Der Kampf mit der Papierarbeit

Posted by Juliane Propst
Sep 14 2011



Bürokratie verfolgt uns überall. Die zivilisiert Welt käme ohne Formulare von der Wiege bis zur Bahre gar nicht mehr zurecht. Man hat sich daran gewöhnt. Und findet es dennoch umständlich und lästig, weil es Zeit kostet Papiere auszufüllen. Die meisten Selbständigen jammern über den Papierkram. Die Papierarbeit hält auf, der Schreibtisch wird möglichst lange gemieden. Doch wenn man es genauer betrachtet und diese Vermeidungstaktiken, die Menschen entwickeln um Dinge vor sich her zu schieben, näher durchleuchtet, dann wird es spannend, das Thema Büro. Für die Büroarbeit muss man sich nämlich Ruhe gönnen. Ja, gönnen. Nur dann kann man sich konzentrieren und effektiv arbeiten.

Berliner Büchertisch - Packstation 2.jpg

Und nur dann fällt demjenigen auf, dass ihm eigentlich ganz viele Helferlein zur Verfügung stehen. In der Ruhe liegt die Kraft? Vielleicht. Es scheint eine Kopfsache zu sein und muss mit der inneren Balance zusammenhängen. Und derjenige, der sich – egal ob privat oder geschäftlich – längere Zeit vor der ungeliebten Arbeit im Büro drückt und so gar keine Verwendung für all das Büromaterial hat, der würde sich wundern, wenn er seine innere Einstellung änderte. So könnte er sich ja vorstellen, dass er bei seiner Arbeit am Schreibtisch Spaß haben wird und sich danach ein Glücksgefühl einstellen wird, weil sie erledigt ist. Der klassische Drückeberger könnte aber auch jeden Tag ein bisschen von der Papierarbeit abarbeiten und sich jedes Mal freuen, wenn er abends den Stempel für das Datum schon auf den nächsten Tag einstellen kann. Wieder was geschafft. Stempel können glücklich machen.

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