• 29. Januar 2013 /  Allgemein

    Lisa versucht durch Schreiben, exzessives Kaffeetrinken und Tabakkonsum, ihre eigene kleine Welt ein bisschen in den Griff zu bekommen. Von einem Gefühlshagel zum nächsten, begleitet von herausragenden Erlebnissen, Freunden und emotional mehr oder weniger wertvollen Zeitgenossen, hangelt sie sich an einem seidenen Faden, der sie über Wasser hält. Bestehend aus Musik, guter Literatur und der Natur bietet er einmal mehr ein Zuhause. Aber manchmal schnappt das Fernweh, Herzweh, Kopfweh zu, und das schmerzt. Dieser Blog dient als treuer Begleiter in aufrührenden Zeiten.

  • 17. Februar 2015 /  Allgemein

    Ich schreie und brülle mir die Seele aus dem Leib im raureifbedeckten Nadelwald während der Wind an meinem Körper zerrt und mich davontragen will.

    Ich schweige vor mich hin von laut lachenden Menschen umgeben, starre ins Nichts und höre nichts, sehe nichts, bin in diesem Moment nichts weiter als eine anwesende Hülle.

    Du bist schuld daran. Hast meinem Universum die Sonne entrissen um selbst zum Mittelpunkt zu werden. Meine Gezeiten und Rhythmen haben jegliches Konzept verloren. Die Nacht wird zum Tag und das Leiden zum Lachgewitter.

    Von einer Sekunde zur anderen ist mein Leben aus allen Fugen geraten. Ohne auch nur einen Gedanken an das große Ganze zu verschwenden, habe ich es akzeptiert, dass du jetzt mein Alles bist. Es ist mir nicht schwer gefallen. Es war ein Fakt, den ich nicht untergraben wollte beziehungsweise überhaupt konnte. Deine Augen haben mich davon überzeugt, dass dieser Weg zum Ziel führt, dass deine Pranken meine kleinen Pfoten sicher führen werden. Und in ein „Wir“ sind wir hineingerutscht ohne es überhaupt erwartet zu haben. Es war einfach so offensichtlich und klar, ohne irgendwelche Intrigen und Lügen, ohne Betrügen und Wanken, ohne Nachdenken und Abwägen, es war ein stiller Knall.

    Stilllaut.

    Wie unsere Gespräche. Unsere Zigarettenpäuschen. Unsere Autofahrten. Unser Zusammensein. Unsere ganze Geschichte.

    Aus einem flüchtigen „Hey“ und viel zu kurzen, eindringlichen Blicken wurde dieses Manifest aus unbegreiflicher Liebe. Ich verstehe sie nämlich nicht. Weil sie anders ist als mir alles Bekannte. Sie ist leicht, wiegt nicht wie 1000 Tonnen auf meinen Schultern. Aber sie ist da und ich vergesse sie nicht.

    Unser Braunblaues Glück. Möge es noch ewig so weitergehen. Mögen unsere Worte weiterhin so herrlich verwunden und verschlungen unsere Münder verlassen. Mögen unsere Nächte wieterhin so unglaublich lang und vielseitig sein. Mögen unsere Küsse niemals erzwungen werden und unsere Blicke an Intensität nie verlieren. Weil mir an dir nämlich mehr liegt als ich überhaupt selbst verstehe.

    Mein Alles.

    Ich liebe dich. Weil ich jetzt weiß, wie sich Liebe überhaupt anfühlt. Das hast du mir beigebracht.

    Danke.

    Dein kleines Meh.

  • 30. November 2014 /  Allgemein

    Es dauert, darüber hinwegzukommen. Es dauert, bis man wieder Atmen kann, ohne das Gefühl zu haben von einem Gewicht zu Boden gezogen zu werden. Es dauert, bis man wieder ehrlich lächeln kann, es dauert, bis man wieder trinken kann ohne dabei in Versuchung zu geraten kann, jemandem zu schreiben, der es nicht verdient hat.

    Aber dann irgendwie, an einem nebligen, trüben Morgen wacht man auf, hat nichts im Kopf außer den üblichen Tagesablauf und die wachsende Vorfreude auf das Wochenende im Bauch. Der Tag endet unspektakulär, man liegt im Bett, ist hundemüde, die Augen fallen zu und man merkt wie man langsam abdriftet. Und dann kommt der Moment in dem man merkt, dass da kein Verlangen die Kehle zuschnürt und dass keine Wunschträume jegliche Gedanken besiegen, man liegt da und atmet regelmäßig, fest eingekuschelt in die Decke. Und man fühlt sich plötzlich frei und ungebunden – und dann kommt der Schlaf, der diesen kurzen Augenblick auch schon wieder ablöst.

    Diese Morgen, Tage, Abende werden sich häufen und man wird Gefallen finden am Lächeln anderer, man wird bemerken, wie sie beschämt die Augen niederschlagen und sich nervös durch die Haare fahren, wenn sie einem zuhören. Und die Schritte werden schwungvoller, die Worte gewählter, die Stimme lauter, klangvoller, die Augen wacher, die Abende länger, die Gespräche interessanter. Es mag sein, dass man immer wieder erinnert wird, an das, was war, was so sehr weh getan hat, aber die Messerstiche im Herzen werden zu Nadelstichen und diese tun gar nicht mehr so weh. Sie sind nur eine Erinnerung daran, dass da mal was war, was dir nicht gut getan hat, ein konstantes Memo an einen selbst, dass man nicht zurück will, kann, soll, muss, darf, was auch immer. Aber das ist es doch, in den Spiegel zu schauen und sich schön zu finden, und zu merken, wie man von anderen betrachtet wird, genüsslich, manchmal lustvoll, oft interessiert, begehrt, und ja, auch geliebt und leidend.

    Der nächste Schritt, ein paar Tassen, sagen wir Kannen, Kaffee später, den Weg weiter beschreitend, der einem vorherbestimmt ist, trifft man auf ein Augenpaar. Ein Augenpaar, das fesselt und beschäftigt. Und man kann nur schwer schlucken und nur krampfhaft grinsen, man kann nur viel zu laut lachen und viel zu inhaltlos sprechen. Und man fängt an, sich auszumalen was sein könnte und was noch alles passieren könnte und man freut sich auf ein Wiedersehen genauso sehr wie man Angst davor hat. Dann kommt irgendwann die erste Berührung und man scheint zu platzen vor Verlangen und Sehnsucht, man ist irgendwie angekommen und doch lange nicht am Ziel, das Spiel noch lange nicht gewonnen. Der Trick jetzt ist, nichts zu überstürzen, es zu genießen, dieses Ziehen in der Magengegend und das Chaos im Kopf wertzuschätzen. Noch tut es nicht weh, noch ist da nichts weiter als eine Glut im Bauch, die darauf wartet, zu einem Feuer entfacht zu werden.

    Und das wird geschehen, versprochen. Wenn nicht bei diesem Augenpaar, dann bei dem nächsten. Aber es dauert. Alles dauert. Aber alles wird gut, vielleicht auch sehr gut, und eventuell sogar perfekt. Wenn du warten kannst, wenn du Geduld hast, und wenn du mutig genug bist, dich nicht von einem Schmerz regieren zu lassen, der dir vor langer Zeit zugefügt wurde. Man muss weitermachen, auch wenn es sinnlos erscheint. Man muss sich dem Strom fügen und wenn man zu untergehen scheint, werden einen die anderen über Wasser halten. Und irgendwann kommt ein treibender Ast an dem man sich klammern kann, der einem ein Zuhause ist, was man nicht mehr missen möchte. Und weiter denke ich nicht. Auch wenn es dämlich ist, nicht alle Eventualitäten zu berechnen und zu erwarten: Wenn ich Angst vor Enttäuschungen habe, hätte ich nie anfangen dürfen zu lieben.

    Aber ich will. Also gehe ich das Wagnis ein.

    Auch wenn es schon wieder tiefbraune Augen sind, deren Sog mich gefangen hält, auch wenn es schon wieder blondes Haar ist, das mich zum Kraulen auffordert. Auch wenn es wieder dieses unschuldige Denken ist: Diesmal ist es anders. Es ist immer anders.

    Lass los. Alles wird gut.

    xxLinda;)oo

  • 29. Mai 2014 /  Allgemein

    Wir waren Kaffetassen, die im Morgennebel vor sich hindampften, darauf wartend, getrunken zu werden. Wir waren sonnige Tage, die auf der Haut brannten und von hellem, erschöpftem Lachen geprägt waren. Wir waren zerzaustes Haar und Lieder, über deren Texte wir nie nachdachten. Wir waren Pläne, aber niemals Versprechungen. Wir waren blau und braun und dachten, dass das funktionieren würde, aber ob wir daran glaubten, das weiß ich nicht. Wir waren kaputt, waren die Schatten die nachts in einem Auto saßen, bei prasselndem Regen. Wir waren die Tränen, die wir zu unterdrücken versuchten und es auch schafften, weil die Angst zu groß war. Wir waren das ‚Vielleicht‘ und das ‚Ich weiß es nicht‘. Wir waren die Kippenstummel, die keinen Platz mehr im vollen Aschenbecher fanden, waren die Sonnenbrillen, die uns vor den sehenden Blicken des anderen schützten. Wir waren das, was wir vorgaben zu sein. Stark, unabhängig, schön.

    Und jetzt sind wir verschlossene Lippen und Berge von Gedanken, die niemals ausgesprochen werden. Jetzt ist aus dem ‚Alles‘ ein ‚Nichts‘ geworden. Und der Schmerz vergeht, lässt mich alleine mit etwas anderem, das sich mir noch nicht vorgestellt hat.

    Ich habe Schwäche gezeigt in Momenten, in denen ich es nicht hätte tun sollen. War zu stark in Situationen, in denen man schwach sein darf. Hab zu viel geredet, wo Stille angebracht war und zu wenig darüber gesprochen, was mich bewegt hat. Hab zu oft geschwiegen und geschluckt, zu wenig geschrien und gelacht. Alles in allem hab ich vieles falsch gemacht und vielleicht hat uns das auch schließlich an den Abgrund gebracht.

    Aber ich weiß, dass ich mir nichts vorzuwerfen habe. Ich weiß, dass ich immer ehrlich war, was meine Gefühle betraf, das nichts gespielt war, nichts verfälscht. Dass ich dich geliebt habe und dass ich dich immer lieben werde.

    Doch das war nicht genug.

    Das war nicht genug.

    Eines Tages wirst du erkennen, wirst du verstehen und möglicherweise wirst du bereuen. Dann aber ist es zu spät. Denn jetzt hast du mich freigelassen. War nie ein Haustier, ein Hündchen. War immer ein Wolf, der jetzt ausbricht, in die Freiheit. Ein einsamer Wolf, der durch die Wildnis streift, er sucht und sucht und weiß nicht nach was. Weiß, dass er alleine sein kann, dass er aber nicht will.

    Ein Wolf, der auf die Fährte wartet, die ihn letztendlich zum Ziel führen wird. Ja, das bin ich. Und irgendwie gefällt mir dieser Gedanke. Mir gefällt die Vorstellung, durch die Wälder zu streifen und den Tau zu schmecken, die Sonnenstrahlen zu spüren, die durch die Baumkronen schleichen, die Erde unter meinen Pfoten zu spüren und zu dem Geräusch der Nachtigall einzuschlafen. Ich bin auf der Suche. Und ich werde finden.

    Ja, daran glaub ich ganz fest. Wenn du es nicht warst, ist es jemand anderes. Da muss irgendwo noch ein anderer Wolf umherstreifen.

     

    In Dankbarkeit und freudiger Erwartung,

    Lizzie

  • 21. März 2014 /  Allgemein

    Schließe die Augen, spüre die Sonne auf meiner Haut, den Wind in meinen Haaren und das Pochen meines Herzens in meinen Adern. Muss lächeln als ich deine Lippen auf meinem Hals spüre, vergesse zu Atmen.

    Unsere Finger verhaken sich wie von selbst als wären sie allein dafür gemacht. Unsere Lippen berühren sich wie selbstverständlich als wären sie allein dafür geschafft. Unsere Blicke sagen mehr als unsere Münder je vermögen werden.

    Wir sind einen so langen Weg gegangen bis wir den Punkt erreichten, an dem alles plötzlich so leicht wurde. Bergauf, immer nur bergauf, den Gipfel nur erahnend, herbeisehnend, durch Wind und Wetter beeinträchtigt, immer den Gedanken im Hinterkopf, umzukehren und den Aufstieg abzubrechen. Aber jetzt sind wir oben, so plötzlich und unverhofft, dass es beinahe unwirklich erscheint. Können so viele Wege gehen, müssen entscheiden welchen wir nehmen. Fürchte, dass wir den Falschen nehmen, doch was zählt ist jetzt die Gegenwart. Das Angekommensein.

    Hab noch so viele Zweifel an dem, was jetzt ist. Ob dies die richtige Entscheidung war. Aber es war die einzige, die ich mir je erhoffte. Dennoch ist mir bewusst, dass mein leise gewispert, von einem wildem Herzschlag begleitetem ‚Ich liebe dich‘ vielleicht nicht deinem betrunken gemurmeltem ‚Ich liebe dich‘ entspricht. Mehr Nähe als vorstellbar, nur durchbrochen von einer Distanz, die ich zu überwinden versuche, daran aber kläglich scheitere.

    Ich frage mich wo das Problem liegt. Bin ich die, wofür du mich hältst? Bist du der, wofür ich dich halte? Und wenn dies wirklich der Jackpot ist für den es sich anfühlt, reicht er für das Statement: Ausgesorgt fürs Lebensende? Fragen im Kopf, wann wird es enden, wie wird es enden, wer wird es beenden und aus welchem Grund? Doch meine Schwarzmalerei könnte der eigentliche Fehler im System sein. Mein Farbkasten besteht nicht nur aus Schwarz und Weiß und das muss ich erkennen. Braun mit grünen Sprenkeln. Augen die mich so schnell nicht mehr loslassen werden. Hoffe, dass dir bewusst ist, dass du einen festen Platz in meinem Herzen geschaffen hast. Dass ich dich jede Sekunde vermisse, die du nicht mit mir verbringst. Dass ich im einen Moment vor Liebe schreien möchte und im anderen vor Überforderung zusammenbrechen könnte. Wracks, das sind wir.

    Trotz allem: Ich liebe dich. Das zählt, überwiegt die Fragen im Hintergrund. Du bist mein Alles und mein Nichts und genau das, was ich nie gesucht aber gebraucht habe. Ansonsten wäre ich wohl ertrunken in diesem Meer aus Komplexen.

    Merci.t

    xoxoL

  • 13. Februar 2014 /  Allgemein

    Ich war mir in meinem ganzen Leben in keiner Sache so sicher: ich liebe dich. Ich will den Rest meines Lebens mit dir verbringen, durch Höhen und Tiefen mit dir gehen, irgendwann mit dir auf der Veranda sitzen und unseren Enkeln beim Spielen im Garten zusehen und ich will deine Hand nehmen und dir in die Augen blicken und sagen, dass du alles für mich bist. Klar ist lieben eine zwiespältige Sache: eigentlich sollte man sich erst um das eigene Wohlergehen kümmern anstatt jemandem nachzulaufen der einem perfekt erscheint, aber eben genau das kann ich nicht. Ich habe mir vorgemacht, dich vergessen zu können, dich abzuweisen hat mich mit Befriedigung erfüllt. Aber du merkst das und ich dachte, dass dich das vielleicht zum Kämpfen anspornt aber… das Gegenteil ist passiert und du lässt mich frei wie einen Vogel der sein Leben lang in einem Käfig verbracht hat… aber ich will nicht davonfliegen. Ich will dich nicht verlassen auch wenn du mich nicht mehr bei dir haben willst… ich will nicht verdammt nochmal. Aber ich muss. Die Freiheit bekommt mir besser als ein Leben hinter Gittern. Ich muss da raus solange die Möglichkeit besteht…
    Ja. Ich muss lernen, mit dem Schmerz klarzukommen. Aber ist es richtig, die Liebe seines Lebens kampflos aufzugeben? Ist es richtig, Lebewohl zu sagen, obwohl das Herz etwas anderes fühlt? Ich weiß es nicht und diese Uneinigkeit und dein Anblick und dein Lächeln, das nicht länger mir gilt ist schmerzhaft, zerstörerisch. Ich frage mich wie lang ich noch durchhalte bis ich dann endgültig daran krepiere.

    Liebe ist verdammt beschissen.

  • 26. Januar 2014 /  Allgemein

    Es führt kein Weg vorbei.

    Ich muss es tun.

    Ich kann nicht anders.

    Schäme mich, wage es nicht, irgendwem in die Augen zu sehen. Mache vage Andeutungen, spiele meinen Zustand herunter, setze dieses Lächeln auf, verschwinde hinter dieser Maskerade, werde weniger, jeden Tag, jede Stunde, jede gottverdammte Sekunde. Bin wie eine Sanduhr, die Zeit läuft, die letzten Körner fallen und fallen und fallen, bis irgendwann alles zum Stillstand kommt.

    Ich warte und warte, die Tage ziehen vorbei wie gesichterlose Passanten an einem grauen Tag in der Fußgängerzone. Bin mir vollkommen darüber im Klaren, was mir bevorsteht, was das alles zu bedeuten hat.

    Wie konnte ich es so weit kommen lassen. Oder lag das alles gar nicht in meiner Hand? Bin ich nur Teil eines großen Planes, dessen Sinn ich nicht begreife? Die Fragen stürmen auf mich ein wie Hagelkörner, ich versuche sie abzuwehren und bei diesem Versuch fange ich an zu bluten, klaffende Wunden, die mich daran erinnern, dass das ewige Warten auf nie eintreffende Antworten schmerzhaft ist. Liege nachts stundenlang wach, den sich gemächlich bewegenden Mond beobachtend, leise atmend, darauf hoffend, dass die Tränen, die aus meinen Augenwinkeln kullern bald versiegen.

    Stehe auf, fühle mich wie ein Roboter, lege mich nieder, fühle mich wie ein Roboter, funktioniere, der Sinn einer Maschine und das Gefühl wird außer Acht gelassen. Nein. Nein. Nein.

    Das Orchester schwillt an und ich weiß, dass der endgültige Punkt bald erreicht ist. Die Schwelle zur Freiheit naht. Die Befreiung, auf die ich seit Jahren warte, mein Ziel, seit all diese Misere angefangen hat.

    Zu flüchten, all diesen Problemen aus dem Weg zu gehen, ist feige. Aber ist es feige, sich selbst etwas gutes zu tun, um nicht daran zu zerbrechen? Ich finde es mutig, sich dem Unbekannten zu stellen. Und das werde ich.

    … Egal wie es enden wird, egal wann. Ich werde frei sein, ich spüre es.

     

    xo…L

  • 23. Januar 2014 /  Allgemein

    Im Grunde ist das Lieben immer mit Leiden verbunden.

    Anfangs noch, am zitterigen Start, wo noch dieses leichte Flattern und Funken in der Luft liegt, ist es plötzlich so leicht zu atmen und zu lächeln, aufzuwachen und sich in Fantasien zu verlieren, die immer nur ein glückliches Ende bereithalten. Doch wenn man dann den Punkt erreicht, an dem man sich darüber bewusst wird, wie schwerwiegend diese Verliebtheit wirklich ist, fängt dieses Traumschloss an zu bröckeln. Die perfekte Immobilie wird zur Ruine. Eine Ruine, die trotz der eingestürzten Mauern, der eingeschlagenen Fenster, trotz des bewucherten Gartens eine stille Schönheit in sich trägt. Welkende Rosen ranken sich um die rissigen Steine und eine warme Brise wirbelt den Staub am Boden auf. Doch mit der Zeit werden die Blütenblätter fallen und der Winter wird kommen und die Schönheit aus der scheinbar nie endenden Quelle versiegt.

    Die Eifersucht kommt, wohl oder übel. Wenn man sieht, wie der Mensch, den man liebt, andere ansieht, sie zum Lachen bringt, mit ihnen flirtet, sie berührt, dann kommt dieses schwarze Schwindelgefühl, diese ungute Übelkeit. Man will einfach nur noch kotzen, dieses grausame Gefühl irgendwie loswerden, dieses Gefühl, das man nie haben wollte, für das man sich nie angemeldet hat, loswerden. Doch so einfach ist das nicht.

    Und dann kommt die Klarheit. Dass mit der stärker werdenden Liebe auch die Verlustängste kommen. Wie schnell kann ein Autounfall passieren, irgendetwas unvorgesehenes, eine Krankheit, ein Missgeschick, das einem die Person raubt, mit der man mittlerweile so viel verbindet. Man verliert sich in schrecklichen Gedanken an ein Leben ohne jemanden, der das eigene erst lebenswert macht. Und das ist zerstörend, das ist extrem zerstörend…

    Nun hängt es vom Glück ab, vom Schicksal, von den Umständen, ob es eine Zukunft zu zweit gibt. Eine Entscheidung steht an, die nun dieser Mensch treffen muss, in dessen Augen man sich auch noch die nächsten sechzig Jahre verlieren könnte, eine Entscheidung, die die Person treffen muss, neben der man stundenlang wortlos liegen kann, an die Decke starren kann, und vergessen kann, was da draußen, außerhalb dieses Unterschlupfs von Decken und Kissen, vor sich geht.

    Diese Entscheidung steht dir noch bevor. Eigentlich solltest du gründlich abwägen, nachdenken. Aber genau das würde zu dem Weg führen, den ich nicht gehen will, denn ich würde ihn alleine gehen müssen. Manchmal muss man seinen Gefühlen folgen, blindlings einen Pfad einschlagen ohne dessen Ziel zu wissen.

    Ein ‚für immer‘ ist erstrebenswert, aber unrealistisch.

    Eine Bindung ist erstrebenswert, aber auch ohne sie zu benennen vorhanden.

    Egal zu welchem Ende wir kommen, wir werden zu einem kommen. Und bereits jetzt habe ich mehr genossen, als ich mir je erträumt habe, bereits jetzt weiß ich, dass ich eines Tages meinen Kindern von meiner ersten großen Liebe erzählen kann. Selbst wenn du nicht ihr Vater bist. Selbst wenn du dann nur noch eine blasse Erinnerung an goldbraune Tage und durchzechte Nächte bist. Alles ist möglich.

    Trotz allem danke ich dir.

    xoLizzie

  • 24. November 2013 /  Allgemein

    Weil im Moment Situationen auf mich einprasseln wie Hagelkörner an einem sonnigen Tag. Ich weiß nicht, was all das zu bedeuten hat oder in welche Richtung mich das führt, aber das einzige was ich im Moment tun kann, ist, mir über die Gesamtlage klar zu werden.

    1. Da ist dieser Typ den ich eigentlich nie mochte und dann doch irgendwie, von dem ich wusste dass er mich gern hat… Und dann kommt da dieses Geständnis und ich weiß nicht, was ich damit anfangen soll. Will ich diese zarte Freundschaft zerstören? Nein, aber es tut mir kaum weh. Lösung: Lass dir Zeit, lass ihm Zeit.

    2. Da ist dieser andere Typ den ich ganz gern habe aber schon ziemlich verletzt hab. Und jetzt bin ich so blöd und mach ihm wieder diese Hoffnungen obwohl ich keinerlei Intentionen dazu habe. Will ich ihn schon wieder kaputt machen? Nein. Lösung: Schalte einen Gang runter.

    3. Mein Kollege, dieser verdammt süße, höfliche, freundliche Kerl von nebenan dem man einfach nicht böse sein kann und der für mich kurzzeitig der Hafen war an dem ich anlegen konnte. Aber dann passieren natürlich wieder Dinge, die nicht passieren sollten und wir beide blicken uns mit diesen Zweifeln in die Augen, die nicht da sein sollten. Will ich ihn? Und wenn, als was? Lösung: Ruhig bleiben, stay flirty, stay dangerous, but don’t do shit. Zeit lassen.

    4. Ein neues Gesicht auf dem Schachbrett, zu dem ich noch keine wirkliche Bindung habe. Aber es könnte eine Bindung entstehen, eine von der Art, von der Männer träumen und über die viele die Stirn runzeln. Habe zugestimmt, weiß nicht, was sich entwickelt. Will keinesfalls mehr. Will Erfahrungen sammeln, will einfach nur meinen Spaß. Zumindest hier bin ich mir sicher.

    5. Der Mensch, der alle oberen Punkte hinfällig macht. Der, der alles geben und verwirklichen könnte, von dem ich träume. Der einzige hier genannte, den ich wirklich will und der einzige genannte, der mich nicht will. Will das Schicksal mir irgendetwas sagen? Ich glaube schon, aber ich denk nicht drüber nach. Vielleicht, irgendwann, wenn ich wieder klar im Kopf bin, bekomm ich das auch noch hin. Mit nötiger Erfahrung kann aus diesem Bach auch ein reißender Strom werden. Wir werden sehen.

    Privat voll ausgelastet. Etwas, das viele, früher auch ich, anstreben.

    Aber um ehrlich zu sein merke ich, wie ich daran zerbreche. Anstatt mit meinen Aufgaben zu wachsen, wachsen sie über mich hinaus und versperren mir die Sicht, bis ich schließlich orientierungslos im Dunkeln stehe. Aber vielleicht, vielleicht löst die Zeit einige dieser Barrieren und lässt das Licht wieder herein. Davon bin ich überzeugt.

    Und achja, das gehört ja schon fast dazu.

     

    T? – du weißt es.

    xoxoLiz

  • 1. November 2013 /  Allgemein

    In love and lonely.

    Mir fehlen die Worte. Ich kann sie nicht formulieren, da ist dieser Schleier in meinem Kopf, und er erhebt sich über Erlebnisse, Gesichter und Momente und lässt mich zurück in totaler Blindheit. Manchmal lüftet er sich, nur um mir ein leidendes, kummervolles Gesicht des Menschens zu zeigen, den ich liebe. Fühl mich dazu verpflichtet, seinen Kummer zu bekämpfen, komme auf die schwachsinnige Idee, dass ich der Grund seines Schmerzes sein könnte, zweifle, hoffe, denke, leide.

    Will deine Wahrheit, denn meine weißt du schon. Bin nichts weiter als ein kleines Mädchen in deinen Augen, oder zumindest kommt es mir so vor. Aber sei ehrlich, wir beide wissen, dass ich niemals die eine für dich sein werde. Und trotzdem. Tagträume… Alkohol… und deine verdammten Blicke, die mich unter die Laken ziehen und mich wie wild grinsen lassen. Deine verdammten Worte, schwere Worte, mit Zweideutigkeit belastet. Blicke mit aufgerissenen Augen in die Schwärze. Sehe dich vor mir, wie du auf deinem Bett liegst und deine Hände hinter dem Kopf verschränkst. Wie du an die Decke starrst und an mich denkst und hoffst, dass ich dir wieder schreibe oder dir endlich alles gestehe.

    Doch eine Frage bleibt. Willst du dieses Geständnis um dir selbst zu beweisen, wie wundervoll, wie liebenswert du bist? Oder willst du es meinetwegen? Geht es dir um dich oder um mich oder um ein uns, ein uns, das es nie geben wird, nie, nie, NIE, NIEMALS, NIE. NIE. NIE NIE NIE NIE NIE NIE NIE NIE!

    Versteh es doch.

    Ich liebe dich. Ich will neben dir aufwachen und dir stumm in die Augen starren und die Stille mit dir teilen. Ich will nicht nur der Lückenfüller in deinem Bett sein, ich will nicht nur Hitze spenden in den Nächten in denen du von innen heraus erfrierst.

    Ich will nicht deine Freundin sein und dich Tag und Nacht bei mir haben, ich will nicht, dass du dich verpflichtet zu etwas fühlst, ich will nicht die sein, die eifersüchtig ist und dich anruft wenn du mit deinen Kumpels weg bist, ich will nicht die sein, die dich mahnend ansieht wenn du dir dein nächstes Bier aufmachst, ich will nicht die sein, die dir mit hochgezogenen Augenbrauen begegnet wenn du zu spät zum Unterricht erscheinst, ich will nicht die sein, die sich vor anderen wegen dir schämt, will nicht die sein, die du nur vernaschst, weil sie dazu bereit ist.

    Ich will die sein, die dich daran erinnert, dass das Leben nicht so verdammt beschissen ist, wie es dir manchmal vorkommt.

    Ich will die sein, die dir das Gefühl gibt, wichtig zu sein.

    Ich will die sein, von der du sagst, dass du nicht mehr auf sie verzichten könntest.

    But I will never be your lover. I will never be the one.

     

    Es wäre besser, aufzuhören. Für mich. Es wäre einfacher, mich selbst zu retten und meinen Geist von dir abzuwenden, als weiterhin nach einem Schatten zu greifen und den Nebelbildern in meinem Kopf zu vertrauen.

    Aber ich liebe das Leid so sehr wie ich dich liebe.

     

    xo.xo.Liz

     

  • 24. Oktober 2013 /  Allgemein

    Ich seh dir beim Sterben zu. Sehe, wie du leidest, wie du es überspielst. Sehe den Schmerz in deinen Augen. Höre die Qual in deinem Lachen. Fühle das Zittern deiner verkrampften Hände unter dem Tisch. Weiß, dass du gern weinen würdest. Bin überzeugt davon, dass du dich selbst zerstörst. Dein Körper wird überleben was du ihm antust, dein Geist wird es nicht.

    Will dich nicht verlieren, doch das hab ich schon… irgendwie, in einem Moment, als ich nicht aufgepasst habe. Als du mich anstarrtest und mir alles sagen wolltest, in einem Moment, in dem du bereit dazu warst, deine Verletzlichkeit zu zeigen. Und in diesem Moment wirst du mich gesehen haben, wie ich mich mit Absicht abwende und anderen schöne Augen mache, doch nur, um dich eifersüchtig zu machen. Aber so funktioniert das nicht und das war ein Fehler. Zweifle, ob ich dir alles oder nichts geben soll. Ein hohes Risiko, ein tödliches Spiel. Und du treibst davon, weg vom sicheren Hafen, hinein in die aufgewühlte See. Und der Sturm kommt, wird kommen, früher oder später.

    Auch ich bin soweit. Ich werde weniger, denke weniger, sehe, fühle, rieche, schmecke, bin weniger. Verzehre mich selbst, solange, bis ich nichts mehr bin. Wegen dir. Wegen deinen Blicken, die mir so unangenehm sind und gleichzeitig tiefer dringen als alles andere. Deine Stimme hallt nachts in meinen Ohren nach und ich versuche mich daran zu erinnern, wie deine Haut sich unter meinen Fingern, deine Lippen auf meinen anfühlen. Aber Erinnerungen verblassen. Mit jedem Tag und jeder Stunde.

    Bitte lass mich nicht allein. Und wenn du gehst, dann geh mit mir. Lieber sterbe ich innerlich, als dich zu verlieren.

    Tu dir nicht so weh. Damit machst du auch mich kaputt. Du hast mir versprochen, für mich da zu sein, und ich habe dir das selbe versprochen. Da ist dieses Band zwischen uns, das du nicht so einfach kappen kannst. Du bist alles was ich will, alles was ich brauche, alles was ich hasse.

    Aber bitte.

    T.Mach dich nicht kaputt.

     

    Ich liebe dich.

     

    xoxoLisa

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