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Bundestages untersucht Internet

März 4, 2010

Eine Gruppe von Abgeordneten des Bundestages und von Experten soll die Auswirkungen des Internets auf die Gesellschaft untersuchen. Union, FDP, SPD, Grüne und Linke beschlossen im Parlament einstimmig die Einsetzung einer Enquêtekommission zu dem Thema. Die Kommission soll die Veränderungen untersuchen, die der Wandel zur “digitalen Gesellschaft” mit sich bringt.

Im Fokus sind dabei die Bereiche Kultur und Medien, Wirtschaft und Umwelt, Bildung und Forschung, Verbraucherschutz, Recht und Innen sowie Gesellschaft und Demokratie. Dabei geht es unter anderem um die Medienkompetenz, Grundrechte, Internet in der Verwaltung und Urheberrecht.

Im Antrag für die Enquêtekommission hieß es, das Internet sei die freiheitlichste und effizienteste Informations- und Kommunikationsform der Welt. Es trage maßgeblich zur Entwicklung einer globalen Gemeinschaft bei. Die digitale Gesellschaft biete neue Entfaltungsmöglichkeiten für jeden Einzelnen, neue Chancen für die demokratische Weiterentwicklung, für die wirtschaftliche Betätigung und für die Wissensgesellschaft. Dabei sei das Internet “nicht länger nur eine technische Plattform, sondern entwickelt sich zu einem integralen Bestandteil des Lebens vieler Menschen, denn gesellschaftliche Veränderungen finden maßgeblich in und mit dem Internet statt”.

Das Internet war in den vergangenen Monaten mehrfach in den Fokus der Regierungspolitik gerückt. Umstritten waren etwa die von der großen Koalition beschlossene und nun wieder ausgesetzte Sperrung des Zugangs zu Internetseiten mit Kinderpornografie, bei der die Seiten nicht geschlossen, sondern nur für den Zugriff aus Deutschland blockiert wurden. Eine Debatte ist auch um den Straßenbilder-Dienst Street View des Internetriesen Google entbrannt, gegen den einzelne Minister mit rechtlichen Schritten vorgehen wollen. Die Wirtschaft hatte die Regierung dafür heftig kritisiert.

Der Bundestag muss die Enquêtekommission auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder einsetzen. In den Gremien sitzen neben Abgeordneten auch Experten. Sie sollen umfangreiche und bedeutsame Themen untersuchen. Enquêtekommissionen beschäftigten sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit ethischen Fragen in der Medizin, dem demografischen Wandel und der Aufarbeitung des DDR-Unrechts.

Google will Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge testen

Februar 11, 2010

Der US-Internetkonzern Google will ein eigenes Netz mit Hochgeschwindigkeits-Internetzugängen aufbauen. In den USA sollten an mehreren Orten testweise ultraschnelle Breitbandverbindungen verlegt und getestet werden, teilte das Unternehmen mit. Google will demnach Leitungen mit einer Verbindungsgeschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde bauen. Das sei “mehr als hundert Mal schneller” als der heutige Internetzugang der meisten US-Internetnutzer.

Nach Angaben des Unternehmens sollen zunächst 50.000 bis zu einer halben Million Nutzer in den Genuss der Hochgeschwindigkeits-Internetzugänge kommen.

Microsoft untersucht neue Sicherheitslücke im Internet Explorer

Februar 4, 2010

Der Softwareriese Microsoft prüft eine neue Sicherheitslücke in seinem Internet Explorer (IE). Die Lücke im Browser des Unternehmens öffne Angreifern möglicherweise den Zugang zum Computer der Nutzer, teilte das US-Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mit. Betroffen sind demnach vor allem Computer mit dem älteren, aber noch weit verbreiteten Betriebssystem Windows XP. Auf den Betriebssystemen Windows Vista und Windows 7 schütze hingegen der standardmäßig aktivierte “geschützte Modus” vor Angriffen über die Sicherheitslücke.

Hingewiesen auf die Lücke wurde Microsoft von einer Computersicherheitsfirma. Microsoft prüft die Lücke nun und wird nach eigenen Angaben bei Bedarf eine Aktualisierung für seine Nutzer bereitstellen. Im Internet Explorer des Softwareriesen war erst kürzlich eine Sicherheitslücke entdeckt worden. Diese hatten unter anderem Hacker aus China für Angriffe auf Google und andere Großkonzerne ausgenutzt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte die Lücke als “kritisch” bewertet und Computernutzern empfohlen, vorübergehend ein anderes Programm zum Anzeigen von Internetseiten zu verwenden. Inzwischen hat Microsoft ein Update für die Sicherheitslücke bereitgestellt.

Google Datenschutz

November 6, 2009

Nutzer der Dienste des Internetkonzerns Google können mit einer neuen Anwendung einen besseren Überblick über die auf ihren verschiedenen Konten gespeicherten Daten bekommen. Das am Donnerstag weltweit freigeschaltete Google Dashboard liefert den Kunden eine Übersicht der Daten, die sie bei Diensten wie GoogleMail oder YouTube gespeichert haben. Mit dem neuen Produkt wolle Google den Nutzern mehr “Transparenz und Kontrolle über ihre Daten” geben, sagte Wieland Holfelder, Leiter des Google-Entwicklungszentrums in München, wo das Dashboard maßgeblich entstand.

Der wegen seiner Datenschutzpolitik zuletzt in die Kritik geratene Internetriese Google will seinen Nutzern künftig eine bessere Kontrolle über ihre ins Internet gestellten Informationen ermöglichen. Das am Donnerstag freigeschaltete Google Dashboard bietet einen Überblick über die gespeicherten Daten. Nutzer können damit relativ schnell und unkompliziert Dateneinstellungen für Dienste für Google Mail oder YouTube vornehmen.

Google ist schon längst nicht mehr nur eine Suchmaschine. Nutzer können bei dem Internetkonzern auch Dokumente erstellen und speichern, E-Mails schreiben oder ihren Terminkalender verwalten. In Deutschland wird die Datenschutzpolitik des Konzerns mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt. Im August war Google zur Änderung seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen verurteilt worden, weil nach Ansicht der Richter mehrere Klauseln dem Konzern einen zu weitreichenden Zugriff auf Kundendaten ermöglichte. Die Entwicklung des Dashboards begann nach Konzernangaben aber schon vor dem Urteilsspruch.

Die neue Anwendung kann von allen Inhabern eines Google-Kontos genutzt werden. Das Dashboard listet sämtliche Dienste auf, die der Kunde nutzt, und gibt ihm einen Überblick etwa über geschickte Mails, Chat-Beiträge oder hochgeladene Bilder. Parallel dazu hat der Nutzer über Links einen schnellen Zugriff auf seine Sicherheitseinstellungen in den jeweiligen Diensten.

Bislang werden mehr als 20 Google-Dienste in der Anwendung erfasst, darunter neben Google Mail und dem Kalender auch das Videoportal YouTube und der Bilderdienst Picasa. Noch nicht integriert wurde die Toolbar. Diese soll Internetnutzern das Surfen im Internet erleichtern und ihnen einen besseren Überblick verschaffen. Die Toolbar zeichnet aber auch Suchanfragen und besuchte Internetseiten auf; ihre Nutzer bekommen zudem eine eindeutige Nummer zugeteilt.

Ebenfalls keinen Zugriff bietet das neue Werkzeug auf von Google gesammelte Informationen über die IP-Adresse, mit der Surfer im Internet eindeutig zu identifizieren sind. Diese Adressen werden außerhalb der personalisierten Bereiche von Google gespeichert, ebenso wie die sogenannten Cookies, die Angaben über das Surfverhalten enthalten und etwa das Anzeigen interessenbasierter Werbung ermöglichen.

Mit dem neuen Produkt wolle Google den Nutzern mehr “Transparenz und Kontrolle über ihre Daten” geben, sagte Wieland Holfelder, Leiter des Google-Entwicklungszentrums in München, wo das Dashboard maßgeblich entstand. Es sei wichtig, “dass sich Nutzer bewusst sind, welche Daten online sind und wie sie diese steuern könnten”. Das Münchner Entwicklungszentrum von Google mit seinen mehr als 60 Mitarbeitern will sich laut Holfelder auch künftig verstärkt Datenschutz-Projekten widmen.

Der Hamburger Datenschutz-Beauftragte Johannes Caspar bewertete die neue Anwendung positiv. Das Dashboard stärke die Eigenverantwortung im Umgang mit den Daten, erklärte er laut Google. Caspar hatte das Unternehmen kürzlich wegen des Straßenfoto-Dienstes Street View gerügt, nachdem Google-Mitarbeiter ohne ausreichende Absprache Straßenzüge fotografiert hatten. Google Street View bietet 360-Grad-Bilder von Straßenzügen größerer Städte, für Deutschland ist der Dienst in Vorbereitung. Datenschützer kritisieren, dass die Fotos nicht nur die Gebäude, sondern auch Menschen und Autos zeigen.

Google Musik

November 3, 2009

Nutzer der Internet-Suchmaschine Google sollen schon bald Lieder über die Suchmaschinenseite kaufen und kostenlos anhören können. In einem Kasten auf der ersten Ergebnisseite sollten die Musikangebote von Online-Musikhändlern präsentiert werden, berichtete das “Wall Street Journal” in seiner Onlineausgabe unter Berufung auf Insider.

Zu einem späteren Zeitpunkt könnte Google auch Lieder aus dem iTunes Store von Apple oder von Amazon.com anbieten, schrieb das Blatt. Die großen Musikkonzerne Warner Music, EMI, Sony Music und Universal Music kooperierten mit der Google. Googles Ziel sei es, seine Suchmaschine attraktiver für die Nutzer zu machen.