Kosten für Lebensunterhalt im Mai um 1,2 Prozent gestiegen
Juni 11, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Mai gestiegen. Im vergangenen Monat mussten die Verbraucher für ihren Lebensunterhalt 1,2 Prozent mehr ausgeben als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden unter Berufung auf endgültige Zahlen mit. Im April hatte die Inflationsrate bei 1,0 Prozent gelegen, im März bei 1,1 Prozent und damit erstmals seit über einem Jahr über der Ein-Prozent-Marke. Im Vergleich zu April stiegen die Preise im Mai um 0,1 Prozent. Die endgültigen Zahlen bestätigten vorherige Schätzungen des Bundesamtes.
Wie in den Vormonaten stiegen auch im Mai die Preise für Mineralölprodukte besonders kräftig, teilten die Statistiker mit. Bereits seit März 2010 müssen die Verbraucher demnach steigende Energiepreise hinnehmen. Besonders stark habe sich der Preisanstieg bei Mineralölprodukten (plus 17,9 Prozent) auf die Teuerungsrate ausgewirkt. Auch Strom verteuerte sich um 2,9 Prozent. Die binnen Jahresfrist rückläufigen Preise für Gas (minus 9,3 Prozent) sowie für Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme (minus 12,0 Prozent) konnten den Preisanstieg bei den anderen Energieprodukten demnach nicht ausgleichen.
Für Nahrungsmittel mussten Verbraucher im Mai 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat zahlen. Teurer wurden binnen Jahresfrist dem Bundesamt zufolge vor allem Obst (plus 6,2 Prozent) und Gemüse (plus 4,2 Prozent). Der Preisanstieg bei Speisefetten und -ölen von 6,4 Prozent sei weiterhin von der Preisentwicklung bei Butter (plus 20,2 Prozent) geprägt. Die Preise für Nahrungsmittel lagen demnach im Mai 2010 den dritten Monat in Folge über dem Vorjahresniveau.

