Keine Naturgewalt

Eine Eskalation ist nicht unausweichlich, sondern sie ist das Ergebnis von sich gegenseitig aufstachelnder Sturheit, wo die beteiligten Seiten den Zeitpunkt verpasst haben, als das Nachgeben ohne Gesichtsverlust noch möglich war.
Antriebsmittel für diese Entwicklung: Jeden einzelnen Schritt als gegeben-logisch-alternativlos hinzunehmen.

Hinterfragt immer! Reflektiert immer! Sucht den Ausweg! Immer!

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Wider dem Fanatismus

Eine Sache, eine Idee, einen Menschen kann man gut finden. Bedeutend. Wichtig. Oder sogar als die Voraussetzung für alles ansehen, als Lebensgrundlage. Dann kann man/sollte man natürlich auch dafür einstehen: Die Idee bekannt zu machen bestrebt sein, den Menschen zu unterstützen versuchen, die Sache haben wollen. Man sollte Gleichgesinnte um sich versammeln, diskutieren. Auch streiten mit Andersdenkenden finde ich normal. Wer von einer Sache/Idee, einem Menschen überzeugt ist, will andere überzeugen.

Eins aber empfinde ich als völlig falsch, als verwerflich, als Grundübel aller Konflikte: Seine eigene Meinung über die anderer zu stellen. Sie als besser, wichtiger, als richtigere Meinung anzusehen.
Ok, es gibt da so ein bis drei Dinge, die scheinen von vornherein klar. Darüber zu stehen bzw. dagegen zu sein, ist in diesen Fällen total selbstverständlich: die eigenen Kinder zu schlagen ist unmenschlich; einen Sechser im Lotto zu erschleichen ist unmöglich; ein X für ein U vormachen ist höchstens clever.

Wenn jemand aber die eigene Meinung über die Anderer stellt und das in der Art vertritt, den Anderen dafür zu beschimpfen, zu diffamieren, zu bekämpfen, dann lehne ich das grundlegend und prinzipiell ab. Denn das ist für mich Fanatismus. Ein fanatisch denkendes Gehirn kann (logischerweise!?!) nicht klar denken und ist damit für mich kein menschliches Gehirn mehr, höchstens noch ein Werkzeug, eine Mechanismus. Der Fanatismus ist immer und bei jeder Sache falsch, hinderlich und vor allem natürlich gefährlich.

Genau deshalb wird von denen, die (macht)gierig etwas durchsetzen wollen, genau diese Karte ausgespielt. Warum nur lassen sich bei dieser Logik immer wieder (!) so viele auf diese Art und Weise beinflussen? Warum wirkt der normale Menschenverstand dem nicht ganz locker entgegen? Warum wird seid Tausenden von Jahren immer wieder das Gleiche gefragt/diskutiert/gemacht? Dafür gibt es nur eine Antwort: Die Mehrheit der Menschen schafft es nicht, sich als Teil der Menschheit zu sehen. Hält das Nachdenken und kritisch Hinterfragen für eine Angelegenheit der Denker/der Intelligenz. Hat den normalen Menschenverstand als Leitlinie des Handelns nie gebrauchen gelernt. Schade, aber muss das denn so bleiben?

Fanatismus ist immer nur ein Werkzeug und immer falsch!
Fanatismus schadet einer guten Sache und ist nur einer schlechten nützlich.
Wirken wir im kleinen wie im großen dem Fanatismus entgegen!
Versuchen wir, die Fanatiker bloß zu stellen als das, was sie sind: Arme Irre.
Benutzen wir wieder den normalen Menschenverstand!

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Der richtige Rettungsschirm

Eigentlich ist es ganz einfach. Da sucht man und sucht: nach der Idee, hinter die man sich stellen kann; nach der Richtung, in die man seinen Frust wirkungsvoll lenken sollte; nach den Anderen, die gleiche oder ähnliche Dinge wichtig finden; nach dem Ansatz, der Hoffnung auf Veränderung von Mißständen macht. Und plötzlich ist sie/er/es da. So ein kleines Büchlein mit einem einfachen Titel und einer ganz einfachen Botschaft: EMPÖRT EUCH! (von Stéphane Hessel) bringt es auf den Punkt: Laßt es euch nicht länger gefallen, guckt nicht weiter zu, sondern regt euch darüber auf, was nicht in Ordnung ist. Fordert die Menschenrechte ein. In jedem Land. Auch und besonders in Deutschland! Es geht nicht zuerst um die fertige Lösung der Probleme (die hat niemand!) Wir brauchen nicht die Partei, die uns mit einem tollen, redegewandten Führer an der Spitze zu irgendetwas  aufruft. Wir müssen nicht warten, bis wir mit dem Rücken an der Wand stehen und uns die Umstände keine andere Wahl lassen. Wir sagen einfach nur: Wir wollen unsere Menschenrechte, so wie sie schon 10.12.1948 proklamiert wurden. Eins davon:

Jeder hat … das Recht auf soziale Sicherheit und Anspruch darauf, … in den Genuß der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen, die für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlich sind. (Artikel 22)

Dahinter kann man sich doch stellen. Unter diesen (Rettungs)schirm kann man sich doch getrost begeben, oder? Der ist wichtig und richtig und kein anderer.

Und was machen wir dann, wenn wir da so stehen? Dann könnte man ja zum Beispiel reden. Das, was einem stinkt, ansprechen. In seiner kleinen eigenen überschaubaren Umgebung versuchen, das Machbare zu machen.

  • Nicht auf die „große Bühne“ schauen oder spekulieren.
  • Nicht darauf warten, daß einem „der Weisheit letzter Schluß“ einfällt.
  • Nicht irgendetwas gründen wollen.

Nur ein bißchen dazu beitragen, daß jeder Bekannte, Verwandte und Freund seine Würde bekommt und/oder behält. Immer und in jeder Lebenslage.

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Wer spricht hier noch deutsch?

Ich kann von mir behaupten, daß ich mich täglich informiere:
Ich höre Nachrichten statt Musik im Auto. Täglich sehe ich mir Nachrichtensendungen an (wenn ich nicht gerade zu deprimiert dazu bin). Zeitung lese ich ebenfalls jeden Tag. Ich denke täglich über die Politik nach. Und trotzdem:
Ich verstehe von dem, was mir zur Zeit auf allen Kanälen z.B. über die Krise (Finanzkrise, Schuldenkrise, Krise überhaupt) erzählt wird, kein Wort. Was soll das Gerede vom Rettungsschirm – ein Schirm hilft ein bißchen bei Regen, wenn er genau von oben kommt. Was hat das mit Geld zu tun?
Die Griechen zahlen keine Steuern, gehen eher in Rente und liegen den ganzen Tag in der warmen Sonne, sagt man. Warum war das die ganze Zeit ok und ist nun schlecht für unser Staatssäckel?
Die größte Volkswirtschaft der Welt hat 70 Jahre lang gemacht, was fürs eigene Land gut war, sich ums Schulden machen nicht gekümmert, höchstens mal die Schuldengrenze den Gegebenheiten angepaßt. Warum ist das Normale von Gestern auf einmal ein Grund für eine Börsenkrach?
Da machen die (angeblich) wichtigsten Leute der Welt – trotz Urlaub – eine Telefonkonferenz und lassen am anderen Tag verlautbaren, daß sich alles Nötige tun werden, die Krise in den Griff zu bekommen. Kann man das nicht schon vorher als völlig selbstverständlich ansehen für Präsidenten, Kanzler und dergleichen?

Es wird geredet und geredet. Meist werden die gleichen Wörter benutzt. Und trotzdem: Ich verstehe kein Wort. Woran mag das liegen? Bin ich zu blöd, zu ungebildet, zu wenig der deutschen Sprache mächtig?

Nein!

Ich verstehe nicht, weil nichts gesagt wird. Keiner, kein Sachverständiger, kein Politiker, kein Berichterstatter sagt etwas. Nur hohle Reden, Allgemeinplätze, Phrasen also.

Ich verlange: Redet deutsch und für alle verständlich!

Oder habt ihr was zu verbergen?

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Griechenland und kein Ende? Oder: Schluss mit diesem hohlen Gerede!

Da werden wir tagtäglich mit der Aussage konfrontiert, dass Griechenland in der Krise steckt und Hilfe braucht und dass da ein Rettungsschirm aufgespannt werden muss und dann noch einer und dass das alles nötig ist, weil es sonst noch viel schlimmer kommt. Was soll denn diese Art der Berichterstattung?
Eine Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen (Phrasen) und nebulösen Vergleichen, gepaart mit kindlichen, um nicht zu sagen einfachen (primitiven?) Bildern. Die Häufung soll die Glaubwürdigkeit steigern. Die damit geschürte Angst soll die Rechtfertigung sein. Was aber ist wirklich Fakt? Wir erfahren nichts!

1. Wir bekommen keine Information darüber, wo die wirklichen Probleme von Griechenland liegen (Korruption? Geldabfluss in unbekannte Richtung? Niedergang der Industrie? Keine Zukunftsvisionen? Perspektivlosigkeit? Schlechte Stimmung im Land?…)

2. Wir wissen nicht, ob und wann wirklich Geld fließt, wer es bekommt und wo es bei uns weggenommen wird.

3. Wir wissen nicht, warum es für uns schlimm sein soll, wenn dort die Drachme wieder eingeführt wird (Eine griffige Erklärung bitte!)

Es ist verwerflich, wenn mit allgemeinen Phrasen Angst geschürt wird. Diese Angst kann auch nur diffus sein und das ist gefährlich! Es ist schlimm, dass jedes, aber auch wirklich jedes Medium dabei mitmacht, diesen allgemein-nebulös-diffusen Angstbrei über die Leute zu schütten. Wo bleibt da die korrekte Informationspflicht?

Ich verurteile es, wenn mit Drohgebärden und allgemeinen Phrasen Politik gemacht wird. Angst zu schüren, ist die fieseste Art der Beeinflussung. Die Steigerungsform davon ist dann wohl die Hasspredigt?!?! Wir haben das Recht auf korrekte Information und auf Medien, die sich dieser Korrektheit und der Sachlichkeit verpflichtet fühlen.

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Gewalt ist immer falsch.

Machen wir uns unabhängig von der Gewalt! Schon der Gedanke, Gewalt könnte unter bestimmten Umständen und mit einer ordentlichen Begründung gerechtfertigt sein, ist der Anfang vom Ende. Oder besser der Anfang vom gegenwärtigen Status quo. Niemand sollte annehmen, dass Gewalt irgendetwas positives bewirkt. Sie bewirkt nur eines: neue Gewalt. Druck erzeugt Gegendruck, ein einfaches physikalisches Gesetz. Eine Spirale kommt so in Bewegung, die nur ins noch Schlimmere führen kann.

Unabhängig davon, ob der eine oder der andere Schuld ist oder (im Kindergarten würde man sagen) angefangen hat, ich darf es nicht mit Gewalt beantworten. Wir müssen lernen, gewaltlos zu reagieren. Das ist meine feste Überzeugung. Trotzdem sehe ich Situationen, wo ich dieser meiner Überzeugung untreu werden würde: z.B. wenn ich nur durch Gewalt meine Kinder schützen könnte. Ist das ein Widerspruch? Natürlich. Aber in diese Ecke getrieben, sehe ich mich in einer ausweglosen Situation, in der ich wahrscheinlich nicht anders zu helfen weiß, unabhängig davon, ob diese Reaktion sinnvoll Schrägstrich erfolgversprechend ist oder nicht.

Trotzdem: Gewalt jeglicher Art ist zu verurteilen, Staatsgewalt ist falsch, Gewalt gegen Minderheiten ist verwerflich, Gewalt gegen den Nachbarn ist schlecht. Das heißt nicht, dass wir uns gewaltlos allem ergeben sollen. Nichts gefallen lassen, was ungerecht ist. Nicht hinnehmen, wenn einzelne auf Kosten der Allgemeinheit leben. Nicht drüber wegsehen, wenn der Schwache geschlagen wird. Gewaltlosen Widerstand leisten! Wie? Indem sich viele dieser Idee anschließen und durch ihre machtvolle Präsens der Gewalt entgegentreten.

 

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Unabhängig vom Mainstream

Jeder will irgendwo dazugehören, akzeptiert/anerkannt sein, sich gut fühlen. Da ist es schon verlockend, die allgemeine Meinung anzunehmen, die Meinung der Mehrheit. Überbracht durch die Medien. Im großen Strom mitzuschwimmen, ist sicherlich am einfachsten. Aber was ist, wenn man das macht, ohne den Kopf zu fragen, ihn quasi nicht dazu zu schalten? Dann ist man ein klassisches Beispiel eines manipulierbaren Menschen. Nun wird mancher sagen, ich bin doch nicht so leicht zu manipulieren, ich doch nicht. Aber was ist, wenn man z.B. nicht mitreden kann, weil man die Sendungen/Sender der Anderen nicht angesehen hat? Was macht man, wenn aus allen Medien eine bestimmte Meinung zu einem bestimmten Thema nur so raustönt? Was macht man, wenn ein bestimmtes Thema ständig in aller Munde ist? Man guckt hin; man mißt dem Bedeutung zu; man denkt, das muß so sein. Muß es eben nicht! Machen wir es doch ganz einfach. Lassen wir dem gesunden Menschenverstand wieder den Vorrang. Bewerten wir es nach dem gesunden Menschenverstand. Fragen wir uns: Gibt es ein spezielles Interesse gerade an dieser Meinung (Wem nutzt das? – Ich kann kein Latein.) Warum diese massive Meinungsäußerung und warum keine sachliche Diskussion dazu?

Keiner will ständig grübeln, alles hinterfragen, mißtrauisch sein. Aber wie soll sich irgendein Problem klären, sich irgendeine Entwicklung in eine allgemeingültige Richtung bewegen, wenn wir den Kopf nicht einschalten?

Heben wir den Menschenverstand wieder auf seinen Platz als allein gültige Entscheidungshilfe. Machen wir uns vom Mainstream frei und sehen wir die Medien als das, was sie sein sollten: Ein Mittel zur unvoreingenommenen Öffentlichmachung von gleichwertigen Meinungen, zum Transport von Ideen und zum Kampf gegen Manipulation.

… Schlaf weiter, Utopist.

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Unabhängigkeit ist das Gebot der Stunde!

Wir müssen uns unabhängig machen.

Unabhängig von den Parteien – sie vertreten nur die eigenen Interessen und/oder die von Lobbyisten;
unabhängig von den Energieriesen – jeder, der kann, erzeugt seinen eigenen Strom und nutzt diesen auch;
unabhängig von Mircosoft – es git Linux in vielen Formen und mit der Möglichkeit, es verbessern zu helfen;
unabhängig von den Fleischtransporten quer durch Europa – es gibt alles in der Nähe;
unabhängig vom spanischen Gemüse – es wächst vieles auch in der Region;
unabhängig vom Geld – wenn wir uns wieder auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens besinnen: unsere Kinder, unser tägliches Wohlfühlen, unser Wohlergehen statt aufgeschwatzter Wichtigkeit und steter Unrast;
unabhängig von der verbreiteten Medienmeinung – statt dessen Rückbesinnung auf den einfachen Menschenverstand und die 10 Gebote;
unabhängig von der Kirche – statt dessen ehrliche Ehrfurcht vor dem Leben und gelebte Toleranz mit dem Nächsten.

Wann und wie fangen wir an?

 

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So viel Grau.

Ich habe gelesen (so sinngemäß): Wer die Macht hat, führt Böses im Schilde. Nur die Liebe bringt Gutes.

Und ich habe darauf zwei Beispiele bekommen, wo der scheinbar Gute was perfides anzetteln wollte und ein ab und an als Böse Genannter was eindeutig Gutes angeleiert hat.

Natürlich können Mächtige auch was Gutes machen. Es ist bei mir immer der Kampf zwischen träumen und … dem anderen … nicht träumen dürfen. Es gibt so viele Graustufen. (Und ich weiß als Druckvorstufenmensch, wovon ich rede…) Es gibt nicht falscheres (eine interessante Steigerungsform, findest Du nicht), als es mit schwarz weiß zu versuchen. Es gibt aber auch nichts schwierigeres, als ständig in Abstufungen zu denken: Schwarz, weiß, klar, logisch, einfach, hilfreich. Dagegen: Schwarz, ein bißchen grau, dunkelweiß, ganz schön schwarz, fast weiß, so mittelgrau. Was soll das helfen? Aber wir können es uns alle nicht aussuchen. Wir sind aufgefordert, die Zwischentöne zu sehen. Sie anderen deutlich zu machen. Und daraus ein Bild aufzubauen, das uns und vielleicht anderen zu leben hilft. Sich zurecht zu finden zumindest. Und das uns – und das wäre für mein Empfinden das Hilfreichste – ein Gefühl gibt, aus diesem Verstehen heraus den Malerpinsel so zu führen, um damit ein deutliches und rundum stimmiges Bild zu malen.

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Sympathie, die mich schaudern läßt

Kann es sein, dass die Fälle von Selbstjustiz im Fernsehen – speziell in der Reihe „Tatort“ – in den letzten Jahren stark zugenommen haben?

Oder kommt es nur mir so vor, dass ich nach immer mehr Morden in einem Krimi denke: Falsch, aber sowas von verständlich ……………….

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