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Otto kauft Quelle-Markenrechte

November 6, 2009

Nach der gescheiterten Rettung von Quelle kauft Konkurrent Otto die Rechte an der Marke Quelle selbst und an zahlreichen Eigenmarken. Zudem übernimmt der weltweit größte Versandhändler das Geschäft von Quelle in Russland, wie Otto mitteilte. Das Unternehmen zahlte insgesamt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag an den insolventen Konkurrenten, wie aus Branchenkreisen verlautete.

Otto besitzt damit künftig die Markenrechte von Quelle in Deutschland, Russland und weiteren mittel- und osteuropäischen Ländern, wie das Unternehmen mitteilte. Damit kann Otto die Marken, Logos und die meisten Internetdomains von Quelle nutzen. Küchen-Quelle und Foto-Quelle gehören nicht dazu.

Mit dem Kauf von Quelle Russland baut Otto seine führende Marktstellung auf diesem Wachstumsmarkt deutlich aus, wie das Unternehmen erklärte. Otto ist in Russland nach dem Aufkauf von drei Marken nach eigenen Angaben seit 2008 Marktführer im Versandhandel; Quelle, vor 20 Jahren erstes Versandhaus in dem Land, ist die Nummer zwei. Im Angebot beider sind vor allem Mode, Schuhe, Haus- und Heimtextilien. Bei Quelle Russland arbeiten nach Angaben des Insolvenzverwalters der Mutter Arcandor 280 Beschäftigte.

Quelle-Ausverkauf

November 2, 2009

Quelle-Ausverkauf beginnt mit technischen Schwierigkeiten!
Der beim Versandhaus Quelle hat mit technischen Schwierigkeiten begonnen. Schon wenige Stunden nach dem Start war die Internetseite des Unternehmens überlastet und daher schwer zu erreichen. Der Ausverkauf des Pleiteunternehmens begann zunächst auf der Internetseite, am Montag soll es auch in den Quelle-Filialen deutliche Rabatte geben.

Zum Verkauf stehen bis zu 18 Millionen Waren, die bis zu 30 Prozent billiger verkauft werden. Den Angaben zufolge stammt knapp die Hälfte der angebotenen Waren aus dem Bereich Mode. Der Ausverkauf ist zeitlich zunächst nicht befristet. Quelle werde liefern, so lange der Vorrat reiche, hatte der Insolvenzverwalter erklärt. Dabei werde angestrebt, die Bestellungen bis Weihnachten auszuliefern.

Für den Ausverkauf werden den Angaben zufolge noch rund 4300 Mitarbeiter beschäftigt. Gut 2100 Mitarbeiter haben dagegen zum 1. November ihren Job verloren. Der Insolvenzverwalter hatte vor gut zehn Tagen das Aus für das deutsche Traditionsunternehmen bekannt gegeben. Trotz intensiver Verhandlungen hatte sich kein Investor für den insolventen Versandhändler gefunden.