So viel Grau.

Ich habe gelesen (so sinngemäß): Wer die Macht hat, führt Böses im Schilde. Nur die Liebe bringt Gutes.

Und ich habe darauf zwei Beispiele bekommen, wo der scheinbar Gute was perfides anzetteln wollte und ein ab und an als Böse Genannter was eindeutig Gutes angeleiert hat.

Natürlich können Mächtige auch was Gutes machen. Es ist bei mir immer der Kampf zwischen träumen und … dem anderen … nicht träumen dürfen. Es gibt so viele Graustufen. (Und ich weiß als Druckvorstufenmensch, wovon ich rede…) Es gibt nicht falscheres (eine interessante Steigerungsform, findest Du nicht), als es mit schwarz weiß zu versuchen. Es gibt aber auch nichts schwierigeres, als ständig in Abstufungen zu denken: Schwarz, weiß, klar, logisch, einfach, hilfreich. Dagegen: Schwarz, ein bißchen grau, dunkelweiß, ganz schön schwarz, fast weiß, so mittelgrau. Was soll das helfen? Aber wir können es uns alle nicht aussuchen. Wir sind aufgefordert, die Zwischentöne zu sehen. Sie anderen deutlich zu machen. Und daraus ein Bild aufzubauen, das uns und vielleicht anderen zu leben hilft. Sich zurecht zu finden zumindest. Und das uns – und das wäre für mein Empfinden das Hilfreichste – ein Gefühl gibt, aus diesem Verstehen heraus den Malerpinsel so zu führen, um damit ein deutliches und rundum stimmiges Bild zu malen.

About Werner Fahle

Ich möchte Leuchtturm sein in Nacht und Wind, für Dorsch und Stint und jedes Boot – und bin doch selbst: Ein Schiff in Not! (Wolfgang Borchert)
This entry was posted in Unsicherheit. Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.