Toyota ruft in Deutschland rund 200.000 Autos zurück
Februar 4, 2010 in Verbrauchertipps von Mr. Yesbo
Vom geplanten Rückruf bei Toyota wegen klemmender Gaspedale sind in Deutschland mehr als 200.000 Autos betroffen. Wie eine Sprecherin von Toyota in Köln der Nachrichtenagentur AFP sagte, werden insgesamt 215.796 Autos in die Werkstätten zurückbeordert. Der Rückruf werde in Kürze offiziell erfolgen. Die würden in einem Brief vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) über die Einzelheiten informiert. Kunden, die bereits vorab Fragen hätten, könnten sich bereits jetzt an ihre Händler wenden, sagte die Toyota-Sprecherin.
Toyota hat seit Herbst mit einer Pannenserie vor allem bei Gaspedalen in seinen Autos zu kämpfen, im Januar verschärfte sich die Lage. Zu Jahresbeginn kündigte der japanische Konzern den Rückruf von weltweit knapp 4,63 Millionen Fahrzeugen an, weil Gaspedale drohten, nicht mehr oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückzukehren. Weitere 5,3 Millionen Autos rief Toyota seit Herbst zurück, weil hier die Gefahr bestand, dass sich die Fußmatten mit den Gaspedalen verhaken. Davon wurden 1,1 Millionen im Januar in die Werkstätten zurückbeordert. Am Mittwoch wurde ein weiteres Problem mit den Bremspedalen beim Vorzeigemodell Prius bekannt, dessen Umfang aber noch unbekannt ist.
Der Rückruf von Millionen Toyota-Fahrzeugen wegen technischer Probleme mit den Gaspedalen kostet den japanischen Autohersteller nach eigenen Angaben einen Milliardenbetrag. Die erwarteten Kosten für die Pannenserie gab Toyota mit bis zu 180 Milliarden Yen (rund 1,4 Milliarden Euro) an. Die Summe setze sich aus Reparaturkosten bei den betroffenen Wagen und Verkaufsausfällen zusammen.

Toyota wusste offenbar seit 2007 von Problemen mit Gaspedalen
Toyota hat von den Problemen mit Gaspedalen in seinen Fahrzeugen offenbar bereits 2007 gewusst. Wie die “Financial Times Deutschland” am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, zeigten zu dem Zeitpunkt von dem japanischen Autohersteller in Auftrag gegebene Prüfungen, dass Gaspedale während der Fahrt festklemmen können. Monatelange Tests hätten damals ergeben, dass bei dem Modell Auris mehrmals das Gaspedal in durchgedrückter Position steckenblieb, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Unterlagen über die Untersuchungen.
Demnach wurden zu dem Zeitpunkt drei verschiedene Serienmodelle gestetest, die so auch verkauft wurden. Laut “FTD” wurde das Toyota-Management mehrmals über die Testergebnisse informiert. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte dem Blatt die Langzeittests durch Toyota Europe. Dabei habe es maximal “vereinzelt ein leichtes Klemmen des Gaspedals gegeben”. Der Fall sei an die Toyota-Zentrale weitergegeben worden. In Deutschland ruft Toyota mehr als 200.000 Autos wegen des Problems mit klemmenden Gaspedalen zurück.
Toyota hat seit Herbst mit einer Pannenserie vor allem bei Gaspedalen in seinen Autos zu kämpfen, im Januar verschärfte sich die Lage. Zu Jahresbeginn kündigte der Konzern den Rückruf von weltweit knapp 4,63 Millionen Fahrzeugen an, weil Gaspedale drohten, nicht mehr oder nur langsam in die Ausgangsposition zurückzukehren. Weitere 5,3 Millionen Autos rief Toyota bereits seit Herbst zurück, weil hier die Gefahr bestand, dass sich die Fußmatten mit den Gaspedalen verhaken.