Keine Naturgewalt

Eine Eskalation ist nicht unausweichlich, sondern sie ist das Ergebnis von sich gegenseitig aufstachelnder Sturheit, wo die beteiligten Seiten den Zeitpunkt verpasst haben, als das Nachgeben ohne Gesichtsverlust noch möglich war.
Antriebsmittel für diese Entwicklung: Jeden einzelnen Schritt als gegeben-logisch-alternativlos hinzunehmen.

Hinterfragt immer! Reflektiert immer! Sucht den Ausweg! Immer!

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Bescheidene aller Länder vereinigt euch!

Gerade habe ich eine Fernsehsendung gesehen, wo über die Bescheidenheit eines Schauspielers gesprochen wurde – in diesem Fall war der Bescheidene Henry Hübchen in der Sendung „River Boat anläßlich 50. Geburtstag von Uwe Steimle“. Und da hat es mich an den Computer getrieben, um eins zu betonen:

Die Bescheidenheit, das heißt, das Zurücknehmen der eigenen Befindlichkeiten in der Diskussion, dem täglichen Benehmen und/oder bei der Arbeit/dem Konflikt ist sicherlich nicht einfach, aber um so wichtiger.

Nur wenn wir alle bescheiden sind – Einer gegenüber dem Anderen und alle gegenüber der Natur und Umwelt, dann sehe ich eine Chance/eine Möglichkeit für eine Gemeinschaft, in der Jeder seinen Platz finden kann, vor allem aber für eine Zukunft ohne Stress und weitere Zerstörung.

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Das Internet.

Schon wieder wird in den Medien über Internet-Spionage und Daten-Abgreifen und die große Überraschung diskutiert. Aber warum nur? Dass spioniert wird, ist nichts Neues. Dass das Internet anonym und angreifbar und damit verlockend ist, auch nicht. Und dass es auf der einen Seite schöne Reden und auf der anderen knallharte Interessen gibt, schon ganz und gar nicht. Da sollten wir uns lieber die immer und überall geltende Frage stellen: Wem nutzt das? Mir jedenfalls nicht. Ich finde es nur schade, dass durch geheimdienstliche, kriminelle oder ähnliche Interessen das Medium Internet immer wieder in Verruf gebracht wird. Ich finde es heuchlerisch, wenn über Mittel dagegen höchstens nur aufgeregt geredet wird und nichts unternommen.

Wir brauchen ein funktionierendes Internet! Wir brauchen den Meinungs- und Informationsfluss und den Austausch auf kurzem Weg! Wir müssen deshalb acht geben, dass die neuen Möglichkeiten nicht den Kriminellen, den Geheimen, den Hohlköpfen/Arschlöchern/Cleveren/Möchte-gern-wichtig-sein-Männern dient, sondern vor genau denen geschützt wird und so dem großen Rest das Leben ein bisschen leichter macht.

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Klarheit oder Demagogie?

Klar, dass ich ein Naivling bin. Trotz meiner 57 Jahre. Aber klar ist auch, dass ich mich nicht damit abfinden kann, ständig nur unverständliches Kauderwelsch von „unseren Politikern“ zu hören. Wir/Du/man/jemand hat die nicht gewählt, damit sie in schwierigen Situationen statt Klartext nur Bruchstücke-Kauderwelsch hervorbringen. Z. B. jetzt bei der Zypern-Krise. Aber stopp, das ist ja wohl keine von Zypern verursachte Krise, sondern eine weitere Auswirkung der Gier von Banken in den vergangenen Jahren. Nein halt, das ist doch keine Gier irgendeines Gebäudes in irgendeiner Stadt. Es ist vielmehr die Gier realer Menschen nach noch mehr Geld (oft mehr als sie zum Leben brauchen). Aber warum wird das dann nicht genau so gesagt? Warum heißt es da z. B., Zypern ist pleite? Klar. Weil sich die Gierigen sonst nicht ungestört ihrer Gier hingeben können.

Und was machen die, die diese Gier bezahlen müssen? Lassen die sich noch lange mit Kauderwelsch-Erklärungen abspeisen? Ich denke nicht. Besser ich hoffe nicht. Ich hoffe aber auch, dass die dann nicht die Idee daraus ableiten, denen mit den gierigen Gedanken im Kopf auf denselbigen zu hauen. Das macht nämlich nichts klar. Aber gerade Klarheit ist die erste Voraussetzung dafür, etwas zu ändern. Verschaffen wir uns Klarheit über die Zusammenhänge und lassen wir unsere Klarheit unsere nächste Umgebung wissen. Machen wir ganz klar etwas gegen Gier und Volksverdummung.

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Ein Rücktritt mit Änderungspotential

Der aktuelle Papst will zurücktreten. Das wird natürlich allerorten heftig diskutiert und bewertet und mit ganz persönlicher Note/Meinung versehen. Z. B. in der taz.

Eins gebe ich in diesem Zusammenhang und ganz besonders zum o.g. (oben genannten) Artikel zu bedenken:
Unabhängig davon, wie man zur Kirche steht (ich z. B. bin bekennender Atheist), sollte niemand in das Schema “F” verfallen (F = Fanatismus). Immer und überall sollte der Kopf eingeschaltet bleiben, sollte Inhalt vor Polemik gehen, sollte das “ich bin anders” mehr Gewicht haben als die Genugtuung. Niemals sollte gelten: Gleiches mit Gleichem und Auge um Auge und … was es an Schutz-Phrasen noch so gibt.

Halten wir uns nicht auf mit dem Nachtreten und dem Bewerten und dem Ablaufmechanismus. Sehen wir die Situation einfach einfach: Als Chance, als Aufbruch, als Gelegenheit. Verinnerlichen wir schnell noch einmal die 10 Gebote und suchen wir nach den Möglichkeiten, wie jeder selbst in seinem kleinen Umfeld etwas anders/besser machen kann und hüten wir uns davor, ins Schema “F” (siehe oben) zu verfallen. So kann der Rücktritt eines Fanatikers letztendlich dazu beitragen, daß wir auf dem Weg der wirklichen Nächstenliebe, der wirklichen Gerechtigkeit ein kleines Stückchen vorankommen.

 

 

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Wider dem Fanatismus

Eine Sache, eine Idee, einen Menschen kann man gut finden. Bedeutend. Wichtig. Oder sogar als die Voraussetzung für alles ansehen, als Lebensgrundlage. Dann kann man/sollte man natürlich auch dafür einstehen: Die Idee bekannt zu machen bestrebt sein, den Menschen zu unterstützen versuchen, die Sache haben wollen. Man sollte Gleichgesinnte um sich versammeln, diskutieren. Auch streiten mit Andersdenkenden finde ich normal. Wer von einer Sache/Idee, einem Menschen überzeugt ist, will andere überzeugen.

Eins aber empfinde ich als völlig falsch, als verwerflich, als Grundübel aller Konflikte: Seine eigene Meinung über die anderer zu stellen. Sie als besser, wichtiger, als richtigere Meinung anzusehen.
Ok, es gibt da so ein bis drei Dinge, die scheinen von vornherein klar. Darüber zu stehen bzw. dagegen zu sein, ist in diesen Fällen total selbstverständlich: die eigenen Kinder zu schlagen ist unmenschlich; einen Sechser im Lotto zu erschleichen ist unmöglich; ein X für ein U vormachen ist höchstens clever.

Wenn jemand aber die eigene Meinung über die Anderer stellt und das in der Art vertritt, den Anderen dafür zu beschimpfen, zu diffamieren, zu bekämpfen, dann lehne ich das grundlegend und prinzipiell ab. Denn das ist für mich Fanatismus. Ein fanatisch denkendes Gehirn kann (logischerweise!?!) nicht klar denken und ist damit für mich kein menschliches Gehirn mehr, höchstens noch ein Werkzeug, eine Mechanismus. Der Fanatismus ist immer und bei jeder Sache falsch, hinderlich und vor allem natürlich gefährlich.

Genau deshalb wird von denen, die (macht)gierig etwas durchsetzen wollen, genau diese Karte ausgespielt. Warum nur lassen sich bei dieser Logik immer wieder (!) so viele auf diese Art und Weise beinflussen? Warum wirkt der normale Menschenverstand dem nicht ganz locker entgegen? Warum wird seid Tausenden von Jahren immer wieder das Gleiche gefragt/diskutiert/gemacht? Dafür gibt es nur eine Antwort: Die Mehrheit der Menschen schafft es nicht, sich als Teil der Menschheit zu sehen. Hält das Nachdenken und kritisch Hinterfragen für eine Angelegenheit der Denker/der Intelligenz. Hat den normalen Menschenverstand als Leitlinie des Handelns nie gebrauchen gelernt. Schade, aber muss das denn so bleiben?

Fanatismus ist immer nur ein Werkzeug und immer falsch!
Fanatismus schadet einer guten Sache und ist nur einer schlechten nützlich.
Wirken wir im kleinen wie im großen dem Fanatismus entgegen!
Versuchen wir, die Fanatiker bloß zu stellen als das, was sie sind: Arme Irre.
Benutzen wir wieder den normalen Menschenverstand!

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Der richtige Rettungsschirm

Eigentlich ist es ganz einfach. Da sucht man und sucht: nach der Idee, hinter die man sich stellen kann; nach der Richtung, in die man seinen Frust wirkungsvoll lenken sollte; nach den Anderen, die gleiche oder ähnliche Dinge wichtig finden; nach dem Ansatz, der Hoffnung auf Veränderung von Mißständen macht. Und plötzlich ist sie/er/es da. So ein kleines Büchlein mit einem einfachen Titel und einer ganz einfachen Botschaft: EMPÖRT EUCH! (von Stéphane Hessel) bringt es auf den Punkt: Laßt es euch nicht länger gefallen, guckt nicht weiter zu, sondern regt euch darüber auf, was nicht in Ordnung ist. Fordert die Menschenrechte ein. In jedem Land. Auch und besonders in Deutschland! Es geht nicht zuerst um die fertige Lösung der Probleme (die hat niemand!) Wir brauchen nicht die Partei, die uns mit einem tollen, redegewandten Führer an der Spitze zu irgendetwas  aufruft. Wir müssen nicht warten, bis wir mit dem Rücken an der Wand stehen und uns die Umstände keine andere Wahl lassen. Wir sagen einfach nur: Wir wollen unsere Menschenrechte, so wie sie schon 10.12.1948 proklamiert wurden. Eins davon:

Jeder hat … das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, … in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind. (Artikel 22)

Dahinter kann man sich doch stellen. Unter diesen (Rettungs)schirm kann man sich doch getrost begeben, oder? Der ist wichtig und richtig und kein anderer.

Und was machen wir dann, wenn wir da so stehen? Dann könnte man ja zum Beispiel reden. Das, was einem stinkt, ansprechen. In seiner kleinen eigenen überschaubaren Umgebung versuchen, das Machbare zu machen.

  • Nicht auf die „große Bühne“ schauen oder spekulieren.
  • Nicht darauf warten, daß einem „der Weisheit letzter Schluß“ einfällt.
  • Nicht irgendetwas gründen wollen.

Nur ein bißchen dazu beitragen, daß jeder Bekannte, Verwandte und Freund seine Würde bekommt und/oder behält. Immer und in jeder Lebenslage.

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Wer spricht hier noch deutsch?

Ich kann von mir behaupten, daß ich mich täglich informiere:
Ich höre Nachrichten statt Musik im Auto. Täglich sehe ich mir Nachrichtensendungen an (wenn ich nicht gerade zu deprimiert dazu bin). Zeitung lese ich ebenfalls jeden Tag. Ich denke täglich über die Politik nach. Und trotzdem:
Ich verstehe von dem, was mir zur Zeit auf allen Kanälen z.B. über die Krise (Finanzkrise, Schuldenkrise, Krise überhaupt) erzählt wird, kein Wort. Was soll das Gerede vom Rettungsschirm – ein Schirm hilft ein bißchen bei Regen, wenn er genau von oben kommt. Was hat das mit Geld zu tun?
Die Griechen zahlen keine Steuern, gehen eher in Rente und liegen den ganzen Tag in der warmen Sonne, sagt man. Warum war das die ganze Zeit ok und ist nun schlecht für unser Staatssäckel?
Die größte Volkswirtschaft der Welt hat 70 Jahre lang gemacht, was fürs eigene Land gut war, sich ums Schulden machen nicht gekümmert, höchstens mal die Schuldengrenze den Gegebenheiten angepaßt. Warum ist das Normale von Gestern auf einmal ein Grund für eine Börsenkrach?
Da machen die (angeblich) wichtigsten Leute der Welt – trotz Urlaub – eine Telefonkonferenz und lassen am anderen Tag verlautbaren, daß sich alles Nötige tun werden, die Krise in den Griff zu bekommen. Kann man das nicht schon vorher als völlig selbstverständlich ansehen für Präsidenten, Kanzler und dergleichen?

Es wird geredet und geredet. Meist werden die gleichen Wörter benutzt. Und trotzdem: Ich verstehe kein Wort. Woran mag das liegen? Bin ich zu blöd, zu ungebildet, zu wenig der deutschen Sprache mächtig?

Nein!

Ich verstehe nicht, weil nichts gesagt wird. Keiner, kein Sachverständiger, kein Politiker, kein Berichterstatter sagt etwas. Nur hohle Reden, Allgemeinplätze, Phrasen also.

Ich verlange: Redet deutsch und für alle verständlich!

Oder habt ihr was zu verbergen?

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Griechenland und kein Ende? Oder: Schluss mit diesem hohlen Gerede!

Da werden wir tagtäglich mit der Aussage konfrontiert, dass Griechenland in der Krise steckt und Hilfe braucht und dass da ein Rettungsschirm aufgespannt werden muss und dann noch einer und dass das alles nötig ist, weil es sonst noch viel schlimmer kommt. Was soll denn diese Art der Berichterstattung?
Eine Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen (Phrasen) und nebulösen Vergleichen, gepaart mit kindlichen, um nicht zu sagen einfachen (primitiven?) Bildern. Die Häufung soll die Glaubwürdigkeit steigern. Die damit geschürte Angst soll die Rechtfertigung sein. Was aber ist wirklich Fakt? Wir erfahren nichts!

1. Wir bekommen keine Information darüber, wo die wirklichen Probleme von Griechenland liegen (Korruption? Geldabfluss in unbekannte Richtung? Niedergang der Industrie? Keine Zukunftsvisionen? Perspektivlosigkeit? Schlechte Stimmung im Land?…)

2. Wir wissen nicht, ob und wann wirklich Geld fließt, wer es bekommt und wo es bei uns weggenommen wird.

3. Wir wissen nicht, warum es für uns schlimm sein soll, wenn dort die Drachme wieder eingeführt wird (Eine griffige Erklärung bitte!)

Es ist verwerflich, wenn mit allgemeinen Phrasen Angst geschürt wird. Diese Angst kann auch nur diffus sein und das ist gefährlich! Es ist schlimm, dass jedes, aber auch wirklich jedes Medium dabei mitmacht, diesen allgemein-nebulös-diffusen Angstbrei über die Leute zu schütten. Wo bleibt da die korrekte Informationspflicht?

Ich verurteile es, wenn mit Drohgebärden und allgemeinen Phrasen Politik gemacht wird. Angst zu schüren, ist die fieseste Art der Beeinflussung. Die Steigerungsform davon ist dann wohl die Hasspredigt?!?! Wir haben das Recht auf korrekte Information und auf Medien, die sich dieser Korrektheit und der Sachlichkeit verpflichtet fühlen.

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Gewalt ist immer falsch.

Machen wir uns unabhängig von der Gewalt! Schon der Gedanke, Gewalt könnte unter bestimmten Umständen und mit einer ordentlichen Begründung gerechtfertigt sein, ist der Anfang vom Ende. Oder besser der Anfang vom gegenwärtigen Status quo. Niemand sollte annehmen, dass Gewalt irgendetwas positives bewirkt. Sie bewirkt nur eines: neue Gewalt. Druck erzeugt Gegendruck, ein einfaches physikalisches Gesetz. Eine Spirale kommt so in Bewegung, die nur ins noch Schlimmere führen kann.

Unabhängig davon, ob der eine oder der andere Schuld ist oder (im Kindergarten würde man sagen) angefangen hat, ich darf es nicht mit Gewalt beantworten. Wir müssen lernen, gewaltlos zu reagieren. Das ist meine feste Überzeugung. Trotzdem sehe ich Situationen, wo ich dieser meiner Überzeugung untreu werden würde: z.B. wenn ich nur durch Gewalt meine Kinder schützen könnte. Ist das ein Widerspruch? Natürlich. Aber in diese Ecke getrieben, sehe ich mich in einer ausweglosen Situation, in der ich wahrscheinlich nicht anders zu helfen weiß, unabhängig davon, ob diese Reaktion sinnvoll Schrägstrich erfolgversprechend ist oder nicht.

Trotzdem: Gewalt jeglicher Art ist zu verurteilen, Staatsgewalt ist falsch, Gewalt gegen Minderheiten ist verwerflich, Gewalt gegen den Nachbarn ist schlecht. Das heißt nicht, dass wir uns gewaltlos allem ergeben sollen. Nichts gefallen lassen, was ungerecht ist. Nicht hinnehmen, wenn einzelne auf Kosten der Allgemeinheit leben. Nicht drüber wegsehen, wenn der Schwache geschlagen wird. Gewaltlosen Widerstand leisten! Wie? Indem sich viele dieser Idee anschließen und durch ihre machtvolle Präsens der Gewalt entgegentreten.

 

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