Mann, Mann, Mann! Teil 1

Juli 25th, 2011

Meine Mutter behauptet, ich wäre nur deshalb noch unbemannt, weil ich einen sehr ausgefallenen (= abartigen) Männergeschmack habe. Das sagen im Übrigen auch 100% meiner Freunde und Bekannten. Was stimmt also nicht mit mir? Und wann genau wurde ich “falsch” geprägt? Oder bin ich in Wahrheit die Einzige, die Schönheit wahrnehmen kann?
Hier meine ultimative Männer Top-Ten:

Platz 10:

Matt Dillon – in JUNGEN Jahren wohlbemerkt, heute nicht mehr!

Platz 9:

Tom Kaulitz – putzig, der Kleine, oder?

Platz 8:

Jonathan Rhys-Meyers – obwohl sein Blick mir Angst macht…

Platz 7:

Tim Daly – entgegen meines Beuteschemas schon ein älteres Semester

Platz 6:

Max Alberti – der würde sogar meiner Mutter gefallen ;)

Platz 5:

Leo DiCaprio – da überzeugt neben der Optik auch die Schauspielkunst

Platz 4:

Sascha Sirtl – dieser Body… ohne Worte…

Platz 3:

Jason London – gerne auch im Doppelpack mit seinem Zwillingsbruder

Platz 2:

Jesse Williams – da stimmt das Gesamtpaket

Platz 1:

Unschlagbar auf Platz 1: Bill Kaulitz! Perfektion und Ausstrahlung machen hier das Rennen.

Warum ich dieses Ranking hier einstelle? Fortsetzung folgt…

Herzlich Willkommen!

Juli 23rd, 2011

In diesem Blog erwarten euch kleine – nicht immer ganz ernst gemeinte – Anekdoten, Erfahrungen, Weisheiten und Halbwahrheiten aus meinem Leben.

 


Viel Spaß beim Lesen!

Wer mehr wissen will: www.kabarett-weibsbilder.de

Und noch nicht schlauer…

Juli 23rd, 2011

Wussten Sie eigentlich, dass sich sogar das bekannte Internet-Lexikon Wikipedia mit mir beschäftigt? Gut, jetzt nicht direkt mit mir, aber mit Singles im Allgemeinen.

Es gibt sogar Unterscheidungen!

Freiwillige Singles, das sind die, die gar keinen
Partner wollen.

Dann gibt’s noch die unfreiwilligen Singles, damit sind, ich zitiere:

„Witwer ohne minderjährige Kinder im eigenen Haushalt“
gemeint.

Soso, wenn Witwer ohne minderjährige Kinder unfreiwillig
Single sind, sind dann Witwer mit volljährigen Kindern freiwillig Single? Ich
bin doch auch unfreiwillig Single. Bin ich deswegen jetzt auch gleichzeitig
Witwe?

Dann gibt’s noch, man glaubt es kaum, halb-freiwillige Singles, dazu zählen katholische Geistliche, die dem Zölibat unterliegen. Nonnen und Ordensbrüder sind laut Lexikon übrigens KEINE Singles, denn die, ich zitiere:

„…gehören einer Gemeinschaft an, deren Zweck es aber
nicht ist, sexuelle Bedürfnisse ihrer Mitglieder zu befriedigen.“

Das wär ja auch noch schöner!

Diskriminierend finde ich ja, dass uns Singles jetzt auch noch die Schuld daran gegeben wird, dass zu wenig Kinder geboren werden und wir durch das Erreichen eines überdurchschnittlich hohen Alters die Bevölkerungspyramide kippen.

Außerdem nehmen Singles wie ich, aufgrund ihrer Kinderlosigkeit, anderen Leuten die Arbeit weg und auch für die Wohnungsnot in Deutschland sind wir verantwortlich, weil wir durch unsere Ein-Personen-Haushalte unnötig Wohnraum verschwenden.

Darüber hinaus sterben Singles laut Wikipedia früher, weil
sie sich oft ungesund ernähren und keinen geregelten Tagesablauf haben.
Außerdem trinken und rauchen Singles überdurchschnittlich viel, was ihrem Leben
häufig früh ein Ende setzt.

Wissen Sie, welche Textstelle im Lexikon mir am meisten Angst macht?

„Personen, die nicht verheiratet sind, bleiben meist im Haushalt der Eltern oder nach deren Tod bei ihren Geschwistern.“

Dummerweise bin ich nicht nur Single, sondern auch Einzelkind… hach, was soll nur aus mir werden?

Na, toll!

Ich fass mal kurz zusammen:

Ich bin keine Witwe

aber dennoch ein unfreiwilliger Single,

der sehr alt wird,

aber früh stirbt,

sein Leben bei den Eltern verbringt,

aber anderen den Wohnraum streitig macht.

Das is mir eindeutig zu hoch!

Gott sei Dank gibt Wikipedia mir einen versteckten Hinweis, wie ich dem Single-Dasein entkommen kann:

„Unter Single wird ein Mensch verstanden, der ohne minderjährige Kinder im Haushalt lebt. Demzufolge sind Alleinerziehende KEINE Singles!“

Das heißt, ich muss einfach nur ein Kind in die Welt setzen und schon bin ich aus dem Schneider! Hm, dann muss ich ja jetzt nur noch den passenden Mann dazu
finden…

Für jede Lösung ein Problem – oder so ähnlich…

Juli 23rd, 2011

Vielleicht sehen Sie es mir ja auch schon an. Ich bin nicht nur unbeschreiblich schön, selbstbewusst, liebevoll und talentiert. Neben dem Job als Kabarettistin, bin ich auch noch Hobby-Psychologin. Mein Fachgebiet ist die Untersuchung des männlichen Lebensraumes. Gerade heute habe ich neue Erkenntnisse aus meiner Testreihe „typische Verhaltensmuster des Mannes“ gewonnen, die ich ihnen im Folgenden vorstellen möchte. Ich habe eine neue Theorie über die Erziehung der Männer entwickelt. Nach der Belohnen-Bestrafen-Methode. Das klingt jetzt etwas brutal, ist es aber nicht.

Ich werde ihnen einige typische Fallbeispiele im Verhaltensmuster der Männer aufzeigen und ihnen, meine Damen, erklären, was sie daraus schließen können und wie Sie Ihren Mann wieder auf den richtigen Weg zurückführen können.

Trägt ein Mann den Müll runter, ist es wichtig, ihn zu loben: Das hast du toll gemacht, Schatz. Ich würde dich glatt nochmal heiraten.

Vergisst der Mann einmal ausgerechnet das Gewürz, das das alles entscheidende zum Gelingen des russischen Zupfkuchens ist, sagen Sie etwas wie: Liebling, musste das sein? Warum tust du sowas? Manchmal denke ich du liebst mich nicht. Übrigens hab ich ganz vergessen deinen Lottoschein abzugeben. Schade um die 5 Richtigen mit Zusatzzahl.

Soweit zu den leicht zu lösenden Problemen. Auch die folgende Situation kennen wir alle.

Nach einem anstrengenden Tag im Büro kochen wir. Dann warten wir
darauf, dass der werte Herr nach Hause kommt. Und wir warten und wir warten.
Und wir warten. Unsere Kinder werden volljährig, gehen aus dem Haus und wir
warten immer noch. Als Hausfrau ist man dazu verdonnert, das ganze Leben mit
Warten zu verbringen. So gegen 4 Uhr morgens schleicht mein Mann sich ganz
leise ins Bett und meint, ich würde ihn nicht hören. Männer, wenn Gott gewollt
hätte, dass ihr schleicht, dann hätte er euch als Katze auf die Welt geschickt.
Wenn ich dann beim Frühstück frage, wo er so lange war, heißt es: „Der Gerd
hatte 25jähriges Dienstjubiläum, wir haben noch was getrunken.“ Vorsicht meine
Damen, fallen sie bloß nicht auf diese billigen Lügen rein.
Hier in diesem Fall meinte der Mann ganz deutlich:

Nach der Arbeit lief mir eine heiße Blondine über den Weg. Ich war so von ihr gefesselt, dass ich bis 4 Uhr morgens nicht weg konnte. Aber das würde der Mann seiner Frau natürlich nie erzählen.

Was haben wir daraus gelernt? Ja, richtig, 25jährige Dienstjubiläen gibt es nicht. Bei der Arbeitslosigkeit sind die Leute doch froh, wenn Sie ihr 1jähriges noch erleben dürfen.

Als Bestrafung würde ich hier den Augen-Auskratz-Griff empfehlen. Aber denken sie daran, falls ihr Mann eine Brille trägt, diese vorher auszuziehen, sonst verletzen sie sich noch.

Es gibt sogar Männer, und nicht wenige, die vergessen immer nach
der Benutzung der Toilette, die Klobrille herunterzuklappen. Und meine Damen,
Bestrafung muss dann sein. Wer ein Haustier hat, kennt das Problem. Und die
Lösung. Hier empfehle ich, anlehnend an die Erziehung von Hunden und Katzen,
den Mann mit dem Gesicht durch den Urin zu ziehen. Das befreit!

Schaut ihr Mann auch ständig anderen Frauen hinterher? Ich frage
mich nur warum? Alles was er braucht, kriegt er von mir. Wasser, Licht,
Auslauf, manchmal ein Stückchen Brot und Taschengeld. Und ich sage ihnen, ich
hasse das. Hier bietet sich folgende Bestrafungsmethode an: Sie klemmen sich
den Kopf des Mannes unter den Arm und rennen einmal nur kurz gegen die Tür. Und
sie werden sehen, das macht dann richtig süchtig. Wichtig ist bei diesem Griff
auch das Geräusch, dieser Urschrei, das befreit ungemein! Versuchen Sie´s!!!

Intelligenzallergiker

Juli 23rd, 2011

Was sagen Sie als Außenstehender eigentlich zum Thema Intelligenz? Nichts?

Das beweist doch wieder mal meine These: Die Summe der Intelligenz
auf dem Planeten Erde ist eine Konstante, aber die Bevölkerung wächst.

Selbst an den Universitäten geht es drunter und drüber. Einige
Studenten stehen jetzt sogar schon um 7 auf, weil um 8 die Geschäfte schließen.
Zu meiner Zeit gabs das noch nicht. Ich hab mal auf Lehramt studiert. Aber die
ganzen Bildungsreformen haben mir dann den Rest gegeben.

Nur weil der Kanzler im Diktat immer ne fünf hatte, müssen wir uns
mit der neuen Rechtschreibung rumschlagen. Warum fordert man unseren Kindern rechtschreibliche Höchstleistungen ab, wenn unsere Abgeordneten ihre Sekretärinnen in Anspruch nehmen müssen, um Einkaufszettel zu schreiben. Rechtschreibung… Was will uns dieses Wort sagen? Rechtschreibung … man hat ein Recht darauf, so zu schreiben, wie man will. Das kanns doch nicht sein…

Und die armen Lehrer sollens dann richten. Und unsre geplagten Pädagogen sind hart im nehmen. Mit einem Messer im Rücken gehen die noch lange nicht heim. Ach, Lehrer sind doch im sozialen Gefüge an unterster Stelle, irgendwo zwischen Strauchdieb und Tierschänder.

Und was bleibt diesen armen Menschen noch? Die Politik! Im Bundestag sitzt dann die ganze Lehrerausschussware. Ich wollte mich ja damals auch politisch engagieren und der FDP beitreten. Aber vor mir auf der Liste schon 25 Lehrer. Dann hab ichs bei der SPD versucht, die hatten Aufnahmestopp für Lehrer. Sich für ein paar Cent im Monat täglich bespucken zu lassen…nee. Warum hackt man eigentlich ständig auf Leuten rum, die eh schon ganz unten sind.

Die Schule ist eine Bildungsanstalt. Anstalt okay, aber Bildung? Selbst das Bildungsfernsehen ist mittlerweile nicht mehr das, was es mal war. Das muss man sich mal vorstellen, das literarische Quartett wurde durch die Teletubbies ersetzt.

Sind wir Deutschen tatsächlich so doof? Möglich. Es geht ja schon los in kleinen, einfachen, zwischenmenschlichen Beziehungen. Mein Freund und ich zum Beispiel, reden immer aneinander vorbei. Liegt vermutlich daran, dass ich östrogen spreche und er testosteron.

Naja, wenn man schreiben darf, wie man will, dann darf man auch
sprechen wie man will!

Was ist eigentlich Pubertät?

Juli 23rd, 2011

Tja, so sind die Kinder heutzutage… pubertieren in Horden vor sich hin. 20 Pubis in
einem 15 Quadratmeter-Zimmer sind da keine Seltenheit. Hat die Mutter aber mal zwei
Freundinnen zu Besuch, gelten die gleich als Krampfadergeschwader. Apropos
Wohnen: So ein Teenager wohnt ja sehr umweltbewusst. Sein Zimmer ist eine
Mischung aus Müllkippe, Altpapiersammlung, Flaschencontainer und dreckigen
Klamotten für eine Großwäscherei. Leider aber nicht nach den einzelnen
Müllbereichen getrennt, sondern gut gemischt… und besonders gut beschallt.
Denn ohne Musik – wenn man die Geräusche aus dem Zimmer eines Teenies denn so
nennen will – läuft bei Pubis nichts.

Zur Pubertät gehört auch, sich mit der besten Freundin für 98 Euro am Tag am Telefon anzuschweigen. Ja, gut, manchmal wird auch gesprochen. Allerdings nicht über Hausaufgaben – die werden ja gemailt oder gefaxt – nein, meistens geht es um ganz, ganz wichtige Dinge, zum Beispiel, wer mit wem geht und warum überhaupt und wer was zu wem gesagt hat und deshalb jetzt echt ätzend ist.

Vom Aussehen sind sich ja alle Pubis sehr ähnlich. Die Haare fallen über die Augen ins pickelige Gesicht. Auf Fotos gibt es bei den Mädchen nur das “Duckface” – eine Schnute, die so wenig sexy ist wie ein Paket Druckerpapier. Die Klamotten sind entweder alle viel zu groß, Größe AE, ausgewachsener Elefant, oder viel zu klein, damit der McDonals-Babyspeck um die Hüften besonders eindrucksvoll und vor allem gänzlich zum Ausdruck kommt. Besonders wichtig ist in diesem Alter, dass die Ärmel, weit über die
Hände reichen. Das hat den Vorteil, dass man nichts tragen kann, vor allen
Dingen keine Mülltüten.

Alle Klamotten werden natürlich übereinander getragen, der sogenannte Zwiebellook.
Über den zerrissenen Jeans, die selbst bei der Kleidersammlung zurückgelassen
würden, muss ein übergroßes T-Shirt getragen werden, das gleichzeitig als
Rockersatz dient. Darüber kluntert man dann eine viel zu knappe Jeansjacke. Die
Jahreszeit spielt bei diesem Outfit übrigens keine Rolle, denn ein Pubi ist
weder kälte- noch hitzeempfindlich.

Sie fragen sich jetzt vielleicht: Wann beginnt denn diese Pubertät eigentlich? Ganz
einfach… Die Pubertät fängt an, wenn Ihr Kind den Finger aus dem Mund nimmt
und gleich darauf auf die Tasten des Telefons legt.
Ein Pubi würde auf diese Frage allerdings ganz anders antworten: Die Pubertät
beginnt, wenn die Eltern anfangen schwierig zu werden.

Rauchen? – Na klar!

Juli 22nd, 2011

Gott, tut das gut….Mmmmh….
Was denn? Lassen Sie mich doch mal rauchen!
Immer werden wir Raucher diskriminiert. Dabei tragen wir die  Steuererhöhungen doch ganz allein. Sie müssten mir also dankbar sein.

Ja, ich hab schonmal nicht geraucht. Das war letztes Jahr am 30 Februar. War garnicht so schlimm…

Aber ganz abgewöhnen??? Nee, wozu auch. Ich weiß, dass ich auch rauchfrei leben kann. Das hab ich die ersten 14 Jahre meines Lebens doch auch geschafft. Mein Vater sagt immer, das Rauchen ist das schlechte Erbgut, dass meine Mutter mir mitgegeben hat. In deren Familie haben früher alle geraucht. Mein Vater war als eiserner Nichtraucher oft so zugequalmt, dass er einige Geschwister meiner Mutter erst nach Jahren auf der Couch hat sitzen sehen. Quasi: Gorillas im Nebel.

Viele Nichtraucher weisen ja immer auf das Finanzelle hin. Was man da alles an Geld spart… Ich bitte Sie: Ich kenne keinen Nichtraucher, der jeden Tag 10 Euro in sein Sparschwein steckt.
Außerdem kann ich mir das Rauchen leisten.

Seit die Zigaretten so immens teuer geworden sind, ist ja Rauchen plötzlich was für Besserverdienende. Und ich verdiene besser. Jedenfalls genug, um mir das Rauchen leisten zu können. Ich hab ja sonst auch nix… Keinen Mann, keine Freunde, keine Hobbies…nur das Rauchen.

Wissen Sie eigentlich, wie wichtig das Rauchen ist? Es fördert die Verdauung und macht enorm schlank. Gut, manchmal verliert man statt ein paar Pfunden an den Hüften auch schonmal das ganze Bein…aber damit helfe ich doch im Prinzip allen
anderen. So ein Arzt verdient ne Menge Kohle an meinem amputierten Bein. Da
kann der sich locker en Sportwagen von leisten. Und, wenn ich aufgrund
fehlender Körperteile für die Arbeitswelt nicht mehr zu gebrauchen bin, schafft
das wieder einen neuen Arbeitsplatz.

Raucher sind also sehr sozial eingestellte Menschen, die das Wohl anderer über die eigene Gesundheit stellen. Wenn also Rauchen nicht total christlich ist, dann weiß ich es auch nicht. Alkoholismus ist doch viel schlimmer! Ich hab jedenfalls noch nie
en Raucher gesehen, der im Zigarettenrausch seine Mitmenschen erschlägt.

Warum sollte ich also das Rauchen aufgeben? Weil meine Lunge dann scheiße aussieht? Ich meine, wie sieht denn eine gesunde Lunge so aus? Ein blutiger Fleischklops…mitten in meinem Körper… bah… wenn das nicht schon eklig genug is…. da is mir doch wurscht, ob die rosa oder schwarz is.

Außerdem verringert das Nikotin das Risiko an Parkinson zu erkranken. Man, Parkinson, das wär echt schlimm. Wie soll man bei dem Gezitter denn noch rauchen können?

Am besten schmecken die Zigaretten ja immer nach dem Sex. Manchmal, da hab ich sogar nur Sex, um hinterher eine Rauchen zu können.

Ach, Gott, ich hab in letzter Zeit so viele Bücher übers Rauchen geschenkt bekommen… ich gewöhn mir das jetzt ab!

Also, das Lesen…!

Die lieben Kleinen…

Juli 22nd, 2011

Ich war beim Arzt! Dummerweise hatte nur der Kinderarzt Notdienst. Was soll´s – die Unterschiede zwischen meinem Körper und dem von kleinen Minimenschen dürften ja nicht sooo groß sein.
Gott, was man da alles erlebt, im Wartezimmer beim Kinderdoktor…

Komm ich rein, sitzen da schon 6 Mütter und 9 Kinder, so dass für mich nur
noch ein Kinderstühlchen in der Spielecke frei ist. Ein kleiner Kniebeißer
namens Ole-Hendrik hat dann auch gleich das gesamte Spielzeug in Beschlag
genommen. Die Mutter war so ne Öko-Tante mit selbstgebatikten Klamotten, die
immer nur rief: „Ole-Hendrik, das macht man nicht. Lass uns darüber
diskutieren.“

Noch schlimmer war die kleine Paula, die offensichtlich Schnupfen hatte, sich aber
von ihrer Mutter nicht die Nase putzen lassen wollte und statt dessen lieber
den Rotz mit der Zunge auffing.

Ich dachte schon, schlimmer kanns nicht kommen, da fängt sone andere Übermutter an, ihren Kevin-Elias auf dem Zeitungstischchen im Wartezimmer zu wickeln. Die
vollgeschissene Durchfallwindel warf sie dann gekonnt in den Mülleimer, der
direkt neben der kochendheißen Heizung stand, was der Baby-Kacke erst so
richtig Aroma verlieh.

Mein Gott, ich bin privatversichert! Hab ich da nicht Anrecht auf ein
Einzelwartezimmer?

Und diese Gespräche von den Müttern! Das ist mit keiner Samstagabendshow zu toppen. Sitzen da eben zwei überkanditelte Frauen und unterhalten sich übers Stillen:

„Du, ich bin ja in einer Stilliga. Du, das hat mir ja soviel gebracht!“

„Ehrlich? Ich bevorzuge ja familienorientiertes Stillen!“

„Ach, und wie geht das?“

„Durch den selbstverwirklichenden Akt des Milchgebens binde ich die komplette Familie in diesen wichtigen Vorgang mit ein, um die Sozialkompetenz meiner anderen Kinder zu stärken.“

„Ach, das ist ja interessant!“

„Meine Familie versammelt sich dann im Kreis um mich. Mein Mann sitzt dabei hinter mir und hält das Kind an meine Brust. Durch leises Summen gelangen wir so in einen meditativen Zustand der Bewusstseinserweiterung, so dass wir als Familie durch den Akt des Stillens zur Verbesserung der Welt beitragen!“

„Ja, das kenn ich! Meine Familie war bei meiner Unterwassergeburt an der
italienischen Adria ja auch dabei…“

„Also, ich bin ja extra mit meinem Mann zum Äquator gereist, um unsre kleine
Lynn-Sophie zu gebären.“

„Ah, davon hab ich schon in unserem Internet-Elternforum gelesen. Es soll ja dem
Kind später mal das Erlernen von Sprachen erleichtern, wenn die Gebärende bei
der Entbindung auf zwei Erdhalbkugeln steht.“

„Um da eine unterstützende Wirkung herbeizuführen, trinke ich ja nur noch
französischen Sprudel. Denn, wenn mein Björn-Roland mal in Frankreich zum
Studium ist, kennt er schonmal den Geschmack des Wassers.“

„Außerdem ist es wichtig, dass der Dammschnitt gen Norden ausgerichtet ist. Denn, wenn die Kinder parallel zum Nord-Süd-Meridian geboren werden, sind sie ja auch
automatisch richtig gepolt.“

Merken Sie, was ich mitmach`? Dann lieber krank!

Spenden ist in!

Juli 22nd, 2011

Einen wunderschönen Guten Abend, meine sehr verehrten Damen und
Herren. Ich möchte Sie als Vertreter hier erst einmal recht herzlich begrüßen,
im Namen des DRK, der Ärztekammer und meiner Organisation: Death Angels, Organan- und verkauf, en gros et en detail, Gmbh und Co KG.
Ihnen, als zukünftige Organspender möchte im Namen unseres Instituts ein großes Dankeschön aussprechen..
Sie erweisen den weniger gut organausgestatteten Menschen einen großen Dienst.
Einen Dienst, der nicht umsonst sein soll. Denn wenn Sie sich zu einer
Organspende entschließen, dann kann ich Ihnen neue Perspektiven eröffnen. Ein
gesicherter Lebensabend, mit einem trauten Eigenheim oder der süße Kleinwagen,
von dem Sie schon solange träumen…schon bald, kann das alles Ihnen gehören.
Und wenn Ihr Organ bei unserer großen Tombola gezogen wird, gibt es auch
noch eine besondere Überraschung.

Meine Organisation: Death Angels, Organan- und verkauf, en gros et en detail Gmbh und Co KG zeigt Ihnen zwei Möglichkeiten der Organspende auf: Da haben wir zum einen das Organgut „Post Mortem“. Warum unsere guten Organe einfach so in der Erde verbuddeln lassen, wenn schon zu Lebzeiten damit gehandelt werden kann. Das bringt mich auch schon zu unserem zweiten Angebot, dem Organ-Deal. Die Zahlung erfolgt bar, cash und sofort, falls Sie aus der Narkose erwachen…ähh…sobald Sie aus der Narkose erwachen.

Ich weiß, dass der Volksmund scherzhaft sagt: Ein Mensch ohne Kopf
ist ein Krüppel zeitlebens. Und das mag auch stimmen. Aber sind wir doch mal
ehrlich: Mit einer Niere, einem Auge oder einer Nase kann man doch auch noch
prima leben. Bitte gehen Sie jetzt in sich und prüfen Sie individuell, auf
welches Körperteil Sie verzichten können, verzichten wollen, ja, sogar
verzichten müssen. Stellen Sie sich dabei bitte kurz Opa Meier vor, wie er am
Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum voller Erwartung sein Päckchen öffnet,
und beim Anblick des üblichen SOS (Schlips, Oberhemd, Socken) völlig enttäuscht
murmelt: „Schade, wieder keine neue Leber“. Dieser alljährlichen
Weihnachtspleite können Sie ein Ende setzen. Machen Sie Opa Meier glücklich –
Spenden Sie ein Organ.
Also, worauf können Sie verzichten?
Wir nehmen nur funktionstüchtige Körperteile. Sofern die Leber und das Herz in Ordnung sind, reicht die Zahlung für ein Ferienhaus. Geben Sie doch noch den rechten Arm dazu, dann ist die Kreuzfahrt auch schon bezahlt.

Reden wir doch mal Klartext: Als der liebe Gott damals die Schönheit vergeben hat, waren doch die meisten von uns grad mal Zigaretten holen. Nicht alle von uns sehen aus, als hätte sie der liebe Gott höchstpersönlich gemeißelt. Viele Mitmenschen erinnern mich jetzt eher an die Laubsägearbeit eines motorisch gestörten Waldorfschülers. Wenn ich Ihnen vielleicht einige Angebote unserer weitreichenden Palette ans Herz legen dürfte: Da hätten wir zum einen das Lippentuning, die beidseitige Brustauswuchtung, eine flächendeckende Hohlraumversiegelung oder unser allseits beliebtes Gehirn-Absaugen. Am besten kaufen Sie sich gleich auf Vorrat noch ein oder zwei Gehirne dazu. Bei uns sind Männerhirne übrigens billiger, weil die ja kaum gebraucht sind. Aber schauen Sie doch erstmal in Ruhe, was für Sie in Frage kommt. Im Übrigen käme es Sie billiger, wenn Sie sich für unseren Human-Body-rundum-Vollkörperverwertungscheck entscheiden würden. Das wäre dann inclusive Zahngoldentfernung, Silikonweiterverarbeitung und Haarrecycling. Die Zahlung erfolgt dann an die gesetzlichen Erben. Übrigens auch eine schöne Geschenkidee für ältere Menschen.

So, da Sie sich ja durch das Einloggen in diesen Blog mit einer Organspende einverstanden erklärt haben, möchte ich Sie nun bitten, die Oberkörper freizumachen und Ihre Kontaktdaten hier zu hinterlassen. Wir sehn uns dann im OP!

Hatschi…

Juli 22nd, 2011

Na, da hat´s mich aber auch nochmal erwischt *schnief*! Ich bin sowas von krank… Morgen werd ich wohl mal zum Medizinmann müssen. Obwohl… ich bin privatversichert, da müsste der doch eigentlich zu mir kommen, oder?!

Ich bin ja so en Statistiker-Typ. Ich steh neben ordentlich Promille auch voll auf
Prozentzahlen. Laut einer neuen Studie gehen Deutsche durchschnittlich 16 Mal
pro Jahr zum Arzt.

Während sich in Russland die Patienten ihre Wodka-Infusionen selber verabreichen, begibt man sich in Deutschland bei jedem nebensächlichen Schädelbasisbruch gleich zum Arzt.

Aber, bevor man überhaupt den Arzt zu Gesicht bekommt, wird erstmal die Brieftasche geröntgt. Und ist der Befund positiv, dürfen die Patienten ihre Brieftasche zum nächsten Termin begleiten.

Männer bis 40 tragen im Schnitt achtmal im Jahr ihre Brieftasche zum Arzt, wobei sich
das folgendermaßen zusammensetzt:

3 Mal zum Magenauspumpen nach der Anwendung eigener Kochkunst

3 Mal zur Wiederbelebung nach einem ausgiebigen Kneipenbesuch und

2 Mal zur Entfernung von Porzellansplittern nach einem Streit mit der Ehefrau.

Menschen über 80 Jahren haben sich in der Zwischenzeit auf  35 Arztbesuche gesteigert. 30 Mal um die preisgünstige Seniorenkarte für öffentliche Verkehrsmittel sinnvoll nutzen zu können und 5 Mal um im Wartezimmer nachzusehen, wer aus dem
Schulabschlussjahrgang von 1937 noch so alles lebt.

Am häufigsten begeben wir Deutsche uns zum Arzt wegen der oberen Atemwege, gefolgt von Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Arbeitsunlust und Suizidberatung. Gut, man kann sich auch durch Ansehen des Nachmittags-TV-Programms umbringen, aber das ist
langsam und grausam. Tja, dagegen gibt’s auch leider nix von ratiofarm.

In diesem Sinne: Gute Besserung!