Am 2.2. sollte der Techniker vorbekommen, um uns wieder an’s Telefonnetz anzuschließen. Und da ja bei uns eigentlich fast nix ohne Probleme ablief, gab es auch hier reichlich.
Vorabinfos: Wir waren zu dem Zeitpunkt bei Versatel. Haben die Rufnummern mitgenommen. Sind auf Internet und Telefon angewiesen, da unsere Adresse die Geschäftsadresse eines Sportvereins ist.
Ausreichend vorher hatte ich den Umzugsservice bei Versatel beauftragt. Rufnummern sollten bleiben, alles am 31.1. abgeschaltet und am 2.2. wieder angestöpselt werden. Vorsichtshalber hatte ich meine Handynummer mit angegeben – nur für den Fall der Fälle. Auf unserer Vereinshomepage war noch kein Hinweis, dass wir umziehen. Wollte ich am 30.1. machen – früher war ich einfach nicht dazu gekommen. Blöd nur, dass Versatel uns schon am 30.1. morgens vom Netz genommen hatte. Viel früher als vereinbart. Aber bis zum 2.2. ist ja keine so lange Zeitspanne.
Der Techniker sollte irgendwann zwischen 8 und 12 kommen. Leider geht bei wohl bei Versatel nicht genauer. Hm. Er kam, prüfte alles und konnte uns nicht freischalten. Laut seiner Aussage wäre im Haus alles in Ordnung, aber außerhalb des Hauses – auf dem Weg zum Vertelerkasten – wäre irgendwas nicht richtig. Sagte, er würde alles entsprechend weiterleiten und wir müssten uns um nichts kümmern. Wir könnten aber nachmittags mal bei Versatel anrufen und fragen, wie der Stand der Dinge ist bzw. Druck machen, da wir ja dringend auf den Telefonanschluss angewiesen sind.
Nachmittags habe ich bei Versatel nachgefragt. Dazu muss man erwähnen, dass sie nicht,wie die Telekom, eine kostenfreie Hotline haben. Sie lassen sich die Minute mit (ich glaub damals) 14 cent bezahlen. Vom Handy natürlich mehr. Und ich war ja nun mal auf mein Handy angewiesen. Die Antwort die ich bekam, war ernüchternd. Die “nette” Dame am Telefon sagte mir, dass wir ja leider nicht zu Hause gewesen wären und man uns deshalb nicht habe anschließen können. Bitte? Wir waren da! Glaubte sie mir aber nicht. Sie könne nur einen neuen Termin ausmachen. Und der dürfte immer erst nach 7 Tagen sein. Früher wäre von Seiten der Telekom nicht erlaubt, denn der Techniker der kommt, ist ja von der Telekom. Also habe ichwohl oder übel einen neuen Termin ausgemacht. Genau 7 Tage später. Nicht verschweigen möchte ich Euch, dass sie mir am Telefon auch sagte, dass man mich ja hätte narufen wollen wegen eines neuen Termins. Aber ich hätte ja leider kein Telefon …
Gleichzeitig habe ich auch bei der Telekom angerufen. Die konnten mir leider überhaupt nicht helfen, waren aber um längen freundlicher. Und außerdem ist die Hotline kostenfrei
Habe da aber rausbekommen, dass unser “Fall” sehr wohl bekannt war. Nur der Telekom sind wohl die Hände gebunden. Da unser Anschluss über Versatel lief, dürften sie von sich aus nichts machen. Sie müssten warten, bis Versatel den entsprechenden Auftrag zum Graben gibt. Und danach sah es nicht aus.
Das nächste Treffen mit dem Techniker der Telekom verlief genauso wie das erste. Er prüfte alles durch, kam zu dem Schluss das im Haus alles ok ist und draußen gegraben werden müsste. Auch er sagte, dass er alles entsprechend weiterleiten werde. Also mit den Infos wieder bei Versatel angerufen. Eigentlich liefen alle Anrufe immer nach dem gleichen Schema ab. Mir wurde gesagt, dass wir nicht zu Hause gewesen wären. Ich daraufhin die Situation erklärt. Am Telefon erfahren, dass das nicht stimmen kann, man sich aber gern erkundigen werde. Daraufhinkam ich in die Warteschleife. In der blieb ich dann ne ganze Weile. Wenn ich Glück hatte, war irgendwann wieder jemand am anderen Ende. Wenn nicht – was in über 50% der Fälle passierte - flog ich irgendwann aus der Warteschliefe raus und konnte bei Null anfangen. Ein einziges Mal hatte ich wirklich Glück. Ich hatte eine echt nette und bemühte Frau am Telefon. Sie erklärte mir dann erstmal die Berichterstattung der Telekom: Wenn ein Anschluss nicht klappt, reicht der Techniker wohl einen Bericht ein. Einen ausführlichen bei der Telekom selbst. Versatel bekommt eher ne Info, auf der verschiedene Sachen zum ankreuzen sind. Und da gibt es wohl nur ein Kreuz für beiden Punkte: nicht anwesend und technischer Fehler. Zumindest war ich jetzt ein bisschen schlauer, als ich mal wieder aus der Warteschleife flog.
Hab mich die ganze Zeit auch weiter bei der Telekom bemüht. Gleichzeitig bin ich dann auch – nachdem ich nun schon einen 3. Termin hatte (wieder 7 Tage später) – ins Versatel-Geschäft. Schließlich können die Angestellten da nicht so einfach weglaufen. Durch Zufall hatte ich auch gleich die Filialleitung am Tresen. Praktisch für mich. Nachdem sie sich auch überVerhalten der Holtline gewundert hatte, rief sie gleich in Flensburg an. Ergebnis: Wir bräuchten an dem 3. Termin nicht zu Hause zu sein, da es ja eh nichts bringen würde. Gleichzeitig wolle man sich kümmern, das da nun endlich was passiert. Inzwischen drohten wir übrigens schon mit Schadensersatz…..
Ich muss gestehen, die restlichen Einzelheiten hab ich leider verdrängt. Wir bekamen noch einen Brief von Versatel – wie auch schon nach den beiden anderen Terminen - das wir ja schon wieder nicht zu Hause gewesen wären. Den nächsten Anschlusstermin könne man gern machen, jedoch müssten wir die Kosten hierfür selbst tragen. Zwischenzeitlich hatte ich bei Versatel fristlos gekündigt, jedoch nie eine Antwort erhalten. Ich war noch mehrmals im Geschäft – die Filialleiterin wußte irgendwann schon nicht mehr, ob die Lachen oder weinen sollte…
Irgendjemand bei der Telekom leitete mich schlussendlich an den Bautrupp der Telekom weiter. Hab mich da denn durchgewurschtelt und dann ging alles ganz schnell. Ein Techniker kam – diesmal einer, der die Leitungen vom Haus nach draußen zurückverfolgen konnte und in etwa eingrenzen konnte, wo der Fehler liegt. Einige Tage später wurde auf der anderen Straßenseite ein Loch gebuddelt. Sollten dann nach ca. x Tagen wieder freigeschaltet werden, passierte aber sogar am gleichen Tag. Und alles ohne Versatel
Versatel hatte gar nicht mitbekommen, dass wir wieder einen Anschluss hatten. In meiner Kündigung hatte ich gleich mit geschrieben, dass ich selbstverständlich keine Kosten für Februar zahlen werde. Und auch sonst jede weitere Abbuchung zurückbuchen werde. Ging aber auch davon aus, dass wir sofort aus dem Vertrag rauskönnen.
Nur leider kann man einen neuen Vertrag ja erst festmachen, wenn man die Kündigungsbestätigung des alten Unternehmens hat. Und die hatten wir nicht.
Aber das war erstmal egal, denn wir hatten ja wieder Telefon und Internet
Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich übrigens über 50 Euro in der Versatel-Hotline gelassen.
(Weiter geht’s im April)