L`impression bizarre o_O

Posted by julesmumm on Mai 13, 2012
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Was ein Tag….Aber (ich glaube es selbst kaum) ich habe es geschafft, ich bin nun da =)

Alles begann um 03:30 Uhr in meiner Wohnung in Berlin. Der Wecker klingelte. Das war schon mal das erste Problem, es war viel zu früh! Naja aber es musste noch einiges gepackt werden, denn wie nach jedem Mal Berufsschule musste die Wohnung wieder an den Hausmeister in einwandfreiem Zustand abgegeben werden. Nach einer Stunde packen um 04:30 Uhr habe ich fast einen Herzinfarkt bekommen, als ein ohrenbetäubendes Geräusch durch den 13-Stöcker hallte: Feueralarm!!! Ich sah aus dem Fenster und sah drei junge Herren weglaufen. Aber brannte es nun oder nicht??? Nach dem sich nach ein paar Minuten eine riesige Menschenmasse vor dem Gebäude sammelte, rief ich mal ganz locker aus dem 11. Stock: “Brennt es wirklich?” und dann war auch schon die Feuerwehr da, die mich dann auf freundlichste Art und Weise bat das Gebäude sofort zu verlassen. Ich war natürlich die Letzte im Haus ;-) Da ich auch die Einzige war, die die netten jungen Männer hat weglaufen sehen, musste ich mich auch noch mit der Polizei auseinandersetzen, die an diesem Sonntagmorgen äußert viel Zeit zu haben schien. Nach ca. 45 Minuten durfte ich dann wieder in meine Wohnung und musste so schnell wie möglich alles in meine Tasche schmeißen und los.

Erleichterung kam auf als ich endlich in der S-Bahn Richtung Hauptbahnhof saß, aber wie sollte es auch anders sein, nach einer Station hielt sie an: “Sehr geehrte Damen und Herren, da sich Personen im Gleisbereich befinden, können wir die Fahrt leider nicht fortsetzen”!!! Es soll einfach nicht sein, dachte ich. Doch dann ging es schneller als erwartet weiter und ich schaffte es tatsächlich 2 Minuten vor Abfahrt des Zuges am Hauptbahnhof zu sein. Mit 100000  BVB-Fans. Eine angenehme Fahrt bis nach Köln stand mir bevor. Und nach nur 6:40 und einmal umsteigen habe ich fast den Ausstieg verpennt.

Nun war ich angekommen am Gare du Nord in Brüssel. Vier verschiedene Sprachen redeten auf mich ein, alle Beschreibungen zumindest in Flämisch und Französisch und ich merkte, dass mein Französisch nicht reichen würde. Die Menschen sprechen einfach viel zu schnell!! Aber Gott sei Dank lässt sich hier auch alles mit Englisch regeln. In der Bahnhofshalle wohnen ungefähr 50 Menschen…Ja, sie wohnen dort. Manche nur mit einem Bett, andere mit ihrem ganzen Hausstand inklusive Schränken. Ich war total perplex und wollte nur schnell weg in meine Wohnung.

Marianne, meine Vermieterin, hatte mir den Weg sehr gut beschrieben und ich war nach ca. einer halben Stunde da. Sehr gemütliche, ruhige Gegend mit sehr freundlichen Menschen. Auch Marianne und ihr Mann Bernard sind sehr nett. Beide redeten auf mich ein und erklärten mir innerhalb von 10 min alle Tücken ihres Hauses und was ich zu tun und zu lassen habe. Das war wie auswendig gelernt. Aber kein Wunder, wahrscheinlich hatten die beiden schon hunderte Praktikanten hier und waren somit auf jede Eventualität vorbereitet.

Nachdem ich fix ausgepackt hatte und mir alles genau eingeprägt hatte, machte ich mich auf den Weg die Gegend zu erkunden. Es verschlug mich per Zufall auf eine Kirmes, wo die ersten Pommes auf mich warten sollten =) Ich lief das ganze Spektakel auf und ab und es war kein einziger Fritten-Stand in Sicht!!! Das kann doch nicht sein!! Enttäuscht ging ich in eine Seitenstraße und da waren sie: Die originalen belgischen Pommes!!! Kein Vergleich zu unseren und die Saucen: Tartare maison, meine neue Lieblingssauce =)

Gestärkt und neugierig machte ich mich auf den Weg zu meinem zukünftigen Arbeitsplatz: Boulevard Saint Michel 80 – Informationsbüro des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Auch das war nach ein paar Minuten gefunden und machte einen äußert seriösen Eindruck von außen.

Fazit: Tagesziele (Ankommen in Brüssel und Pommes essen) erreicht!!!

Das Abenteuer belgischer Multikulti-Dschungel hat also nun tatsächlich begonnen und ich kann die Herausforderungen kaum erwarten ;-)

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