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Besichtigung anderer Niederlassungen der Salvatorianer

02 Sep

Im Laufe der letzten drei Tage haben wir Salvatorianer in Shillong, sowie in Lykinsew besucht und so etwas über deren Arbeit erfahren. Diese beiden Niederlassungen befinden sich im Nachbar-„bundesland“ Meghalaya.

Meghalya – Hintergrundinformation

Meghalaya liegt höher als Assam (Shillong: ca. 1500m) und besteht aus vielen Tälern und Erhebungen. Außerdem gibt es hier üppige Regenfälle, was neben einem für uns angenehmen Klima auch ein sehr grünes Landschaftsbild schafft. Typisch sind für diesen Staat auch die vielen Wolken, welche über Hügel und Straßen kriechen und einem oft die eigentlich atemberaubende Aussicht verdecken. Deshalb auch der Name Meghalaya, übersetzt bedeutet das in etwa „Land der Wolken“.
Nordostindien ist für seine ethnische Vielfalt bekannt und so ist auch Meghalaya in verschiedene Bereiche gespalten, der district in dem wir uns nun befinden wir als „Khasi Hills“ bezeichnet, benannt nach dem Stamm der Khasi, welcher hier beheimatet ist. Viele dieser Menschen leben in ärmlichen Verhältnissen und besuchen die Stadt nur um ihre Waren (Essen, Handwerkskunst) zu verkaufen.

Während der Kolonialzeit war Shillong, sowie zuvor Cherapunjee, des Klima wegens, eine beliebte Hill Station der Briten. Während der heißen Sommerzeit in Assam (40°C +) flohen sie quasi in die Berge. Aufgrund dessen ist hier, wie eigentlich im ganzen Nordosten, Englisch geläufiger als Hindi.

Shillong ist die Hauptstadt Meghalayas und ist stark christlich geprägt, vor etwa hundert Jahren begannen hier die Salvatorianer – offensichtlich mit einigem Erfolg – zu missionieren. Sehr bekannt ist hier, wie auch in Assam, der Missionar Otto Hopfenmüller, welcher den christlichen Glauben nach Nordostindien brachte, aber sehr früh verstarb. Da Hopfenmüller ein Deutscher war, sind die Salvatorianer hier auch unteranderem als „German-Fathers“ bekannt. Während des ersten Weltkriegs wurden die Deutschen aber von den Briten vertrieben und so verloren die Salvatorianer alle Ländereien, der christliche Glaube blieb allerdings erhalten. Aus Folge dessen sind nun andere christliche Gemeinschaften am häufigsten anzutreffen.

Christen in Shillong

In Shillong gibt es viele christliche Institutionen, wie z.B. verschiedene Schulen, sowie ein Heim für Alte und Waisen. Die Salvatorianer sind hier erst seit kurzem wieder anzutreffen und deswegen gibt es hier „nur“ ein „Study House“ – Priester in Ausbildung verbringen hier die Jahre ihres Theologiestudiums. Unser Besuch hier hat natürlich auch einen Hintergrund, und zwar werden wir im Januar Shillong für eine längere Zeit besuchen, um im vorher erwähnten Heim zu arbeiten. Dieses wird von Ordensschwestern geführt und beherbergt unteranderem Kinder mit Tuberkulose.

P.S.: Neue Bilder sind online

Grüße,
Andreas und Simon

 
 

Die erste Woche ist rum!

27 Aug

Namaskar!

Sooo … Die erste Woche ist rum. Natürlich haben wir es etwas gemächlicher angehen lassen – wir haben uns bis jetzt erstmal nur den Unterricht angesehen. Aber lange Schlafen ist nicht. Entweder wir müssen um 6 zur Messe aufstehen oder – falls wir die Messe mal ausfallen lassen J – geht es spätestens um 7 rund, da dann ca. 10 Schulbusse das Gelände verlassen, um die Kinder abzuholen. Aber die Sonne geht eh um kurz vor 5 auf, deswegen ist früh aufstehen eher weniger ein Problem.

Wir waren in der Pre-Nursery, in die die Kinder ab dem 3. Lebensjahr  gehen. Dort werden die einzelnen Buchstaben und das Zählen erlernt. Eigentlich wie bei uns in der Vorschule, nur eben schon viel früher. Am nächsten Tag waren wir in der Nursery (Kinder ab 4). Dort lernen die Kinder schon einfache Sachen der englischen Sprache (A/An usw.) und der Zahlenraum wird erweitert. Auf die Nursery folgt der Kindergarten. In allen unteren Klassen sind die Kinder sehr lernwillig und auch dementsprechend diszipliniert. Es wird viel mit Musik gemacht, getanzt und gesungen (Musikunterricht gibt es aber nicht!!). Es scheint als sei das Lernen für die Kleinen so einfacher. In jedem Klassenzimmer stehen festinstallierte Beamer, die auch viel genutzt werden. Am Morgen gibt es immer eine Art Appell, bei dem Gebetet wird und es werden die neuesten Nachrichten vorgelesen.

Langsam haben wir uns an die indischen Gewohnheiten gewöhnt. Da wären: Schuluniform der Kinder, Reis bei jedem Essen, von dem Kindern „brother“ genannt zu werden, oft frühes Aufstehen (nicht jeden Tag) zur Messe, täglicher Rosenkranz am Schulhof…

Es ist lustig anzusehen, wie sich die Kinder freuen, wenn sie uns sehen. Letzens mussten wir eine Art Autogrammstunde für ca. 30 Jugendliche geben J. Alle ließen uns in Schulheften unterschreibenJ.

Wir spielen täglich ab ca. 16 Uhr Basketball mit den Internatskindern und haben uns auch schon im Kricket versucht. Beides ist bei den Temperaturen nicht gerade leicht, jedoch dauert der Sport nur eine Stunde, da dann die Kinder ihr „bath“ nehmen. So haben wir uns es auch angewöhnt, eher am Nachmittag zu duschen oder eher: uns mit Wasser zu übergießenJ.

Heute ist in ganz Assam ein sog. „bandh“, vergleichbar mit einem Generalstreik. Das heißt, niemand arbeitet und auch die Schüler haben frei. Die Fathers meinten, sowas käme hier öfters vor. Da natürlich auch die Fathers in Sachen Internet nicht auf der Strecke bleiben wollen, haben Andreas und ich heute auf 2 Computern Skype installiert und ihnen erklärt wie es funktioniert. Weil heute der Geburtstag eines Bruders ist, wird es am Abend auf dem Schulhof ein kleines Fest geben. Dazu werden von den Internatsschülern  ein paar Sketche vorgetragen. Auch wir wurden gebeten etwas dazu beizutragen. Deshalb haben wir uns überlegt, „Happy Birthday“ auf Deutsch mit den Kindern einzuüben. Andreas wird dazu mit seiner Ocarina (eine Art Flöte aus Ton) spielen.

Am Mittwoch fahren wir mit einem Father nach Shillong, um dessen Einrichtung zu sehen (aber natürlich auch zwecks Sightseeing in Shillong und Cherrapunji).

Das war´s dann auch schon wieder von uns. Nächste Woche wird der nächste Eintrag über Shillong kommen und wir werden ein paar Bilder uploaden.

Bis dann!

 

 
 

Endlich angekommen!!

20 Aug

Nach einer anstrengenden Reise sind wir gestern gut in Nagaon angekommen (mehr dazu im privaten Bereich). Da heute ein Feiertag ist, ist heute wenig los am Schulgelände (nur die Internatskinder sind da). Die Schule macht einen guten und gepflegten Eindruck und ist angeblich die beste im Umkreis.

Bilder sind in der Dropbox (rechts unter “Bilder” verlinkt) zu finden.

Grüße aus Indien,

Andi und Simon

 
 

Flugtermin

25 Jul

Hallo liebe Leser,

unser Flugtermin hat sich auf den 18.08.2012 verschoben. Ansonsten ist alles beim Alten. “Richtige” Blogeinträge gibts dann erst später, wenn wir in Indien angekommen sind.

 

Bis dahin,

Andreas

 
 

Hallo!

08 Jul

Zu allererst möchte ich alle Besucher dieses Blogs herzlich begrüßen! Dieser Blog ist für alle gedacht die das in diesem Jahr neu entstandene MAZ (Missionar auf Zeit) Projekt in Nordostindien – genauer gesagt in Nagaon – verfolgen möchten. Der MAZ-Einsatz ist durch die Salvatorianer organisiert und hat den Zweck ein Stück weit Entwicklungshilfe in ärmlichen Ländern/Regionen zu leisten. Dazu werden jedes Jahr junge freiwillige Helfer versandt, die ein Jahr in dem besagten Standort verbringen – und nunja, dieses Jahr werde ich (Andreas Höcherl), zusammen mit einem weiteren Freiwilligen (Simon Nußstein), vor Ort in Nagaon sein, um in der dortigen Schule der Salvatorianer auszuhelfen.

Damit sich dieses Projekt entwickeln kann werden Spenden benötigt. Ich bitte sie also wenigstens einen kleinen Betrag zu spenden! Wer eine Spendenquittung braucht kann dies in der Spende erwähnen. Gespendet werden kann auf folgendes Konto:

Liga Bank eG

BLZ: 750 903 00

Konto: 2333619

Betreff: MAZ Andreas Höcherl / MAZ Simon Nußstein

Im Laufe des Jahres werden Simon und ich immer wieder Einträge zum Verlauf des Projekts posten, sodass jeder Interessierte dieses Projekt verfolgen kann. Am 2.8.  ist unser Flugtermin (Edit: neuer Flugtermin: 18.08.2012), ab diesem Zeitpunkt beginnt unser Einsatz. Ich hoffe wir können viele Menschen für dieses Projekt begeistern!

Bleiben sie unserem Blog treu :)

bis demnächst, Andreas