Fibromyalgie ganzheitlich behandeln

Die Fibromyalgie, auch FMS genannt, ist erst seit einigen Jahren eine “anerkannte Krankheit”. Nur selten finden die Erkrankten einen Arzt, der schnell herausfindet, was dem Patienten fehlt. Häufiger wandern die Menschen von einem Spezialisten zum nächsten, oder werden, besonders schlimm, als eingebildete Kranke behandelt. Das Wort Syndrom bedeutet Symptomenkomplex.

Die Diagnose ist sicher nicht ganz einfach zu finden, denn die Fibromyalgie hat viele Gesichter. Einige der typischen Beschwerden, wie z.B. ständige Müdigkeit, Schlafstörungen, z. T. wandernde Schmerzen und Morgensteifigkeit etc. können auch auf andere Krankheiten hinweisen. Mittlerweile hat sich die Ärzteschaft auf einige verbindliche Symptome wie z.B. die Tenderpoints geeinigt. Sind diese mehrheitlich vorhanden, wird ein FMS-Syndrom diagnostiziert.

Manchmal ist es auch dem Zufall zu verdanken, dass die Fibromyalgie erkannt wird. So war es z. B. bei mir. In einem Gespräch mit meinem Rheumatologen (ich habe eine chronische Polyarthritis-chronische Gelenkentzündungen) erzählte ich ihm, dass ich seit mehreren Jahren schon jede Nacht im Stundentakt aufwachen würde, ständig starke Kopfschmerzen und am ganzen Körper druckempfindliche Punkte hätte, die ebenfalls immer schmerzten.

Ruckzuck hatte er die sogenannten Tender Points (bestimmte Stellen am Körper, die besonders druckempfindlich sind und auf die Fibromyalgie hinweisen) abgetastet, noch einige Fragen gestellt und dann war die Diagnose klar. Das FMS ist bei mir anscheinend eine Folgekrankheit meiner Polyarthritis.

Da es noch keine speziellen Medikamente zur Behandlung gibt, hat er mir ein Antidepressivum verschrieben, denn durch Studien wurde herausgefunden, dass sie auch bei dieser Erkrankung helfen.

Nachdem ich mir das Medikament aus der Apotheke besorgt hatte, habe ich abends weisungsgemäß 2 Tabletten genommen, bin nachts nur einmal wach geworden und habe insgesamt 10 Stunden geschlafen.
Am folgenden Tag hatte ich das erste Mal seit Jahren keine Kopfschmerzen und war auch nicht müde. Das war sensationell und ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, einfach unglaublich. Das ganze ist jetzt drei Jahre her. Allerdings scheint sich der Körper an den Wirkstoff zu gewöhnen, denn ich musste zwischenzeitlich die Dosis erhöhen.

Trotz dieser positiven Wirkung, für die ich auch sehr dankbar bin, vergesse ich nicht, dass es eine chemische Keule ist, die auch so einiges an unerfreulichen Nebenwirkungen zu bieten hat. Mein langfristiges Ziel ist es, gleichwertigen, möglichst natürlichen Ersatz dafür zu finden und es endlich zu schaffen und meine Ernährung gesünder zu gestalten. Was mein “innerer Schweinehund” dazu meint, dürfte jedem klar sein. aber da muss ich wohl durch.

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