the end is only the beginning the beginning of the calm before the storm

Ich musste so einiges überwinden vor und nach meinem Umzug.
Fangen wir mal so an nach langen Diskussionen, Streit und Tränenausbrüchen bin ich umgezogen.
Und landete in Frankfurt am Main, mit dem festen Willen mein Abitur zu machen, leider wurde damit auch nicht viel. Ich sah im Kolleg und dachte mir was ich hier mache. Ich möchte gerne wieder in meinem Alten Beruf arbeiten, im Kindergarten.
Und aufeinmal geschah es, ich war im Klinikum.
In einer klaren Nacht ohne Wolken bedeckt ging das Ende los und es folgte die Ruhe, die vollkommene Stille und dann fingen sie an zu schreien, zu brüllen. Sie wollten raus, sie wollten gehen. Ob sie sterben wollten?
Ich weiß es nicht aber ist weiß wie sie brüllten aus aller Kraft, laut und voller überzeugung mir mein Platz zu entnehmen und die Position annehmen.
Ich hatte solche Angst, solche Panik und verfiel in trance.
Unberechenbar, unbestimmt und voller Durcheinander im Kopf ging ich den Weg entlang, ich rannte und rannte und als meine Beine müde wurden fing ich an zu laufen, blickte hinter mich und sah nichts. ich lief und lief und als sie sagten ich soll stehen bleiben, blieb ich stehen. Nach einer Weile konnten meine Beine mich nicht tragen, nach einer Weile verlor ich das Bewusstsein über mich selbst und kriechte im Dreck vor mich hin. Sie verfolgten mich, sie brüllten mich an, sie rannten hinter mir her und sie packten an mir, zerrten mich in die Dunkelheit und zeigten mir die Angst, den Tot und das Ende, wie ein Kind schrie ich zurück lasst mich los! Lasst mich leben, ich entscheide. Ich stieg hinauf, und rannte und rannte, fiel und lag da. Ich lag auf dem Kalten Boden das voller Laub, Erde und Gras beschmückt war. Es war so ein durcheinander das es schon fast Sinn machte und ich lag eine Weile da ohne das Wissen das sie ein Freund von mir kontaktierten und ihm berichten das er die Polizei benachrichtigten solle. Er rief die Polizei, sie sollten mich holen und in die Psychiatrie bringen ich bin wohl nicht beim Verstand.
Ich stand auf und ging wie eine betrunkene die Straße entlang und hoffte das sie mich nicht finden. Ich rief meinen Freund an und sagte zu ihm das ich verwirrt sei und Hilfe brauche. So lief ich schnell in mein WG Zimmer um mir meine Sachen zu packen und da waren sie. Sie die von denen ich zwei Stunden wegrannte, sie die mich anschrien, die mich umbringen wollten, sie die mich nicht in Ruhe lassen wollten, sie wollten meine Stelle einnehmen, sie wollten ich sein und lief schnell in mein Zimmer und blieb wie gesteinert stehen. Die Polizei, sie standen vor mir und erklärten Dinge, Dinge die ich nicht verstanden habe, ich war verwirrt und fing an zu weinen. Sie sagten ich muss mitkommen, sie riefen den Krankenwagen, ich stief ein und nach einer Weile war ich im Klinikum für Psychatrie.
Eine Ärztin stellte mir Fragen, wieso ich hier bin und ich sagte ich weiß es nicht, ich erinnere mich nicht.
Ich berichte Stimmen zu hören.
Nach einigen Tagen in der Geschlossenen mit wirklich tollen Begegnungen wurde ich in die halb offene Verlegt. Ein Arzt kamm zu mir um mir die Diagnose zu verkünden, er blickte mich an und fragte nach meinem Wohlbefinden, ich antworte es geht schon. Er blickte mich an wie man lieber nicht angeschaut werden möchte und sagte mir das ich zwar Borderline habe aber auch eine Dissoziative Identitätsstörung. Aus der Fassung geraten wurde mir bewusst gemacht das sie, sie die Monster, die Stimmen die mich jagten, die mich zu Boden schlugen, ich selbst war. Sie sind ich, sie sind in mir drin. Wir sind eins und ich wurde wie gelähmt, mit Angst vor mir selbst und ab diesem Tag blickte ich in den Spiegel und sah eine Fremde die hämisch lachte, ich hatte Angst vor mir selbst und ab diesem Tag wusste ich das ich nicht alleine in mir bin und das ich nicht genug laufen könnte. Ich kann sie nämlich nicht besiegen sie sind ein Teil von mir.
Mit Wut und aufgeschnittenen Armen stand ich, wir auf und gingen weiter, ich fühlte mich so voll, als hätte ich zu viel gegessen. Aber ich wusste das ich anderes voll sei. Durch sie, es sind so viele in mir das ich mich voll fühle.
In jener Nacht, fühlte ich mich hilflos den ich wusste meine Feinde sind in mir mein größter Feind bin ich selbst. Dieses Gefängnis habe ich mir selbst erschaffen.
Wochen vergingen und ich wurde entlassen ohne Hoffnung auf Therapie.
Und nun nach dem ich wieder am Anfang stehe fragt es sich wohin mit dem Wissen?
Ich habe es geschafft sie nicht mehr zu hören und ich weiß nicht so ohne Grund wurde es auf einmal Still, so Still das ich nicht wusste wohin mit dieser Ruhe, ich wollte keine Blackouts mehr, ich wollte keine Angst mehr haben, ich wollte allein sein und da war es, sie waren weg. Von heut auf morgen waren sie weg und ich bin ein Uno mit einer DIS und BPS.
Ich habe den Kampf gegen mich selbst nicht gewonnen, ich habe den Kampf akzeptiert und sie angehört und sie sind weg.
Ich bin ein Uno und fange an meinen eigenen Körper wahrzunehmen. Letztens bemerkte ich, das dass meine Hände meine sind, das meine Beine mir gehorchen und das ich mich selbst kontrolliere. Ich bin zwar nicht geheilt aber ich wäre Verständnisvoller. Und mit diesem Wissen ziehe ich mir meine alte blaue Jeans an, mein neues Verständnis in mein Bewusstsein gepackt und los gehts!
Auf eine Reiße ins Unbekannte.
Es sind zwei Monate her nach diesen seltsamen Ereignissen und ich bin dankbar für sie.
Heute bin ich verlobt, suche mir eine Wohnung und werde wieder mit einem Alten Beruf anfangen.
Ich kann zwar nicht Freuden froh meine Seele baumeln lassen und mir keinen Kopf um alles machen aber ich kann immerhin den Spalt etwas weiter öffnen und in die Zukunft blicken und mir sagen was ich nur ich selbst für mich möchte. Und ich werde es nicht zulassen das mich nochmals so ein Gefühl überkommt und ich weiß wenn es doch so passieren sollte so werde ich mir meine Feinde und mich erstmal selbst anschauen, sie, uns beobachten und dann ruhig bleiben und warten. Einfach warten und dann Schritt für Schritt alles bearbeiten.

Ja es ist immer wieder ein Abenteuer das liebe Leben. Das ist mein Abenteuer und mein kleines Wunderland. Ich liebe dieses Chaotische etwas in meinem Leben auch wenn es mich leider zu oft aus der Bahn wirft.

Ich möchte euch eines sagen seit dankbar für euch selbst, euch gibt es nur einmal und wir alle sind anderes, einzigartig und besonders.

Vergesst das nie, verliert nicht eure Menschlichkeit.

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