So das erste Wochenende ist vorbei und es wird dringend mal wieder Zeit für einen Zwischenbericht
Am Samstagmorgen machten wir uns auf den Weg nach Antwerpen. Mit dem Zug ist das sehr sehr billig, da man am Wochenende nur die Hälfte des üblichen Preises zahlt. Wir kamen also für 8€ hin und zurück und das bei einer Stunde Fahrt!!! Wir gingen in den national bekannten Jardins zoologique oder auch einfach Tierpark. Bei sehr schönem Wetter konnten wir die kleinen Pinguine, Erdferkel und noch unzählige weitere Tiere beobachten. Nach 3 Stunden waren wir auch fix und fertig und es ging zum Bummeln in die Stadt. Ein Glück war unsere Kartenleserin Svea dabei, dann Maira und ich hätten nie wieder da rausgefunden =) Natürlich muss man in Anvers, wie es so schön auf französisch heißt, auch eine Hafenrundfahrt machen, bei der wir dann fast eingeschlafen sind. Die Tage sind aber auch lang und anstrengend hier. Aber es muss ja auch wirklich jede Veranstaltung mitgenommen und alles erkundet werden. Zwei Monate sind einfach viel zu kurz
Im berühmten Theaterviertel Antwerpens ließen wir den Abend gemütlich bei einem Gläschen Wein ausklingen. Fast hätten wir uns noch bei einem Modelcasting im örtlichen Einkaufszentrum angemeldet *haha* Später zurück in Brüssel ging es noch ins Fat Boys, einer der berühmtesten Sportbars direkt neben dem Parlament um das Championsleague-Finale zu sehen. Wie es ausging wissen wir ja alle -tragisch. Aber ich konnte dort viele neue Bekanntschaften mit Leuten aus aller Welt machen, denn hier trifft man sich regelmäßig. Bei meinem Rückweg zur Metro wurde mir erstmal so richtig bewusst, dass ich mich direkt neben den größten Institutionen Europas, dem Europäischen Rat, der Kommission, dem Rat der Europäischen Union und dem Parlament bewege. Das ist so cool =)
Als absoluter Schokoholic ging ich am Sonntag mit Maira ins Schokoladenmuseum. Endlich mal was zum Probieren, dachte ich. Und so war es dann auch. Der Chocolatier zeigte uns eindrucksvoll, wie man belgische Meeresfrüchte und andere Pralinien herstellt, die wir dann hinterher vertilgen konnten. Danach ging es zum Tourishoppen, in das Kreuzberg von Brüssel und an den Kanal. Für Küstenkinder ist das aber eher eine kleine Grube. Ich muss mich auch noch überwinden in das örtliche Schwimmbad zu gehen um ein bisschen Wasser zu genießen, aber das ist natürlich auch kein Vergleich.
Gestern ging es dann in die intensive Phase der Vorbereitung für die Green Week. Viele Bekannte Vertreter des WWF, Greenpeace, World Youth Parliament, der Umweltkommissar Potocnik, der Genraldirektor Umwelt Karl Falkenberg und viele viele weitere warten dort auf mich
Und heute geht es nun endlich in die Kommission =)
In der Hessischen Landesvertretung gab es gestern Abend einen Praktikantenempfang, bei dem die Funktionen einer Ländervertretung erklärt wurden. Danach gab es natürlich wie immer Wein und Snacks. Alles dient dem Networking, das wichtigste Wort hier in Brüssel. Kontakte sind alles. Und mittlerweile fühle ich mich schon wie ein alter Hase, da mir die meisten Gesichter bereits bekannt sind und man bereits einige neue Praktikanten mit politischen Vertretern bekannt macht. Und natürlich wurde es auch hier wieder spät. Heute abend geht es dann zu dem Filmfestival One World. Hier werden Filme über Fälle des Internationalen Gerichtshofes in Den Haag gezeigt. Ich bin gespannt wie es wird.
Tja von Brüssel habe ich noch nicht so viel gesehen. Auch am nächsten Wochenende wird dies schwierig, da wir nach Brügge fahren. Ich war ja noch nichtmal beim Atomium *haha* Den anderen geht es genauso. Tagsüber arbeiten, abends Veranstaltungen und am Wochenende fährt man in Belgien rum. Aber noch bin ich ja ein paar Wochen hier und werde mir sicher irgendwann alles in Ruhe anschauen können. Wobei das Wort Ruhe gibt es in dieser Stadt gar nicht =)
