22.7.2011 Anreisetag
Wir (Sigrid, Martin, Alex, Helmuth, Markus, Franz und ich) und vor allem die Ausrüstung sind am 23.7. Ortszeit ca 02:00 früh im Hotel Signature Inn in Muncie wohlbehalten eingetroffen. Der Transport unseres Equipments (auch der Lipos) war problemlos. Manche von uns waren bereits 25 Std. unterwegs, weshalb wir uns sehr rasch ins Bett tummelten. Gerhard und Walter reisten einen Tag früher an und nächtigen im Oversize-Wohnmobil am Wettbewerbsgelände.


23.7.2011
Das erste süße Frühstück (Kommentar von Alex Heindel: da gibt`s nix anderes) mit Muffins, Bagels und Co. genossen wir dann bereits mit Freunden aus anderen Nationen. Während Helmut und Markus Ihre Akkus auf Vordermann brachten und an den Modellen schraubten, fuhren Martin und ich zum AMA Gelände, um Gerhard und Walter zu treffen, erste Informationen und vor Allem die Membershipcards der AMA zu bekommen, welche zum Nachweis der Versicherung auf den Trainingsplätzen vorgewiesen werden sollten. Das erste Training absolvierten wir dann an einem historischen Ort: dem Geburtsort von Wilbur Wright, einem der beiden Pionierbrüder des Motorflugs. Abgesehen vom Wetter (Temperaturen um die 38°C, eine Luftfeuchtigkeit von ca. 90% und einer bockigen Brise) ist alles cool und relaxed hier. Zur Einstimmung fuhren wir am Rückweg zum Hotel am AMA Gelände vorbei und trafen Gerhard und Walter. Die Beiden harrten regenbedingt der Dinge. Das Abendessen in der großen Runde bei Ruby Tuesday war sehr lecker und es ging dann um ca. 22:30 ab ins Bett.

24.7.2011:
Das Wetter ist ein wenig angenehmer, da es in der Nacht regnete. Das Gewitter ging allerding nur bis zum 2. Stock des Hotels, am 1. Stock bekam man nix davon mit…… ;-). Erster offizieller Termin des Teams: 9:20 Processing. Die Teams vor uns waren schneller, als geplant. So starteten wir bereits um 8:50. Kurzum: alles lief erneut cool und es gab keine Beanstandungen. Danach machten wir das erste Teamfoto am AMA Gelände und begaben uns auf shopping tour. Abgesehen davon, dass man am Sonntag zwar Bier trinken, jedoch nicht kaufen darf, gab es auch hier keine Komplikationen. Offizielles Training ab 16:05 auf site 1.



Aufgrund des Gewitterregens musste unser Start zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Das amerikanische und das argentinische Team (vor uns eingeplant) waren ebenfalls noch nicht geflogen und auf standby. Obwohl die Situation ringsum nicht wirklich zum Fliegen einlud, konnten wir dann mit ca. 1,5 Std. Verspätung starten. Die Flüge waren durchwegs gut. Die anwesenden Zuschauer (neben USA und ARG waren auch ITA und FRA gekommen) waren vor Allem von Gerhards Stil sichtlich beeindruckt, aber auch Markus und Helmuth zeigten sehr gute Flüge. Auf Anfrage bekamen wir danach die Möglichkeit an der site 1 frei zu trainieren und stimmten uns diesbezüglich mit den US Boys ab. Uns folgten dann noch die Argentinier und ein belgischer Pilot. Kurz nach dem Verstauen der Modelle in unsere Teamfahrzeuge und anschließender Abstimmung bezüglich des morgigen Programmes (wir haben bis zur offiziellen Eröffnung bis 17:00 Uhr Zeit) setzte wieder Regen ein und wir besichtigten kurz noch die site 4. Den Abend ließen wir beim Pizza Hut in Muncie ausklingen. Abschließend folgte noch die übliche Zeremonie der Aufladung der Power Riegel und es stand einer ruhigen Nacht Nichts mehr im Wege.



25.07.2011:
Die Nacht war kurz, das Frühstück aber umso gemütlicher. Wir ergänzten die Süßigkeiten mit dem output des gestrigen Einkaufs (Schinken, Käse, selbstgebrautem Kaffee, Nutella & Co.) und tummelten uns auf die site 4. Dort erwarteten uns Bodennebel, Gerhard und Walter. Hier entstand auch das Gruppenfoto mit dem Mayr`schen Wohnmobil. Da das gestrige judges training nicht beendet werden konnte, mussten wir jedoch die site 4 in Richtung site 3 verlassen. Die inzwischen aufgebauten Modelle wurden wieder abgebaut und auf die site 3 verlegt. Aufgrund der Größe des Geländes wird hier nahezu jeder Weg mit dem Auto zurückgelegt und die angemieteten Vans sind zwar geräumig, aber doch ein wenig knapp für ein assembliertes Modell. Wir legten eine Startliste an und trugen uns mal vorbeugend ein, wobei an Training zum jetzigen Zeitpunkt (8:45) nicht zu denken ist, da der Nebel immer noch tief hängt. Zunächst heißt es also erneut: Abwarten, Fachsimpeln und mit den sehr freundlichen und zuvorkommenden Mitgliedern der Organisation kommunizieren – keep cool
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Auch die Teams aus FRA, COL, VEN und ein guter, deutschsprechender Bekannter aus NOR inklusive netter Begleitung gesellten sich zu uns und die Startliste füllte sich zusehends. Christophe machte den Testflug und tauchte bereits bei der Figur M in den Nebel. Dieser Versuch wurde mit der Vorreihung der Franzosen in der Startliste (siehe Bild) belohnt. Das Wetter war noch relativ untypisch ruhig und kühl. Der auffrischende Wind (laut Helmuts fachkundiger Aussage „ein Lüfterl“) kam aus NNW (links vorne) und wechselte dann nach Belieben Richtung und Stärke. Irgendwie scheint in USA Alles ein wenig größer zu sein und so wurden auch Vermutungen geäußert, denen zur Folge auch das Flugfenster ein wenig „überdimensioniert“ sei. Nach der Anwendung der bewährten window-check Methode mit Helmuts geeichtem Koffer konnten dann aber auch die Diskussionen hinsichtlich der amerikanischen Winkeleinheit (Grad Celsius oder doch Grad Fahrenheit) schnell beigelegt werden
Wieder einmal stellte sich heraus, dass auch in fremden Landen die Physik nicht ausgetrickst werden kann und alle Piloten ihre Figuren auch nur „mit Wasser kochen“. So sahen wir auch bei den anderssprachigen Kollegen durchwachsene Flüge. Wohlgemerkt: „durchwachsen“ bedeutet natürlich im Kontext mit einer WM, dass ein sehr hohes Niveau gezeigt wurde.



Nun geht`s zur Eröffnung – ich werde berichten