neue italienische Straßenverkehrsordnung: noch mehr Abzocke durch den Staat
Wir sind alle drogensüchtig, wir wissen es nur noch nicht. Aber sie, die Politiker, wissen es (haben ja auch eigene Erfahrung) und wollen uns nun nachweisen, dass wir drogati sind. Eigentlich ganz einfach: alle Autofahrer werden vorsichtshalber mal verdächtigt, mit Drogen vollgestopft zu sein. …man könnte sich über einiges auslassen, aber heute ein paar Zahlen zur Straferhöhung, schließlich müssen die Staatsschulden in Griff bekommen werden ohne dass bei den Politikern finanzielle Einbußen enstehen. Die Daten habe ich von hier, durchsucht habe ich den “Testo del DDL approvato dal Senato” vom 28. Juli anhand des Stichworts “sostituite“, als Beispiel mag dies Art. 6 1/b gelten:
b) al comma 13, le parole: «del paga-
mento di una somma da euro 78 a euro 311»
sono sostituite dalle seguenti: «del pagamento
di una somma da euro 389 a euro 1.559».
nun denn, einige Beispiele, vorne bisheriger Rahmen der Strafsumme, hinten neue Strafen (Angaben in Euro):
Art. 6/1b:
78 a 311 — erhöht auf — 389 a 1559
Art. 14/1a:
78 a 311 — erhöht auf — 1000 a 4000
Art. 14/1b:
38 a 155 — erhöht auf — 389 a 1559
Art. 14/1c:
23 a 92 — erhöht auf — 78 a 311
Art. 25/1b:
370 a 1458 — erhöht auf — 500 a 2000
Art. 25/1c:
500 a 2000 — erhöht auf — 779 a 3119
Die größte Erhöhung beträgt ca. 12x (!) mehr als bisher, einige Strafen sind verfünfacht, andere verzehnfacht worden (!). Auf diesem Hintegrund klingen die Worte der Grünen nur mehr zynisch:
Prävention und Erziehung allein sind zu wenig; scharfe Kontrollen sind im Einzelfall zwar belastend, aufs Ganze besehen aber erfolgreich“, betonen die Grünen.
Auch die Erhöhung des Strafmaßes bei überzogener Geschwindigkeit sei zu begrüßen,…
außerdem bezeichnen die Grünen die Novellierung der Straßenverkehrsordnung als „mühsamen Kompromiss zwischen sinnvoller Kontrolle, Repression und absurden Ad-Hoc-Maßnahmen“.
Mühsamer Kompromiss, soso! Aber wie gesagt, der Staat braucht Geld für sich und seine Politiker. Schon die letzte Erhöhung war einfach nur Abzocke, nun eine erneute, eine potenzierte. Die nächste Erhöhung kommt bestimmt, natürlich wieder in xfachem Ausmaß. Dann werde ich nicht mehr von Abzocke sprechen, sondern von Diebstahl im Namen des Staates, im Namen des Gesetzes!
Juli 29, 2010
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regulus ·
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Tags: Abzocke · Posted in: Italienische Politik
Glasverordnung: nach Spagnoli nun der Meraner Bürgermeister Januth
Die Zahl mir bekannter intelligenzbefreiter Bürgermeister steigt: nachdem Spagnoli die Bozner Bürger mit einer abstrusen “Glasverordnung” zwangsbeglückt hat (siehe früherer Beitrag), hat nun auch der Meraner SVP-Bürgermeister Januth nachgezogen:
Alkohol und Vandalakte: Auch Meran hat eine “Glas-Verordnung”
In weiten Teilen der Stadt dürfen Nachtschwärmer im Freien keine Getränke mehr aus Glasbehältern konsumieren. “Wir wollen keineswegs Repression. Wir haben es aber als notwendig erachtet, der Stadtpolizei und den anderen Ordnungskräften ein geeignetes Instrument in die Hand zu geben”, so Bürgermeister Januth. (weiterlesen)
Unter “geeignete Instrumente” verstehe ich was anderes. In der Verordnung heißt es unter anderem (Hervorhebung von mir):
…dürfen sich von 22:00 bis 6:00 Uhr keine Personen mit offenen Glasbehältern oder Gläsern aufhalten bzw. keine Getränke aus Glasbehältern konsumieren. Davon ausgenommen sind Getränke, die an den Tischen der besagten Lokale und in deren unmittelbarer Nähe (im Umkreis von fünf Metern von der Eingangstür des Lokals) bzw. auf allen zum Gastbetrieb gehörenden Anlagen getrunken werden.
Wie in Bozen: man bekommt also die Strafe nicht etwa erst dann, wenn man ein Glas irgendwo zerbricht/wegwirft (das wär dann ja auch nachvollziehbar), sondern wenn man sich mehr als 5 Meter von der Eingangstür entfernt. Ist ja auch wirklich eine schlimme Sache, wenn man ein Glas in der Hand hält und sich weiter als 5 Meter von der Eingangstür aufhält: das muss bestraft werden! Ich würd gleich eine Anti-Terror-Einheit schicken, die sind für solche gefährliche Situationen ausreichend ausgebildet.
…wie lang es wohl dauert, bis Brixen und Bruneck nachziehen?
Juli 29, 2010
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regulus ·
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Tags: Dummheit, SVP · Posted in: Absurdes
Wikileaks-Afghanistan: auch Akten über Italien
In den letzten Tagen wurden von Wikileaks 91.731 Akten zum Afghanistankrieg veröffentlicht. Ich hatte eigentlich schon vor, darin nach Infos über den italienischen Einsatz in Afghanistan zu suchen. Dies ist aus Zeitmangel unterblieben. ANSA berichtet heute aber folgendes:
(ANSA) – ROMA, 26 LUG – Spuntano anche dossier sull’Italia dopo una prima lettura di parte dei resoconti di intelligence pubblicati sul sito internet di Wikileaks. Buona parte della documentazione sinora esaminata riferisce di incidenti e notizie vari sulle attivita’ di routine dei militari italiani nella provincia di Herat. Alcuni si riferiscono invece al sequestro di Daniele Mastrogiacomo e al ruolo di Emergency nella sua liberazione; altri alla distruzione di mine italiane per impedire che finissero ai talebani.
Frei übersetzt:
Auch über Italien sind auf der Webseite von Wikileaks Akten veröffentlicht. Ein guter Teil der bisher überprüften Dokumentation bezieht sich auf Unfälle und verschiedene Meldungen über Routine-Aktivitäten des italienischen Militärs in der Provinz Herat. Einige hingegen beziehen sich auf die Entführung von Daniele Mastrogiacomo und auf den Ernstfall seiner Befreiung; andere Akten beziehen sich wiederum auf die Zerstörung von italienischen Minen um zu verhindern, dass diese in die Hände der Taliban fallen.
Minen. Sollte dieser Krieg wirklich mal ein Ende haben, dann wirds wohl noch Jahrzehnte dauern, bis nicht mehr Kinder und Menschen von versteckten Minen zum Krüppel gemacht werden.
Juli 27, 2010
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regulus ·
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Tags: Krieg, Militär, Terrorismus · Posted in: Abgründe der Menschlichkeit
Geräte mit DRM? nein danke
Ich wundere mich schon einigermaßen, dass die Leute so was überhaupt kaufen: Geräte mit DRM (Digitale Rechteverwaltung). Da ist z.B. Kindle, aber auch andere Geräte.
Der Amazon Kindle (Aussprache [ˈæməzən 'kɪndl̩]) ist ein Gerät von Amazon, mit dem elektronische Bücher (E-Books), elektronische Zeitschriften und elektronische Zeitungen (E-Papers) von Amazon heruntergeladen und gelesen werden können.
Man kauft sich also Bücher in Digital Form und Amazon hat die Möglichkeit, im Nachhinein schon gekaufte Bücher vom Kindle zu löschen!!! So passiert im Juli 2009, heise.de:
Amazon hat gestern legal erworbene eBooks von den Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht. Betroffen waren ausgerechnet die Romane “1984″ und “Animal Farm” des britischen Schriftstellers George Orwell.
Wie Amazon gegenüber der New York Times erklärte, seien die Bücher von einer Firma namens MobileReference in den Kindle-Store eingestellt worden, die die dazu nötigen Rechte nicht besaß; Amazon habe auf Hinweis des tatsächlichen Rechteinhabers Houghton Mifflin Harcourt gehandelt und die Synchronisierungsfunktion des Kindle zum Löschen der verkauften Bücher genutzt. Die Kunden haben den Kaufpreis zurückerstattet bekommen.
Ok, Kaufpreis zurückbekommen. Auch Google hat auf aus der Ferne auf dem Smartphone ein Android-App gelöscht. Aber darum geht es nicht. Das Schlimme daran ist, dass man als Anwender ein Gerät kauft:
- über welches man nicht die volle Kontrolle hat,
- auf dem fremdbestimmt manipuliert, gelöscht, geschnüffelt werden kann,
- durch welches der Anwender betrogen und entmündigt wird,
- auf welchem nicht der Anwender das Sagen hat, sondern die Verwerteindustrie
- die Verwerteindustrie auf dem Kindle mehr Rechte hat als der Käufer dieses Gerätes
Warum akzeptieren die Leute solche diktatorische Bedingungen, die eigene Bedürfnisse mit Füssen treten? Warum vertrauen Leute solchen Geräten und kaufen sie auch noch? Würden sich die Leute ein Auto kaufen, wenn der Hersteller ihnen vorschreiben würde, welche Strassen sie befahren dürfen? Tja, und wenn man dann doch einen anderen, nicht erlaubten Weg fahren würde, dann könnte der Hersteller das Auto einfach per “Fernbedienung” deaktivieren? Wer würde sich so was gefallen lassen? Oder, wenn man ein Autoradio kauft, es sich daraufhin herausstellt, dass der Autohersteller hierfür keine Lizenz zum Einbau in das Auto hat und es somit einfach deaktiviert würde: hallo?
Zudem kann man auch aus anderen Gründen auf Geräte wie Kindle verzichten (aus Wikipedia):
Es wird kritisiert, dass der Kindle derart auf DRM setzt, dass Bücher nur auf Geräten gelesen werden können, die auf ein gemeinsames Amazon-Konto registriert sind. Eine Weitergabe ist nicht möglich. Amazon behält sich sogar vor, den Zugriff auf bereits gekaufte Bücher zu verbieten, wenn der Verdacht besteht, dass ein Nutzer das DRM umgehen will. Auf diese Weise haben die Bücher keinerlei Wiederverkaufswert und der Zugang zu Informationen kann nachträglich beschränkt werden.[23] Einige Funktionen des Kindle sind ohne oder mit einem gesperrten Kundenkonto bei Amazon nicht benutzbar.
Auch aus praktischen Gründen spricht kaum was für Kindle (gilt aber auch für andere Geräte):
- sie brauchen Strom, ein Buch nicht
- man liest ein E-Book langsamer als ein gedrucktes Buch (siehe Meldung hier)
- ein Buch ist viel robuster, hält auch ein Leben lang…wie schauts wohl mit dem Speicher vom Kindle aus?
Ein gewisser Vorteil mag darin bestehen, dass man sehr viele Bücher auf einem Kindle unterbringen kann. Aber das dürften wohl die wenigsten brauchen (ist eine Vermutung von mir). Hat man etwa 2 oder 3 Bücher im Urlaub mit, wird man die wohl auch lesen. Ob man bei zuvielen Möglichkeiten, E-Books nicht mehr zu Ende liest?
Um es aber nochmal auf den Punkt zu bringen: Warum sollte man ein Gerät kaufen, das vom Hersteller aus der Ferne manipuliert werden kann, und warum sollte der Endkunde für diese Manipulationsmöglichkeit auch noch bezahlen? Es geht hier um die Frage, was uns unsere Freiheit wert ist!
Juli 26, 2010
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regulus ·
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Tags: Privatsphäre, Raubmordkopierer, Urheberrecht · Posted in: Computerwelt & Linux
…und wieder schwingt mal was ;)
Blog geht wieder einigermaßen, also los: heutige Anzeige in der Neuen Südtiroler Tageszeitung, S.3, neben der “Laubensassa”, Hervorhebung von mir:
Krank, Schmerzen, ungenügender Heilerfolg, psychische Probleme, ausgebrannt sein usw.
Energetiker erkennt und beseitigt auch die Hauptursachen, die psychische Probleme auslösen. (Chemie und Zerredungskünste erfassen diese nicht.) Energetisierung und Lichtschwingung regen die eigenen Selbstheilungskräfte stark an. Die Genesung wird auf diese Weise rasch beschleunigt. Beseitigung auch von Störfeldern u.a.m.
…wie immer, herrlich. Mein Tag ist gerettet
Was braucht man denn einen normalen Arzt, wenn ein Energetiker zur Verfügung steht, der Hauptursachen für psychologische Probleme beseitigen glaubt zu können (welche, sagt er übrigens nicht, er kann wohl alle beseitigen?). Aber schaun-mer doch mal:
die böse, böse, böse Chemie ist dabei (ist schon schlimm, dass wir alle aus Atomen und Molekülen bestehen, sozusagen ist der Mensch ein richtiger Chemiehaufen, seufz), Gesprächstherapien (ich vermute dass er dies meinte) werden als “Zerredungskünste” abgewertet (man beachte die Wortwahl). Und dann natürlich mein Favorit: yes, es schwingt was, und zwar das Licht schwingt
…bei einer Gitarrensaite kann man ja noch sagen, dass die Saite schwingt. Bei Licht? bei Licht müsste man eigentlich sagen: Licht ist die Schwingung, sofern man eine Welle als Schwingung bezeichnet. Also eine Schwingung “schwingt”.  Aber da gibts noch ein kleines Problemchen: Licht ist sowohl eine Welle als auch ein Teilchen: Welle-Teilchen-Dualismus. Schwingt nun die Welle oder das Teilchen oder beide, wobei doch Welle und Teilchen selbst gleichzeitig Schwingung sind oder was? Doch schwingen wir uns mal aus der Quantenwelt zurück ins normale Leben. Um nicht beim Energetiker das Geld zu lassen hier mein Vorschlag: Ein paar Sonnenstrahlen, also Licht, also Schwingung wird euch das Leben versüssen, sofern die Schwingungen nicht zu lange auf eure Haut einwirken. Es besteht nämlich kein Bedarf auf “gut durch”.
Störfelder kann dieser Energetiker auch beseitigen. Wenn man aber keine Störfelder hat, was dann? hmm, ich vermute, als guter Energetiker hat er sicher einige Störfelder “bei der Hand”.
Juli 22, 2010
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regulus ·
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Tags: Esotherik · Posted in: Pseudowissenschaft & Aberglaube
SVP-Mitgliederplus von 1,23% und die gute alte Relativierung
Was haben Prozentangaben so an sich? Sie klingen immer gut, besonders wenn sie in Plus angegeben werden können…und ansonsten? Sie sind äußerst brauchbar, um Tatsachen etwas zu verschleiern, die bei nackten Zahlen schneller auffallen. Die Prozentangaben werden also auch gemacht, weil die meisten sich wohl nicht Mühe machen, die dahinterstehenden Zahlen auszurechnen. Wenn man etwas böswillig ist, und heute bin ich das
mal, rechnet man sich das aus und versucht das Ergebnis im eigenen Sinne zu relativieren. Die SVP schreibt:
„Wir freuen uns über ein Mitgliederplus von 1,23 Prozent“, erklärt SVP-Obmann Richard Theiner. Der Gesamtmitgliederstand beläuft sich zum 19. Juli 2010 auf 51.304 Eingeschriebene.
51304 Â :Â 101,23 = 506,80 (= 1 Prozent)
506,80 x 1,23 = Â 622,66 (=1,23%)
Die SVP hat also ca. 622 Mitglieder gewonnen. Jetzt fehlt noch die Relativierung, zuerst mal anhand der 116 Gemeinden:
622,66 : 116 = Â 5,36 Mitglieder/Gemeinde gewonnen.
Klingt das immer noch zu gut? Ja, irgendwie schon. Nehmen wir doch die Ortsgruppen her, derer es in etwa 290 gibt:
622,66 : 290 = Â 2,14 Mitglieder pro Ortsgruppe gewonnen.
So schaut also der Zuwachs an Mitgliedern aus. Nimmt man noch die Anzahl der Dörfer her, die sicherlich oberhalb der Anzahl der Ortsgruppen liegt, relativieren sich diese Zahlen nochmal.
Frage: Ist das also eine Glanzleistung der SVP? Nö, ich finde dieses Ergebnis sogar sehr schwach, wenn man den Aufwand bedenkt, den die SVP zur Anwerbung neuer Mitglieder betrieben hat. Das gilt vor allem für ein Wahljahr. Bei der SVP, beim Achammer-Bubi klingt das so:
Die Mitglieder und SVP-Anhänger würden es honorieren, wenn in der Partei Geschlossenheit und ein Klima des Vertrauens herrschen. „In diesem Jahr haben sich alle Ortsgruppen an der Mitgliedersammlung beteiligt“, so Achammer, dem es innerhalb kürzester Zeit gelungen ist, den persönlichen Kontakt zu den Funktionärinnen und Funktionären vor Ort herzustellen. „Der beherzte Einsatz unserer Ortsausschüsse ist durch nichts zu ersetzen und fundamental für den Erfolg der Südtiroler Volkspartei“, unterstreicht der SVP-Landessekretär.
Lausige Arbeit geleistet zu haben und dafür noch ein Lob bekommen, ich will auch
…aber immerhin ist es dem Bubi gelungen, “den persönlichen Kontakt zu Funktionärinnen und Funktionären vor Ort herzustellen.” Was das auch immer heißen mag. Ich hoffe doch, dass es nicht beim Kontakt herstellen geblieben ist. Für den schlutzigen Theiner (okay, ich mag ihn nicht, aber habt ihr ihn mal reden hören? brrr) ist diese “Glanzleistung” bzw. der Mitgliederzuwachs:
…ein wichtiges Signal nach außen. „Obwohl europaweit sämtliche Parteien unter einem Mitgliederschwund leiden, ist es uns gelungen, eine Trendwende einzuleiten“…
Ok, zugegeben hier versucht Theiner selbst die Relativierung erfolgreich einzusetzen, indem er die SVP mit allen anderen europäischen Parteien vergleicht;  erhoffte Folge davon: seine Partei soll gut aussehen.
Aber: um bei einem Mitgliederzuwachs von 2 Personen/Ortsgruppe von einer Trendwende zu sprechen, muss die Grenze schon sehr tief angesetzt werden, nicht wahr? Mal schaun, ob dieser Trendwende nicht nächstes Jahr wieder eine Trendwende folgt
Juli 20, 2010
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Tags: SVP · Posted in: Südtirol-Politik
wenn schon eine Webcam, dann mindestens keine integrierte
Es ist in etwa wie beim Handy: praktisch, man benutzt es gern und liefert dabei gleichzeitig der Polizei (und auch anderen) den eigenen Aufenthaltsort; natürlich nur, sofern man überwacht wird
Dagegen hilft: Handy ausschalten bzw. Batterie entfernen.
Aber zur Webcam: hat seit den Zeiten von Skype wohl fast jeder, die meisten mittlerweile wohl integrierte Webcams. Das Problem, verschafft sich jemand mittels Trojaner oder ähnlichem Zugang zum Laptop, kann er natürlich auch die Webcam aktivieren und schon hat man den Spion in den eigenen 4 Wänden. Realistisch? Ja. Heise berichtet:
Ein Computerkrimineller aus dem Rheinland soll in die PCs von mindestens 150 Mädchen eingedrungen sein und die Kinder über Webcams ausspioniert haben, berichtet das Westfalen-Blatt. Für den Zugriff auf die Webcam nutzte er einen Trojaner, den er per E-Mails mit gefälschtem Absender als Bildschirmschoner verteilten. (weiterlesen)
Was Kriminelle können, haben Polizisten und Geheimdienste schon lange drauf. Der obige Fall ist aufgeflogen, weil die Opfer bemerkten, dass das LED aufgeleuchtet hat, obwohl sie die Webcam nicht eingeschaltet hatten. (Geheimdiensten würde so ein “Fehler” wohl nicht passieren, sonst wären sie ja Pfuscher). Wenn man also nicht ohne Webcam kann, dann sollte man versuchen, zumindest eine externe Webcam zu benutzen, die kann man einfach ausstecken und aus ist mit der Schnüffelei über Webcam = Vorteil gegenüber der integrierten Webcam. Diese kann man nur softwareseitig abschalten, und damit auch unsicherer. Die gleiche Diskussion gilt auch für Mikrophone.
Juli 17, 2010
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Tags: Handyüberwachung, Privatsphäre · Posted in: Überwachung
na endlich, der Sesselkleber Egartner ist weg
lang hat es gedauert, aber nun ist er weg: Egartner. Schon im Jänner hab ich ihn für grundsätzlich angezählt gesehen. Nun ist es endlich soweit. Südtirol News:
Heute hat das Kassationsgericht das Urteil über die Unwählbarkeit von Christian Egartner als Landtagsabgeordneten hinterlegt. Dabei wurden die beiden Urteile in erster und zweiter Instanz bestätigt und Egartner als unwählbar für den Landtag erklärt.
Nun rückt die liebe Julia nach, da wirds endlich wieder etwas lustig
…die SVP bedauert (tut sie das?) Â Egartners Rausschmiss aus dem Landtag. Der werte Theiner meint:
„Christian Egartner hat bei der vergangenen Landtagswahl das Vertrauen von 11.002 Wählerinnen und Wählern erhalten. Es ist bedauerlich, dass er diesen Wählerauftrag nun nicht mehr wahrnehmen kann“, erklärt SVP-Obmann Richard Theiner.
Der Wählerauftrag muss also herhalten, wie schon oft, wenn es Unvereinbarkeit geht. Was offensichtlich Theiner und Co. nicht überreißen, ist auch schwierig zu sagen, aber ich versuchs:
Mit dem Wählerauftrag, der die Folge des Wahlergebnisses ist, welches wiederum in seinem Fall die Folge einer nicht rechtmäßigen Kandidatur ist, will man im Nachhinein sein Landtagsmandat rechtfertigen. Oder anders gesagt: Der Wählerauftrag, der nicht rechtmäßig ist, weil er selbst Ergebnis der unrechtmäßigen Kandidatur von Egartner ist, soll die unrechtmäßige Kandidatur rechtfertigen. Oder nochmal anders formuliert: Das illegale (weil auf illegaler Tat beruhende) Ergebnis einer illegalen Tat, soll die illegale Tat rechtfertigen.
Das sieht nach einer Kreisargumentation aus, und, ebenso interessant, der Zeitfaktor: das zeitlich spätere illegale Ergebnis, soll die zeitlich frühere illegale Tat zur legalen Tat machen. Absurd.
…irgendwie kann ich es nicht besser/verständlicher ausdrücken, ich hoffe, man hat mich verstanden, was ich sagen wollte.
Juli 14, 2010
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Tags: SVP · Posted in: Südtirol-Politik
nochmal Willkür der Bürgermeister
Zwei Aspekte, um die Absurdität der “Glasverordnung” zu verdeutlichen:
- Was wird bestraft? Es wird bestraft, wenn jemand mit einer Glasflasche außerhalb des Umkreises von 5m des Lokals angetroffen wird.  Was tut man Schlechtes, wenn man sich mit einer Glasflasche außerhalb der 5m befindet? Richtig, absolut nichts! Zu bestrafen ist/wäre hingegen, wenn jemand Flaschen irgendwo hinschmeißt, aber doch nicht, wenn man eine Flasche bei sich trägt.
- Der Bürgermeister missbraucht durch seine Verordnung die Polizeikräfte. Als ob die nichts Besseres zu tun hätten, als intelligenzbefreite Verordnungen eines Bürgermeisters zu befolgen. Jedoch, und das ist das Dumme, die Polizei ist verpflichtet für die Einhaltung solcher Verordnungen zu sorgen, ob diese Verordnungen nun sinnvoll sind oder nicht. Und genau hier missbraucht der Bürgermeister die Polizeikräfte, indem er ihre Arbeit zweckentfremdet. Übrigens glaube ich kaum, dass die Polizei mit Meterband rumlaufen wird, und hie und da mal den Abstand zwischen Lokal und dem Glasflasche tragenden Besucher abmisst.
In der Pressemitteilung der Quästur heißt es unter anderem (Hervorhebung von mir):
In Bezug auf die bekannte Bürgermeisterverordnung bezüglich der Verwaltungskontrollen in der Stadtmitte haben die Streifen des Streifenwagendienstes Kontrollen durchgeführt und haben sofort einige Mängel festgestellt. Man hebt hervor, dass alle Personen, die angehalten wurden, die besagte Gemeindeverordnung übertreten hatten, weil sie auf der Straße gingen und verschiedene Glasgegenstände in der Hand hielten, an eine Entfernung von mehr als 5 Meter von dem Verkaufsort der alkoholischen Substanz.
Wahrscheinlich bilde ich es mir nur ein, aber der 2malige Verweis auf die Verordnung des Bürgermeisters klingt für mich beinahe entschuldigend, so im Sinne: man muss es zwar, eigentlich wolle man aber nicht.
Über die Einschränkung persönlicher Freiheit durch diese Schildbürgerverordnung möchte ich mich hier gar nicht auslassen.
Juli 13, 2010
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regulus ·
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Tags: Abzocke, Bürgerrechte, Dummheit · Posted in: Absurdes
die Willkür der Bürgermeister: keine Sandburgen, nicht küssen…
Nachdem Berlusconi den Bürgermeistern unter dem Vorwand der Erhöhung der Sicherheit viel mehr Macht gegeben hat, wird diese Macht von diesen auch gleich missbraucht, um die Kassen zu füllen. Ob die Maßnahmen mit Sicherheit überhaupt noch was zu tun haben, ist Nebensache. Südtirol Online:
Keine Sandburgen! Küssen verboten! Tabu-Land Italien
Schluss mit dem Eisschlecken auf der Straße im westsizilianischen Trapani. Im venezianischen Eraclea ist es untersagt, am Strand Löcher in den Sand zu buddeln oder gar Burgen zu bauen. In der Lagunenstadt selbst so wie auch im toskanischen Lucca drohen einem bis zu 500 Euro Strafe, wenn man die Tauben füttert. Und auf der beliebten Urlaubsinsel Capri ist es tabu, auf der Straße mit Holzlatschen zu klappern. [...]
Aber nicht nur: Im kampanischen Eboli kann es 500 Euro kosten, wenn sich zwei im Auto küssen. Und in Rom sieht man es ungern, wenn das Panino auf der Straße vertilgt wird. [...]
Also darf niemand etwa im ligurischen Lerici im Badeanzug auf die Straße gehen oder die nassen Handtücher auf seinen Balkon hängen. Im nordostitalienischen Pordenone drohen demjenigen saftige Strafen, der mit der Verlobten offen streitet. Und in San Remo spricht man nicht mit Prostituierten. Im Dante-Strand in der Gegend von Ravenna scheint fast alles untersagt, fand die Journalistin Flavia Amabile heraus: „Keine laute Musik von 1300 bis 1600 Uhr, keine Werbezettel, nicht topless sonnenbaden und auf den ersten 200 Metern des Lidos darf man zwar laufen, nicht jedoch sich dort an den Strand legen.“
Nur in diesen Städten, Ortschaften und Stränden? Keineswegs. Auch in Südtirol hier. Der Bozner Bürgermeister Spagnoli ist der gleiche mit seiner “Glasverordnung”, also dass sich niemand mit einer Flasche weiter als 5m vom Lokal entfernt.
Ich bin für eine Verordnung, dass intelligenzbefreite Bürgermeister nicht näher als 100 Meter an ihre Arbeitsstelle ran dürfen. Yeah.
Juli 12, 2010
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regulus ·
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Tags: Abzocke, Berlusconi, Dummheit · Posted in: Absurdes
