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Namibia,Botswana und Sambia in einem Monat…

19062016 by Clara Müller

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Einen Monat Ferien. Einen Monat reisen.
Was haben wir uns da nur vorgenommen?

Das Auto wurde gemietet, die Strecke geplant und Unterkünfte überlegt.
Ein grober Plan steht fest und das Datum rückte immer näher…
… bis es endlich soweit war.
Schwer bepackt ging es los.

Schon am ersten Tag lief alles anders als geplant.
Wir fuhren gen Norden, Richtung Kamanjab.
Eigentlich nur eine Zwischenunterkunft,
doch diese sollten wir gar nicht erst erreichen…
In OKAHANDJA blieben wir ungewollter Weise hängen.
Auf einem Parkplatz direkt vor Spar.
Es wurde Gebrauch von einem Störsender gemacht,
so dass unser Auto nicht richtig abgeschlossen war und
sich jederman beliebig daran bedienen konnte.
Zwei Rucksäcke wurden geklaut.
Neben all den kleinen persönlichen Dingen,
wurde ein Reisepass und eine gute Kamera entwendet.
Echt ärgerlich, und das am ersten Tag!
Der vorläufige Reisepass und eine Ersatz-Kamera
wurden am kommenden Tag in Windhuk besorgt,
so dass es für uns danach weiter gehen konnte.

Mit Zwischenstopp an einer warmen, wunderschönen Quelle
(genannt: WARMQUELL)
gelangten wir an unser erstes „richtiges“ Ziel:
EPUPA FALLS, die Fälle liegen im Grenzfluss
zwischen Namibia und Angola.
Die Falls waren wirklich sehr schön
Und im Gegensatz zu den Victoriafällen,
die natürlich um einiges größer und beeindruckender sind,
sieht man wenigstens etwas von ihnen.
(aber dazu später mehr… )

Als Angebot von unserem Campingplatz gab es die
Möglichkeit ein HIMBA-DORF zu besichtigen.
Eine wirklich merkwürdige, aber auch spannende Erfahrung.
„Eintritt“ bezahlten wir in Form von Lebensmitteln,
damit können die Bewohner mehr anfangen, als mit Geld oder Spenden.
Ein wenig komisch fühlt man sich schon, wenn sechs weiße Mädels,
alle mit Kamera in der Hand, in das Dorf geführt werden und es
wie im Museum einen Rundgang mit verschiedenen Erklärungen gibt.
Dennoch war es interessant zu sehen, wie die Himba leben.
Es ist ein Nomadenvolk, welches „immer noch“ als Viehzüchter,
Jäger und Sammler, nahezu ohne jegliche westliche Einflüsse lebt.
Mit vielen interessanten Angewohnheiten und Traditionen.

Von dort ging es dann direkt zum berühmten ETOSHA-PARK.
Ein riesiger Nationalpark, in dem so gut wie alle Tiere
in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen sind.
So fuhren wir von Wasserloch zu Wasserloch und sahen
Giraffen, Huftiere (in Unmengen), Elefanten (besonders
schön, wenn sie einfach so auf der Straße laufen und sich
davon auch nicht abbringen lassen…), Nashörner, Löwen, Zebras,
eine Hyäne und viele andere faszinierende Tiere!

Und weiter ging es nach BOTSWANA.
In MAUN lernten wir, wie man Körbe flechtet und
erkundeten die Stadt und kauften die typischen Touriandenken.

Im CHOBE NATIONAL PARK hatten wir dann eine ganz besonders
schöne Unterkunft. Kein Zaun, kein Klo, kein gar nichts.
Einfach nur Nummern an den Bäumen, die die Plätze markieren sollten.
Daher liefen auch überall Elefanten im Gebiet herum.
Es ist noch einmal eine andere Erfahrung, ob man im Auto sitzt
und einen Elefanten beobachtet oder ob dieser einfach fünf
Meter ohne jegliches Hindernis an dir vorbei läuft.

Auf der nächsten Strecke blieben wir fünf-Mal mit unserem
Auto stecken, in praller Mittagssonne. Eine wirklich schöne
Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann.
Im Nachhinein wurde uns dann verraten, dass wir genau die
Straße genommen haben, die am allerschlimmsten ist.
Und das obwohl es uns vom Grenzposten empfohlen wurde.
Ebenso durften wir erfahren wie gefährlich das doch sei
dort auszusteigen. Der Besitzer unseres nächsten Campingplatzes
meinte, selbst er, der seit Jahren dort wohnt, wäre nicht
freiwillig ausgestiegen. Wie gut, dass wir das davor noch nicht wussten…
In KASANE machten wir eine Sonnenuntergangs-Bootstour durch den Fluss
(die Grenze zu Namibia, Botswana liegt im Osten Namibias)
Auf der Tour durften wir Hippos von Nahem beobachten,
so wie Elefanten, kämpfend im Wasser und natürlich den Sonnenuntergang.
(der mir  noch einmal gefühlt tausende Sonnenuntergangsfotos beschert hat,
die ich ja so noch nicht habe.. oder doch…)

Von Botswana ging es dann nach SAMBIA, LIVINGSTONE.
Der Grenzübergang dauerte eine halbe Ewigkeit,
ganz im Gegensatz zu Botswana und Namibia, was
wirklich immer ohne Probleme funktionierte…
Egal, denn es lohnte sich auf jeden Fall!
Livingstone als Stadt ist wirklich sehr schön.
Besonders auf den Märkten verbrachten wir jeden Tag
mehrere Stunden. Eigentlich gibt es alles dort zu kaufen.
Lebensmittel, Haushaltswaren, Second-Hand (mit sehr vielen
schönen Taschen und geklauten Rucksäcken),
und natürlich die Stoffe!!!
In allen erdenklichen Mustern und Farben in einer
super Qualität  und dann auch noch günstig.
Was will man mehr? Einen Schneider!
Davon gibt es dort auch genug…
So ließen wir uns alle mehrere Kleidungsstücke
maß-schneidern. Ich bin um drei Hosen und
einem Kleid reicher nach Namibia zurück gekehrt.
Das Kleid (für welches man in Deutschland bestimmt
um die 100€ aufwärts hätte zahlen müssen) hat mich
umgerechnet 15€ gekostet. Wie gut, dass wir nur
sechs  Tage in Livingstone waren…
Einen Tag davon haben wir uns die berühmten
VICTORIA FALLS angeschaut.
Naja, eigentlich haben wir davon nicht wirklich
viel gesehen, da die feinen Wassertropfen, die
überall in der Luft waren, einen direkten Blick
auf die Fälle so gut wie verhindert haben.
Dafür war man aber mindestens nach fünf Minuten
von oben bis unten nass! Komplett!
Und hat man einmal einen Blick erhaschen
können, so hat sich dieser auf jeden Fall gelohnt.

Von dort ging es dann wieder zurück nach NAMIBIA
in den CAPRIVI-STREIFEN und weiter nach
MAUN (wo wir ja noch nicht waren *hust*)
Dort haben wir dann eine Mokoro-Tour gemacht.
Ein Mokoro ist ein Einbaumboot, welches mit Hilfe
von Stochern (wie in Venedig die Gondoliere)
vorwärts bewegt wird.
Im Okavango-Delta fuhren wir neben Hippos,
Krokodilen und Unmengen anderer Tiere
das Delta entlang, übernachteten im Gebüsch und
machten noch eine Walking-Safari.
Wieder zurück am „Hafen“ sahen wir
einige total zerstörte Boote, die, wie uns erklärt wurde,
von Hippos so zu gerichtet wurden. Denn in der Nähe
des Hafens gibt es einen Hippopool, wo jedes Boot
vorbei fahren muss… Wie gut, dass wir das erst im
Nachhinein erfuhren.

Und damit war unsere Reise eigentlich auch schon wieder
zu Ende. Wir brachten unser Auto zurück,
luden unser Gepäck, welches sich gefühlt verdoppelt
hatte (dank Livingstone) wieder in Rehoboth aus
und genossen zum ersten Mal seit einem Monat
endlich wieder eine Matratze. Die Kälte blieb jedoch.
Sowohl im Zelt, als auch im Haus (welches so gar
nicht isoliert ist, weswegen es drinnen immer deutlich
kälter ist als draußen) waren es um die Null Grad,
denn hier in Namibia beginnt leider gerade der Winter.

Doch trotzdem möchte ich diese schöne Zeit nicht missen.
Es war eine lange Reise mit vielen tollen Erfahrungen,
Erlebnissen und spannenden Tieren.

Und das wichtigste: FOTOS!!
https://plus.google.com/photos/108484498536021766681/albums/6290492679141873537?authkey=CL2M6vamjMLSVQ

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