Schluß mit dem Entweder-Oder

Die Entwicklung in der Ukraine, die ich nur aus den Medien kenne, hat für mich eines überdeutlich gemacht: Wenn an einem Geschehen nur Fanatiker tonangebend beteiligt sind, kann am Ende nur eine Katastrophe stehen. Diese Entwicklung ist zwingend. Schlimm finde ich nur, wenn alle Welt meint, es gäbe keinen Ausweg, keine Alternative. Die gibt, besser die gab es, bevor man sich so in Wut handelt, dass der Kopf nicht mehr klar denken kann, womöglich die ersten Ungerechtigkeiten passiert sind oder Schlimmeres.

Warum wird diese Spirale der immer wahrscheinlicher werdenden Gewalt nicht gesehen, nicht aufgehalten, bevor es dann tatsächlich zur Gewalt kommt.

Lehnen wir uns gegen jede Form von Fanatismus, Dogma und Schwarz-Weiss-Denken auf, egal wo sie sich zeigen.

Fanatismus ist für mich, wenn eine Idee über ein Menschenleben gestellt wird. Denn dadurch wird aus einer noch so guten Idee ein hohles Objekt, das sich sinnentleert verselbstständigt hat bzw. zum bloßen Werkzeug wurde, in der Hand von Skrupellosen ein gefährliches Werkzeug.

So einfach sehe ich das.

About Werner Fahle

Ich möchte Leuchtturm sein in Nacht und Wind, für Dorsch und Stint und jedes Boot – und bin doch selbst: Ein Schiff in Not! (Wolfgang Borchert)
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