe auf Google und andere Großkonzerne ausgenutzt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte die Lücke als “kritisch” bewertet und Computernutzern empfohlen, vorübergehend ein anderes Programm zum Anzeigen von Internetseiten zu verwenden. Inzwischen hat Microsoft ein Update für die Sicherheitslücke bereitgestellt.

von Mr. Yesbo

Google Datenschutz

November 6, 2009 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo

Nutzer der Dienste des Internetkonzerns Google können mit einer neuen Anwendung einen besseren Überblick über die auf ihren verschiedenen Konten gespeicherten Daten bekommen. Das am Donnerstag weltweit freigeschaltete Google Dashboard liefert den Kunden eine Übersicht der Daten, die sie bei Diensten wie GoogleMail oder YouTube gespeichert haben. Mit dem neuen Produkt wolle Google den Nutzern mehr “Transparenz und Kontrolle über ihre Daten” geben, sagte Wieland Holfelder, Leiter des Google-Entwicklungszentrums in München, wo das Dashboard maßgeblich entstand.

Der wegen seiner Datenschutzpolitik zuletzt in die Kritik geratene Internetriese Google will seinen Nutzern künftig eine bessere Kontrolle über ihre ins Internet gestellten Informationen ermöglichen. Das am Donnerstag freigeschaltete Google Dashboard bietet einen Überblick über die gespeicherten Daten. Nutzer können damit relativ schnell und unkompliziert Dateneinstellungen für Dienste für Google Mail oder YouTube vornehmen.

Google ist schon längst nicht mehr nur eine Suchmaschine. Nutzer können bei dem Internetkonzern auch Dokumente erstellen und speichern, E-Mails schreiben oder ihren Terminkalender verwalten. In Deutschland wird die Datenschutzpolitik des Konzerns mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Im August war Google zur Änderung seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen verurteilt worden, weil nach Ansicht der Richter mehrere Klauseln dem Konzern einen zu weitreichenden Zugriff auf Kundendaten ermöglichte. Die Entwicklung des Dashboards begann nach Konzernangaben aber schon vor dem Urteilsspruch.

Die neue Anwendung kann von allen Inhabern eines Google-Kontos genutzt werden. Das Dashboard listet sämtliche Dienste auf, die der Kunde nutzt, und gibt ihm einen Überblick etwa über geschickte Mails, Chat-Beiträge oder hochgeladene Bilder. Parallel dazu hat der Nutzer über Links einen schnellen Zugriff auf seine Sicherheitseinstellungen in den jeweiligen Diensten.

Bislang werden mehr als 20 Google-Dienste in der Anwendung erfasst, darunter neben Google Mail und dem Kalender auch das Videoportal YouTube und der Bilderdienst Picasa. Noch nicht integriert wurde die Toolbar. Diese soll Internetnutzern das Surfen im Internet erleichtern und ihnen einen besseren Überblick verschaffen. Die Toolbar zeichnet aber auch Suchanfragen und besuchte Internetseiten auf; ihre Nutzer bekommen zudem eine eindeutige Nummer zugeteilt.

Ebenfalls keinen Zugriff bietet das neue Werkzeug auf von Google gesammelte Informationen über die IP-Adresse, mit der Surfer im Internet eindeutig zu identifizieren sind. Diese Adressen werden außerhalb der personalisierten Bereiche von Google gespeichert, ebenso wie die sogenannten Cookies, die Angaben über das Surfverhalten enthalten und etwa das Anzeigen interessenbasierter Werbung ermöglichen.

Mit dem neuen Produkt wolle Google den Nutzern mehr “Transparenz und Kontrolle über ihre Daten” geben, sagte Wieland Holfelder, Leiter des Google-Entwicklungszentrums in München, wo das Dashboard maßgeblich entstand. Es sei wichtig, “dass sich Nutzer bewusst sind, welche Daten online sind und wie sie diese steuern könnten”. Das Münchner Entwicklungszentrum von Google mit seinen mehr als 60 Mitarbeitern will sich laut Holfelder auch künftig verstärkt Datenschutz-Projekten widmen.

Der Hamburger Datenschutz-Beauftragte Johannes Caspar bewertete die neue Anwendung positiv. Das Dashboard stärke die Eigenverantwortung im Umgang mit den Daten, erklärte er laut Google. Caspar hatte das Unternehmen kürzlich wegen des Straßenfoto-Dienstes Street View gerügt, nachdem Google-Mitarbeiter ohne ausreichende Absprache Straßenzüge fotografiert hatten. Google Street View bietet 360-Grad-Bilder von Straßenzügen größerer Städte, für Deutschland ist der Dienst in Vorbereitung. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos nicht nur die Gebäude, sondern auch Menschen und Autos zeigen.

von Mr. Yesbo

Google Musik

November 3, 2009 in Allerlei von Mr. Yesbo

Nutzer der Internet-Suchmaschine Google sollen schon bald Lieder über die Suchmaschinenseite kaufen und kostenlos anhören können. In einem Kasten auf der ersten Ergebnisseite sollten die Musikangebote von Online-Musikhändlern präsentiert werden, berichtete das “Wall Street Journal” in seiner Onlineausgabe unter Berufung auf Insider.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnte Google auch Lieder aus dem iTunes Store von Apple oder von Amazon.com anbieten, schrieb das Blatt. Die großen Musikkonzerne Warner Music, EMI, Sony Music und Universal Music kooperierten mit der Google. Googles Ziel sei es, seine Suchmaschine attraktiver für die Nutzer zu machen.