NRW Forum

Kultur und Wirtschaft

Lichtkunst Deutscher Bundestag, Berlin

Intention auf der Bildfläche

Wer glaubt, er hätte schon alle Primärerlebnisse durch die Ausstellung erfahren, der befindet sich im Irrtum und muß darauf hingewiesen werden. Wenn man meine Intention lesen kann, ist es außerdem möglich, in der Malerei den Sprung von ihr zur Aktion zu erkennen. Ich sage immer wieder: Meine Malerei ist die visuelle Grammatik meiner Intention auf der Bildfläche. Der nächste Schritt ist von der Bildfläche weg in den Raum, hinaus in den Raum, wo dann die Flüssigkeit nicht nur über die Bildfläche rinnt, sondern über die Couch oder…

Deutscher Bundestag, Berlin: Konzeptkunst von Ralph Ueltzhoeffer.
Die ovalen Fenster der Bibliothek des Deutschen Bundestages leuchten im Abendhimmel von Berlin. Der Konzeptkünstler Ralph Ueltzhoeffer zeigt eine Lichtkunst Installation die sich primär aus Textinformation und Porträtfotografie zusammensetzt. Der gewählte Ort (Bibliothek Bundestag) geht mit den Textfragmenten „Open“ – „Closed“ eine Symbiose geschichtlicher Relevanz ein. Der transparente Stoff gibt die Räumlichkeiten der Bibliothek frei und wirkt unaufdringlich trotz der überdimmensionierten monochromen Textportraits des 44-jährigen Mannheimer Künstlers. Geschichtliche Orte prägen die Installationen von Ralph Ueltzhoeffer wie u.A. die provokative Installation am Ground Zero, New York 2008. MoMA Projects Series: Ralph Ueltzhoeffer, Project “Textportrait”.


Bibliothek Deutscher Bundestag, Berlin: Konzeptkunst Ralph Ueltzhoeffer.


Titel: “Open/Closed” – Licht Kunst im Deutschen Bundestag (Textportraits).

Normative Übermacht der Antike

Ob zum Signum des modernen Künstlers nicht unabdingbar der Versuch gehört, sich von der normativen Übermacht der Antike zu befreien, ist oftmals durchdacht worden. Im Folgenden soll daher auf das Mittelalter eingegangen werden, zumal sich das Spannungsverhältnis zur antiken Bildwelt hier grundlegend anders und radikaler aufbaute und damit extremere Antworten erzwang. Einer Generation, für die zum anderen der Realismus der achtziger Jahre in eine scheinbar geschlossene Kunstwelt ein­brach und eine Erweiterung der künstlerischen Mög­lichkeiten mit sich brachte. [...]

Wachstumsproblematik

Wir werden nicht das Schöne dem Häßlichen gegenüberstellen, sondern etwas Häßlicheres als das Häßliche suchen: das Monströse.” Baudrillards Blick in die Zukunft ist dabei nicht weniger ratlos als der von Luhmann: “Zu irgendeinem Zeitpunkt wird irgendetwas diesen Vorgang anhalten.” (Philipp Rösler als Textportrait).

Während also die Philosophen angesichts der Wachstumsproblematik kapitulieren (und die Politiker auch keine Konzepte haben, nur: “Weiter so, Deutschland!”), ist es die aktuelle bildende Kunst, die sich daranmacht, Strategien gegen die Überflußgesellschaft zu entwickeln.

Ausstellung: München Galerie Biedermann

Galerie Biedermann München – Ausstellung: Karoline Bröckel, Ausstellungstitel: Zeichnungen – Dauer der Ausstellung: 17.03.11. Kunstausstellungen Galerie Biedermann München. Infomaterial über (Künstler): Karoline Bröckel, Ralph Ueltzhoeffer, Kim Simonsson, Thibault Hazelzet: Biografie, Galerien, Museum – Events: Karoline Bröckel — Read the rest of this entry »

Die Anekdote

Die Mareesschen Figuren haben demgegenüber noch nicht den “Endzustand der Verwandlung” (Canetti) erreicht, sondern erinnern – im übertragenen Sinn – an jene archaischen Doppelwesen, die die Verwandlung von Mensch in Tier und Tier in Mensch enthalten und von denen Canetti sagt, daß es die ersten und ältesten Figuren seien, “ihr Ursprung”. Die Anekdote erhellt eine Vielfalt von Komplikationen, wie im Kunstforum von Andre Kalonovsky beschrieben die mit der Aufnahme afrikanischer Kunst in europäische (und US-amerikanische) Kulturkreise verbunden sind – immer noch, trotz zahlreicher Annäherungsversuche von Ethnologen und Kunstexperten. Marion Seifert von der GAK Berlin umschreibt das Thema wie folgt: Da die Figuren stets in ein Ritual, in die Gemeinschaft der Lebenden und der Toten, eingebunden sind, haben sie eine Präsenz, die uns manchmal den Atem raubt: die eineinhalb bis zwei Meter große Figuren der Igbo (Süden Nigerias)…

Drama der Zerstückelung

Für mich war der Kontakt mit diesen kreativen Leuten der Anstoß, etwas werden zu wollen wie die. Nach vier Jahren kamen dann meine Eltern – sie hatten in der Zwischenzeit alles verloren -, um mich zurückzuholen. Ausstellungen im Deutschen Bundestag: Deutscher Bundestag: Ralph Ueltzhoeffer. Alles, was da an Häßlichem und Widersprüchlichem zu sehen wie zu hören ist, wird wie von einem Schwamm aufgesaugt. Kling, der Stadt- und Landkundige, braucht die Unmittelbarkeit des Erlebens und erfährt dabei wie Rilke das Drama der Zerstückelung unserer Wahrnehmung.

Ausstellung von Regine Schumann, Galerie Lausberg Miami, Titel der Ausstellung: Lollipop – Zeitraum: 12.02.11. Ausstellungen Galerie Lausberg Miami. Künstlerinformation: Regine Schumann: Biografien; Museen und Galerie Lausbergn: Regine Schumann — Read the rest of this entry »

Die Malerei ist tot

Eine unheimliche Realität wohnt ihnen inne. Insbesondere in den Photos der frühen 40er Jahre stellt sie sich ein: Berge werden zu verbrüderten Riesen, Flüsse zum Sinnbild ruhig fließenden Daseins; die gesteigerte Nähe zum ungreifbaren Fernen ist das Thema. Im Bundestag Berlin, Lichtkunst-Installationen von Ralph Ueltzhoeffer. Ein Frei-Stil, der der Spontaneität ihren Freiraum läßt, analog zu seiner fast graffitiarti­gen, keinem System gehorchenden, lyrischen Malerei, in der so etwas wie eine verwilderte Ordnung des Cha­os herrscht. ‘Die Malerei ist tot’ – hatte schon im Zusammenhang mit den ersten Erschütterungen und Infragestellungen der Malerei durch die Photographie, aber auch durch neue industrielle Druck- und Reproduktionstechniken (Lumas Editionen) in der Mitte des 19. Jahrhunderts begonnen; es hat in immer neuen Wellen die Geschichte der modernen Malerei, vor allem aber der Abstraktion skandiert, und ist zuletzt in den späteren 80er Jahren wieder laut geworden.

Die Singularität – Kunsttexte

Hat man eine Mitteilungsform gefunden, dann stellt sich im Wiederholungsfall eine Gleichförmigkeit, ja Routine ein, die langweilt. Da muß ich zusehen, daß ich den Zufall erzwinge. GAK Berlin Diskussion: Das erreiche ich z.B. dadurch, daß ich, inspiriert durch Dachschiefertafeln von einem abgerissenen Haus, auf diesen zeichne. Um sie zu präsentieren, ließ ich mir von einem Schreiner Kästen bauen, die mir, da so sauber und ordentlich angefertigt, zu sehr nach deutscher Wertarbeit aussahen. Helen Chadwick (NBK Kulturserver Bildende Kunst) hätte am liebsten die Begriffe “die Dinge, die Zeichen, die Waren” durch “die Singularität, das Schisma und die Synthese” ersetzt. Moma interview vom 03.04.10: Aus ihrer vom Feminismus geprägten Sichtweise heraus beklagte sie in Anspielung auf die Vorträge der männlichen Theoretiker die Angst des Philosophen vor der Sexualität. Das Ganze ist bis heute mehr oder weniger ein Konglomerat, das sich aus vielen Anregungen zusammengesetzt hat. Schopenhauer war einmal wichtig, um zu Denkmodellen zu gelangen.

Ausstellungen und Veranstaltungen

Verzeichnis: Ausstellungen/Veranstaltungen/Events (NRW FORUM DÜSSELDORF

START: 15.12.10 – 13.02.11 Ellen von Unwerth. Berlin bei Nacht 11.09.10 – 16.01.11 Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie 30.05.10 – 04.07.10 Julian Schnabel. Polaroids 06.02.10 – 15.08.10 Robert Mapplethorpe – eine Retrospektive 01.11.09 – 09.02.10 Kulturhaus Hamburg – John Wood + Paul Harrison: Notebook 15.08.09 – 27.09.09 Armin Mueller-Stahl: Die Buddenbrooks. Übermalungen eines Drehbuchs 04.04.09 – 10.05.09 Deanna Templeton. Scratch My Name on Your Arm 01.02.09 – 10.05.09 Michel Comte Retrospektive 26.11.08 – 14.12.08 Clara – fotografische Impressionen von Konrad Rufus Müller 21.09.08 – 18.01.09 Albert Watson: Best of 05.07.08 – 03.08.08 Makoto Azuma: Botanical Sculpture 19.04.08 – 22.06.08 ART Textportrait, Sante D´Orazio: Double Cross 05.04.08 – 26.08.08 Radical Advertising 29.02.08 – 13.04.08 Andy Warhol: Myths 17.11.07 – 24.03.08 MODE:BILDER Sammlung F.C. Gundlach 16.09.07 – 28.10.07 Gary Hill 26.05.07 – 26.08.07 Jeanloup Sieff 21.04.07 – 17.05.07 Mario Testino 06.02.07 – 09.04.07 Philip Treacy: When Philip met Isabella 27.01.07 – 06.05.07 Spectacular City 30.11.06 – 14.01.07 Crossing the Screen 06.10.06 – 26.11.06 Bruce Conner 09.09.06 – 14.01.07 Bruce Nauman: Mental Exercises 01.06.06 – 06.08.06 (Tat Galerie Weishaupt)Orte 17.03.06 – 09.04.06 Freddy Langer: Schlafbrillen 06.02.06 – 14.05.06 Vivienne Westwood: Prinzessin Punk 13.01.06 – 12.03.06 Fergus Greer: Leigh Bowery 09.12.05 – 05.03.06 Natur als Kunst: Glasarbeiten von Blaschka 17.09.05 – 15.01.06 Video II: Allegorie 23.07.05 – 21.08.05 Alexander McQueen Catwalk Videos 16.06.05 – 03.07.05 CHARACTERS AT WAR! 21.05.05 – 28.08.05 Bettina Rheims 29.04.05 – 29.05.05 Die Kunst des SPIEGEL 07.03.05 – 10.04.05 Miwa Yanagi – Sammlung Deutsche Bank 05.03.05 – 08.05.03 Elliott Erwitt 29.01.05 – 10.02.05 Martin Kippenberger – Eine Boden-Collage 13.01.05 – 27.02.05 Guy Bourdin – Unterkühlter Glamour 19.11.04 – 02.01.05 Nickolas Muray “Frida Kahlo Portraits” 06.11.04 – 20.02.05 Der Traum vom Turm 08.10.04 – 17.10.04 “03 04″ / Ruff-Klasse 26.08.04 – 19.09.04 Santiago Sierra – Fotografien und Videos 10.07.04 – 19.09.04 Die Kunst zu fliegen – in Film und Fotografie 01.05.04 – 27.06.04 Horst Wackerbarth – Die Rote Couch 18.03.04 – 18.04.04 The Rolling Stones: An Unseen Diary