Tier

von Mr. Yesbo

“Betrunkene” Papageien geben Australiern Rätsel auf

Juni 2, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Hunderte Papageien, die wie betrunken aus Bäumen und vom Himmel fallen, geben den Bewohnern der nördlichen australischen Stadt Palmerston bei Darwin Rätsel auf. Die bunten Lori-Papageien wirken wie Betrunkene orientierungslos und verlieren das Bewusstsein. Auf der Suche nach der Ursache tappen die Experten noch im Dunkeln.

“Sie scheinen wirklich wie betrunken”, sagte die Tierärztin Lisa Hansen in der Tierklinik Ark Animal Hospital in Palmerston der Nachrichtenagentur AFP. “Sie fallen aus Bäumen, sie haben keine Koordination, sie springen hoch und treffen die Stange nicht, auf der sie landen wollen.” Ursache für das auffällige Verhalten könne eine Pflanze sein, die die Vögel verzehren. Aber auch ein unbekannter Virus könne der Grund sein.

Das Tierkrankenhaus habe bis zu 30 Papageien auf einmal zu versorgen und bitte die Bevölkerung um Spenden, sagte die Tierärztin. Den Vögeln werde süßer Haferbrei und frisches Obst gegeben – die Vogelversion eines Katerfrühstücks. Ohne vernünftige Pflege könnten die Tiere verenden, warnte sie.

von Mr. Yesbo

Erstmals seit 19. Jahrhundert wieder Wolf in NRW

März 4, 2010 in Allerlei von Mr. Yesbo

Erstmals seit dem 19. Jahrhundert hat sich wieder ein Wolf in Nordrhein-Westfalen aufgehalten. Das Tier habe im Dezember vergangenen Jahres die Gegend um Borgentreich im ostwestfälischen Landkreis Paderborn besucht, teilte das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Recklinghausen mit. Das habe die DNA-Analyse von Fellhaaren ergeben, die an einem tot aufgefundenen Schaf gefunden worden waren. Fachleute hatten von Anfang an vermutet, dass es von einem Wolf gerissen wurde. Bislang fehlte aber der letzte Beweis.

Nach Angaben des Landesamts ist der DNA-Test der erste Beleg für einen Wolf in Nordrhein-Westfalen seit über 100 Jahren, möglicherweise seit 150 Jahren und mehr. Den letzten bestätigten Abschuss eines Wolfs verzeichnen die Archive für das Jahr 1839. Danach habe es im Lauf des 19. Jahrhundert nur noch ganz wenige, vereinzelte Sichtungen gegeben, bevor die Ära der Wölfe dort ganz endete, sagte Landesamtssprecher Eberhard Jacobs. Die in Rudeln lebenden Raubtiere wurden vom Menschen gnadenlos gejagt, bis sie in Deutschland komplett ausgerottet waren.

Bereits seit den 1990er Jahren leben die streng geschützten Wölfe wieder in Deutschland. In Sachsen und Brandenburg sind ganze Rudel ansässig, die zuvor aus Polen einwanderten. Ein Wolf lebt seit längerem im hessischen Reinhardswald an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen, weitere Tiere wurden inzwischen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gesichtet.

Die Experten in Nordrhein-Westfalen sind überzeugt, dass es sich bei “ihrem” Tier aus Ostwestfalen um den hessischen Wolf handelt, der kurz vor Weihnachten zu einem Ausflug über die Landesgrenze aufgebrochen sein muss. Es habe sich offenbar nur um einen kurzen Besuch gehandelt, erklärte der für Artenschutz zuständige Abteilungsleiter des Amts, Georg Verbücheln. Seit Dezember seien keine neuen Wolfsspuren gefunden worden.